Post-Tag-Archiv für ‘ USA ’

13. November 2011 0

Lesenswertes: So schauts aus! (In den USA und in Gesichtern)

Von Katharina in Tagtäglich

“Mein armes Amerika” – Die USA strahlen den Charme des Heruntergekommen aus. New York ist verrostet, die Straßenzüge rund um die U-Bahn-Station Tenleytown in Washington, zwischen einer katholischen Kirche, einer Handvoll Fast-Food-Restaurants und dem Campus lebt eine Gruppe von Obdachlose. Das Ticket schon beim Betreten einer U-Bahn-Station vorzeigen müssen, und vielleicht sogar auch nochmal beim Hinausgehen, ist eine wirksame Methode, sich das Gesindel vom Hals zu halten. Das aber trotzdem so nah wie möglich an den Schächten und den Rolltreppen und Aufgängen steht, denn es kommt warme Luft raus. In L.A. ist es wenigstens durchgehend einigermaßen warm. Nur Dreck und Geruch entlarvte einen jungen Kerl dort, sonst hätt’s auch ein besonders nachlässig gekleideter Jung-Schauspieler im Layer-Look sein können.

Foto*

Nach Los Angeles zieht auch die deutsche Autorin Jana Simon mit Familie und berichtet im Zeit-Magazin was sie sieht. Und das ist oft heruntergekommen und verwahrlost, irgendwie nah am Kollaps.

Je länger ich in den Vereinigten Staaten, in Los Angeles, bin, desto mehr bekomme ich das Gefühl, dass eine Gemeinschaft, wie ich sie kenne, hier nicht mehr existiert. Die amerikanische Idee basierte immer auf der Freiheit des Einzelnen, nicht auf Gleichheit, nicht auf Solidarität. Das funktioniert, solange es dem Land gut geht. Wenn es in eine Krise gerät, wie jetzt, pervertiert dieses Freiheitsprinzip. Das soziale Gewissen wird ausgelagert, privaten Stiftungen und Wohltätigkeitsvereinen überlassen.

Los Angeles ist eine Ansammlung von Individuen, die nebeneinanderher leben. Das Zentrum des Narzissmus.

Sie schreibt über absurden Behördenkram und diese Schecks, mit denen dort noch wirklich alltägliche Zahlungen durchgeführt werden. Und Kredite:

Wir haben Kontoauszüge, Arbeitsverträge und Gehaltszahlungen vorgelegt, aber wir haben keine Schulden und sind deshalb aus amerikanischer Sicht nicht vertrauenswürdig.

Vielleicht ist es aber auch nicht so dramatisch:

Vielleicht überreagiere ich, vielleicht fördert dieses Land auch einfach Extreme.

How Darwin’s Photos of Human Emotions Changed Visual Culture” – Der Darwin hat ja auch so allerhand gemacht. So auch, wie ich vor etwa einer halben Stunde erfuhr, menschliche Emotionen erforscht, mit dem damals letzten Schrei der Technik. Ein Fotograf machte Bilder für ihn von Gesichtern, die er dann auswertete. Denn natürlich konnte jedes Foto, das in einem Sekundenbruchteil die Emotion viel besser darstellen, als jede Malerei, die deutlich länger braucht.

* Das Bild ist seit Januar das Hintergrundbild meines Mp3-Players.

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16. Oktober 2011 0

“Hardcore Macro Session”: Balancing the Imbalances

Von Katharina in Politisches

Folgender Beitrag entstand während des Global Economic Symposiums, das am 4. und 5. Oktober 2011 in Kiel stattfand. Alle Artikel sind auf economicinsights.eu zu finden.

The recession after the financial crisis is officially over and the economies are recovering, but there remains the danger of a double-dip recession. In order to build a more sustainable economy in the future, one issue to tackle are global imbalances. In a “hardcore macro session” a panel discussed about “Avoiding Currency Wars and Ensuring Balanced Global Recovery”.

The panel agreed upon the basic problems: Huge imbalances make the world economy even more fragile, excessive reserve accumulation worsens the problem and currency wars are counterproductive. And of course, there has to be a fiscal consolidation of the United States and European countries in the medium and long term. (weiterlesen…)

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19. Juli 2011 0

Lesenswertes: Gleichgewicht und Promis

Von Katharina in Lesenswertes

“China’s Treasury Holdings Make U.S. Woes Its Own” (Was wäre denn eine gute Übersetzung für die Überschrift?) – China und die USA hängen voneinander ab: China kauft wie wild amerikanische Staatsanleihen, um sich so den niedrigen Wechselkurs leisten zu können, und finanziert den Amerikanern so ihre Schulden. China müsste mehr konsumieren und weniger sparen, die Vereinigten Staaten weniger konsumieren und mehr sparen. Die Regierung in Beijing versucht die überhitzte Wirtschaft zu bremsen, die in Washington sie wieder anzukurbeln. Die New York Times schreibt dazu, dass es sich dabei um ein Gleichgewicht ähnlich wie im Kalten Krieg handelt, bei dem keine der beiden Seiten extreme Schritte gegenüber dem anderen machen kann (z.B. China hört auf Staatsanleihen zu kaufen, weil es an der Zahlungsfähigkeit der USA zweifelt), ohne dass es dramatische Konsequenzen für das Land selbst hat (der Wechselkurs der Chinesen steigt, was die Export – und somit das chinesische Geschäftsmodell – teurer macht).

“The Gossip Machine, Churning Out Cash” – Polizeifotos von Lindsay Lohan oder Auszüge aus Krankenakte von Michael Jackson: Irgendwie müssen Promiblogs und Medien ja an die Infos kommen. Die New York Times hat umfassend dargestellt, wie das Geschäft funktioniert, wie eine Hand die andere wäscht. Gerade der Vater von Lohan scheint ein Meister darin zu sein, die Bekanntschaft seiner Tochter (und damit seinen eigenen Promistatus) zu Geld zu machen. Wer sich für Medien interessiert und auch mal Fotos von “Stars am Strand” (o.ä.) ansieht, sollte das lesen. Gerade auch während des “News of the World”-Skandal zeigt die Reportage, dass solche Methoden nicht nur auf das Murdoch-Imperium beschränkt sind und gerade auch Blogs fleißig am Rädchen drehen, damit es jeden Tag zehn exklusive Berichte geben kann.

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28. Juni 2011 0

Reich (auch) über Reiche. *Hust*

Von Katharina in Politisches

“Die Wahrheit über die Wirtschaft” ist schon ein sehr ehrgeiziger Titel, den das Video von Robert Reich trägt. Reich versucht in 2 Minuten und 15 Sekunden die fundamentalen Probleme der US-amerikanischen Wirtschaft zu erklären. Das gelingt dem ehemaligen Arbeitsminister unter Präsident Clinton gut.

Reich hat sechs Kernpunkte ausgemacht:

  • Die Wirtschaftskraft hat sich seit 1980 verdoppelt, die Löhne sind aber nicht dementsprechend angestiegen
  • Sämtliche Einnahmen gehen an die Superreichen
  • Mit Geld geht politische Macht einher
  • Hohe Budgetdefizite
  • Die Mittelschicht spaltet sich
  • Kraftlose Erholung nach der Finanzkrise

Interessant, gerade zum zweiten Punkt, nämlich, dass die Gewinne aus dem Wirtschaftswachstum ausschließlich an die Superreichen gehen:

Im Fall der 400 Amerikaner mit dem höchsten Einkommen liegt der durchschnittliche Steuersatz bei 18%.

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8. Mai 2011 0

Lesenswertes: Berlin und Angst

Von Katharina in Lesenswertes

Berlin oder: Wie viel Hippness verträgt eine Stadt? Immer wieder begneten mir während der letzten zwei Monate in Berlin Beschwerden über Touristen. Erstaunt und erbost gleichzeitig berichteten Berliner über die Gentrifizierung ehemals heruntergekommener Stadtteile wie dem Prenzlauer Berg (aber das brauche ich euch Internetmenschen, deren Mekka das ja ist, nicht zu erzählen). Caro schreibt über die Entwicklung als Touristikstudentin von einem professionellem Blickpunkt aus.

Angstallergie - Als der Stab um den US-Präsidenten Barack Obama live die Eroberung von Osama bin Laden verfolgte, unterschied sich die einzige Frau am Tisch, Außenministerin Hillary Clinton, klar von den Männern: Sie hatte die Hand vor dem Mund, offensichtlich aus Erschrecken, Angst oder Anteilnahme. Egal, jedenfalls ist es eine klare Gefühlsregung. Clinton selbst verwies auf Heuschnupfen. Miriam Meckel beschreibt, warum es nicht schlimm ist, wenn Politiker Gefühle zeigen, die Öffentlichkeit und Politiker aber von einer Angstallergie beherrscht werden.

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13. November 2010 0

Lesenswertes: Öl und die chinesische Psyche

Von Katharina in Lesenswertes, Tagtäglich

Entwarnung? – 86 Tage lang versuchten BP nach der Ölkatastrophe das Bohrloch am Meeresboden zu verschließen. 86 Tage lang an denen jeden Tag Millionen Tonnen Öl ins Meer flossen. Im August hieß es dann von Seiten BP’s: Mission accomplished! Die Strände in Florida sind jetzt wieder frei gegeben und man sieht kein Öl. Warum? Jeden Morgen wird frischer Sand aufgeschüttet und das Bauen von Sandburgen ist jetzt illegal, denn man stößt so auf Öl. Michaela Haas fuhr für das SZ-Magazin an die Küste in Florida und berichtet von Anwohnern, die von eingesetztem Gift krank werden, Fischsterben und mehr Schein als Sein.

Das Leben von psychisch Kranken in China – Die New York Times schreibt in einer über einer Seiten langen Reportage über Schätzungen, denen zufolge über 170 Millionen Chinesen an psychischen Krankheiten leiden. Doch behandelt wird nur ein Bruchteil von ihnen. Das führt soweit, dass es immer wieder Fälle von Schizophrenen gibt, die Morde begehen, wie der Fall von Yang Jiaqin, der mit einer Axt auf drei Schulkinder losging, einen Jungen dabei tötete, und später zwei weitere Menschen.

“China hat kein nationales Gesetz für psychisch Kranke, nur kleinen Versicherungsschutz für psychische Erkankungen, so gut wie keine Behandlungsmöglichkeiten in ländlichen Gegenden und zu wenige stationäre Behandlungsmöglichkeiten.”

2007 wurde ein Mann entdeckt, den seine Familie 28 Jahre lang in einen fensterlosen Raum hinter eine Stahltüre geschlossen hat. 339 Fälle dieser Art wurden in den letzten drei Jahren entdeckt. Außerdem gibt es viel zu wenig Fachpersonal: “ Professionelle Psychologen sind in China wie Pandas. Es gibt nur ein paar tausend von uns”, sagt einer von ihnen von der South Central University. Das Büro für psychische Krankheiten im Gesundheitsministerium besteht aus genau drei Mitarbeitern.

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20. März 2010 0

Crossing California von Adam Langer

Von katha in Kulturelles

Crossing California erzählt die Geschichte dreier Familien, die in West Rogers Park, einem jüdisch-afroamerikanischen Viertel in Chicago Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre leben.

crossingcalifornia Die Rovners sind eine gut situierte jüdische Familie, der Mann Arzt, die Frau Psychologin. Doch eigentlich leben sie alle nebeneinander her. Die Eltern haben sich eigentlich nichts mehr zu sagen und ihre Hochzeit nur Folge von Ellens Schwangerschaft (außerdem vermutet Ellen, dass ihr Mann eigentlich schwul sei). Larry, der Sohn, arbeitet wie verrückt an seiner Rockkarriere mit jüdisch-orthodoxen Songs und seinem ersten Geschlechtsverkehr, zumindest auf amerikanischen Boden (während einer Reise nach Israel wurde er überraschend entjungfert). Seine jüngere Schwester Lana, rassistisch und egomanisch, will einfach um jeden Preis Aufmerksamkeit.

Jill, Michelle und ihr Vater Charlie Wasserstrom versuchen sich mit ihrem Leben zu arrangieren, seitdem die Mutter/Ehefrau tot ist. Charlie versucht die Familie mit schlecht bezahlten Jobs in Restaurants über Wasser zu halten. Michelle, 16 Jahre alt, will Schauspielerin werden und vertreibt sich mit Saufen, Kiffen und Ficken die Zeit, während die 12-jährige Jill sich vor allem mit Politik und beschäftigt und ihren Vater ihre Bat-Mizwa auszureden versucht.

Und dann gibt es noch Muley Wills. Er lebt mit seiner Mutter und versucht durch Preisausschreiben, Mal-, Foto- oder sonstigen Wettbewerben für Kinder und dem Bauen von Radios genug Geld zusammenzubekommen, damit seine Mutter ihren Collegeabschluss nachholen kann und nicht weiterhin als Putzfrau bei den Rovners arbeiten zu müssen.

Der Hintergrund von Adam Langers Roman sind die 444 Tage der Geiselnahme von Teheran, von November 1979 bis Januar 1981, was aber keine Rolle spielt, außer, dass es einen zeitlichen Rahmen vorgibt. Im Mikrokosmos der California und Western Avenue ist jeder Protagonist mittelbar oder unmittelbar mit allen anderen verbunden: Die Mutter Muleys ist Putzfrau bei den Rovner, Jill und Lana kennen sich aus der hebräischen Schule, Charlie lernt Gail kennen, die Ex-Frau des Komikers Lennie, mit dem Muley bei einer Radiosendung arbeitet usw usf.

Die Erlebnisse der Rovners, Wasserstroms und Wills’ sind eigentlich ganz banal und gerade deshalb so realistisch. Langer beschreibt das mit mit einer Menge Witz und beiläufigen Bemerkungen, die mich sehr oft zum Schmunzeln oder gar lautem (!) Lachen gebracht haben. Auf dem Buchrücken steht: “Wer Franzens Korrekturen mochte, wird Langer lieben”. Es wird also Zeit, dass ich “Die Korrekturen” lese.

Hier noch ein wahllos ausgewähltes Zitat:

“Straight Arrow, wie er sich von den Schülern gern nennen ließ, ein ehemaliger Wettkampfschwimmer, stammte aus Bourbonnais unten im Süden von Illinois und galt, obwohl er erst vierundzwanzig war, als begabtester Trainer an der Mather. Was jedoch Gesundheitslehre betraf, so schien er sehr viel weniger von Drogen und Sex zu wissen als seine Schüler, obwohl er schon Vater dreier Söhne war. Mit seinem unschuldigen Bauernjungenlächeln und den ständig wechselnden, mit erbaulichen Sprüchen bedruckten T-Shirts (“Gott mit uns”, “Frag nach Gott” oder “Gott kommt zu dir”) war er für die Klasse voller Pot rauchender, Cheap Trick hörender, vögelnder und/oder onanierender Juden und Katholiken eine unerschöpfliche Quelle des Staunens und Vergnügens.”

Adam Langer, Crossing California

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7. Dezember 2008 0

7. Dezember 1941: Der Angriff auf Pearl Harbor

Von katha in Politisches

Heute vor 67 Jahren - Wie aus dem europäischen ein weltweiter Krieg wurde

In den frühen Morgenstunden am 7. Oktober 1941 griff die japanische Armee in zwei Wellen die Pazifikflotte der USA an. 2500 Tote hatten die Amerikaner zu beklagen, dazu über 1000 Verwundete. Der Angriff auf Pearl Harbor ohne Kriegserklärung war ein Angelpunkt im 2. Weltkrieg: Aus einem Krieg, der sich auf Europa beschränkte, wurde ein sich über den ganzen Globus erstreckender Weltkrieg.

Vor dem Day of Infamy (Tag der Ehrlosigkeit), wie die Amerikaner den Tag im Herbst 1941 nennen, verfolgte die Regierung eine isolationistische Politik. Präsident Franklin D. Roosevelt griff militärisch nicht in den Krieg in Europa ein und propagierte eine friedliche Politik. Tatsächlich aber erlaubte die „Cash-und Carryklausel“ England Rüstung zu verkaufen. Ab dem Frühling 1941 beteiligte sich die USA noch stärker für die Alliierten: In unbegrenzter Höhe und ohne Gegenleistung konnten sich Briten, Franzosen und auch Sowjets bei den Amerikanern mit Kriegsmaterialen eindecken. So gingen die amerikanischen Politiker ihren Interessen in Europa nach, ohne sich selbst militärisch zu engagieren.

Verhandlungen oder Angriff?

Auch die Japaner waren indirekt am Krieg in Europa beteiligt. Mit der Sowjetunion verband das Reich ein Nichtangriffspakt, während es mit China im Krieg stand. Das Massaker in der chinesischen Stadt Nanking und die drohende Besetzung von Französisch-Indochina durch japanische Truppen, ließen die USA ihre Neutralität aufgeben. Die Regierung in Washington erließ Sanktionen: Durch ein Öl- und Handelsembargo, dem sich Großbritannien und die Niederlande anschlossen, verlor Japan 90 Prozent seiner Ölimporte und es fiel drei Viertel des Außenhandels weg. Um den drohenden wirtschaftlichen Zusammenbruch zu verhindern, sah sich Japan vor die Wahl gestellt: Verhandlungen mit den USA oder die Besetzung von ressourcenreichen Gebieten in Südostasien?

Der verheerende Angriff aus der Luft am Morgen des 7. Dezember brachte den Krieg in den Pazifik. Neben der Offensive gegen die Amerikaner griffen die Japaner in Südostasien auch Großbritannien und die Niederlande an.

Von Pazifismus zum Kriegseintritt

Doch mit dem Angriff aus dem Hinterhalt auf die Flotte in Pearl Harbor war die friedliche Politik in Amerika nicht mehr durchsetzbar. Die Strategie des Isolationismus und Pazifismus wurde über den Haufen geworfen. Einen Tag nach dem Angriff unterschrieb Präsident Roosevelt die Kriegerklärung an die Japaner. Vier Tage später, am 11. Dezember 1941, erklärten Deutschland und Italien den USA den Krieg. Amerika war nun militärisch auf der ganzen Welt involviert.

Die gesellschaftliche Stimmung in den USA wandte sich schnell: Die öffentliche Meinung sinnte auf Rache auf den hinterhältigen Angriff, änderte seine Meinung von Neutralität in Angriffshaltung. In Scharen meldeten sich junge Männer freiwillig für den Militärdienst. Hart ging man auch mit japanischstämmigen Amerikanern um: Sie wurden verfolgt und in Internierungslager gesteckt. Unklar ist bis heute, ob die US-Regierung rechtzeitig Informationen über den drohenden Angriff auf Pearl Harbor hatte. Kritiker meinen, die Regierung habe den Angriff genutzt, um die neutrale gesinnte Bevölkerung für den Krieg gegen die Achsenmächte zu gewinnen.

Die USA übernahm schnell die entscheidende Rolle im 2. Weltkrieg. Die Industrie war die aller anderen Kriegsparteien überlegen. Dazu kamen frische Truppen. Zusammen mit den Alliierten Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion zwangen die Amerikaner Deutschland und Japan 1945 zur Kapitulation.

erschienen bei: backview.eu

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