Post-Tag-Archiv für ‘ TV ’

16. Mai 2008 0

Bob Ross is Painting Bavaria

Von katha in Medien

Wer kennt das nicht? Es ist drei Uhr nachts oder später. Ich komme von einer Party oder einfach einem sinnlosen Besäufnis nach Hause, ich ist aufgedreht und (möglicherweise) berauscht. Ans sofortige Einschlafen ist nicht zu denken. Gott sei Dank gibt es dafür BR Alpha und Bob Ross. Der Maler macht aus ein paar Klecksen hier und ein paar Strichen da tolle Landschaftbilder. Ich werde ruhiger und zwischen einem “A little bit black” und “A little bit green” schlafe ich ein.

Die Sendung des Malers mit der Afrofrisur genießt Kultstatus, zumindest in meinem Freundeskreis. Klar, dass da Parodien nahe liegen.

Also hier: Bob Ross is painting Bavaria, wo sogar unser Altministerpräsident einen kleinen Auftritt hat.

Wirklich klasse das Malen der politischen Situation:

The political situation in Bavaria is very easy to paint.First of all, you need a lot of black.

direkter Link

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18. April 2008 0

Und wodurch noch?

Von katha in Tagtäglich

Michaela Schaffrath hat eine eigene TV-Sendung. Auf COMEDY CENTRAL präsentiert sie die Show „Der Comedy
Sketch Mix“. Schaffrath ist auch durch ihre Teilnahme beim Dschungelcamp bekannt.

Ja genau. Dadurch ist sie auch bekannt.

(Aus der aktuellen Ausgabe des Medienmagazins visdp. Markierung von mir.)

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13. April 2008 3

Die chinesische Sicht der Dinge

Von katha in China, Medien, Politisches

Olympia und China – ein heißes Thema, das in deutschen Medien und in vielen Blogs in den letzten Wochen vermehrt eine große Rolle spielt. Vor allem nach den Ausschreitungen in Tibet stellen sich die westlichen Medien die Frage, ob die Vergabe an Beijing wirklich die richtige Entscheidung war.

In China ist Olympia das alles beherrschende Thema. Im ganzen Land sind die Spiele präsent, ob auf Chipspackungen und Milchtüten, in Zeitungen und Fernsehen. Der chinesische Seelenfrieden hängt offensichtlich vom Gelingen der olympischen Spiele ab.

Durch meinen Aufenthalt in Jinghong im Süden meiner “Heimatprovinz” Yunnan hatte ich im Hotel die Möglichkeit den englischsprachigen Staatssender “CCTV International” zu sehen. Natürlich ist auch da Olympia das Thema Nummer 1, dicht gefolgt von den Unruhen in Tibet.

Die Reise von Athen nach Beijing der olympischen Fackel ist jeden Tag der Aufmacher der Nachrichtensendungen. Die jeweiligen Städte werden vorgestellt und möglichst lange jubelnde im Ausland lebende Chinesen gezeigt, die fähnchenschwingend am Straßenrand sehen. Nur manchmal, wohl aus Versehen, taucht die tibetische Fahne im Hintergrund auf. Pariser oder andere Bewohner der Route dürfen dazwischen mitteilen wie toll sie doch alles finden und wie wunderbar China im Allgemeinen ist. Unruhen wie in Paris werden nebenbei erwähnt, wie groß die Anzahl der Unruhestifter ist, bleibt unbekannt. Sie werden grundsätzlich als “Tibetians and their supporters” bezeichnet. Wertvollster Unterstützer ist IOC-Präsident Jaques Rogge, der jede Sendung mindestens einmal zitiert wird.

Noch interessanter ist der Umgang mit den Unruhen in Tibet. Für chinesische Zuschauer fanden diese nur in Lhasa statt, dass sie sogar bis in die Provinz Sichuan übergriffen, bleibt ihnen unbekannt. Stimmung in der chinesischen Bevölkerung wird gemacht, indem Mönche gezeigt werden, die unschuldige Han-Chinesen mit Steinen verprügeln oder Geschäfte anzünden. Auch die einzelnen Schicksale von Chinesen werden gezeigt: Ein blutüberströmter Polizist, der sein Augenlicht verloren hat, ein Vater, der seine 18-jährige Tochter verloren hat, zeigt unter Tränen die letzte SMS seiner Tochter, bevor sie verbrannte. Von chinesischer Polizei oder Militär ist nichts zu sehen.

Beliebt sind auch Reportagen über Tibeter, die die chinesische Regierung loben und aufzeigen wie sehr sich ihr Leben verbessert hat.

Die Reaktionen der westlichen Medien werden verteufelt und so oft wie möglich gesagt, dass sich 130 Länder der UNO – anscheinend ohne jegliche Einschränkung – hinter die chinesische Regierung gestellt haben. Natürlich, dass Tibet zu China gehört ist common sense, dessen Vorgehensweise jedoch keineswegs.

Außerdem vernachlässigen die Moderator nicht zu betonen, dass erst mit der Besetzung Chinas demokratische Strukturen und Menschenrechte nach Tibet gekommen sind. Ich kenne mich mit der Vorgeschichte Tibets nicht aus, trotzdem kann darauf nur kollektives Kopfschütteln folgen.

Es ist das erstemal, dass ich eine solche Nachrichtenmanipulation Manipulation der Bevölkerung von chinesischer Seite miterlebe. Nicht, weil es sie sonst nicht gibt – im Gegenteil. Doch ich lebe in einer kleinen Stadt an der Grenze zu Burma, wo “CTV International” nicht empfangen werden kann. Zeitungen kann ich nicht lesen. Ich bin froh darüber.

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9. Februar 2008 0

Amerikanische Verhaeltnisse? Bekommen wir dann besseren HipHop?

Von katha in Kulturelles, Medien, Mukke

Wenn da so viel vom Ficken die Rede ist…Liebe Eltern, die 13-jaehrige Gymnasiastin aus Freiburg bekommt so wenigstens vermittelt, dass Sex eine Strafe und Homosexualitaet verwerflich ist. Und das ist ja immerhin schon mal mehr als saemtliche Wertedebatten der Union je erreichen konnten.

Peter Richter bei Polylux ueber deutschen phatten, crassen Gangsta-HipHop aus Deutschland. Da muss er aber aufpassen, dass Bushido ihn nicht disst und Sido zurieckflamt… oder wie das heisst.

Das ganze Video:


Poly Kolumne gangstarap @ www.polylog.tv/videothek

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5. August 2007 0

Playboy-Häschen in Endloswiederholung

Von katha in Medien, Mukke

Früher konnte der Zuschauer die Musiksender MTV und Viva klar unterscheiden: Viva war quietschbunt, MTV düsterer. Und heute? Dauerwerbesendungen, Comic-Serien und Reality-Soaps über Prominente auf beiden Sendern. Unterschiede? Gibts nicht mehr. Musikfernsehen auch nicht mehr, weil kaum mehr Musik gespielt wird.

Musik wird immer unwichtiger. Die Viva-Mitarbeiter (sofern denn noch welche vorhanden sind) haben das auch bemerkt und sogleich reagiert: Vor ein paar Wochen stand Viva unter dem Thema “Musikwoche”. Ist das der erste Schritt zu Besserung durch Selbsterkenntnis, Ironie oder einfach nur Dummheit?

Denn die Ursache für das Dilemma ist eindeutig: MTV und Viva fehlt journalistische Arbeit. Praktikanten reichen für die redaktionelle Arbeit leicht, weil sie ja nur daraus besteht Kassetten mit halbnackten Frauen in die Rekorder schieben. Die Musiksender bombardieren die Zuschauer mit E- und F-Prominenten, die uninteressante/skandalöse/dumme Statements über A-,B-C- und D-Prominente vom Stapel lassen (vorzugsweise zum Thema Sex/sexuelle Orientierung/Schönheitsoperationen).

Wie schön war es doch noch vor ein paar Jahren! Natürlich gab es auch damals Sendungen, bei denen ich mich am liebsten zu Boden geworfen und drei “Gegrüßet seist du Maria” gebetet hätte um den Herrgott in seinem Zorn zu besänftigen. Doch schimmerten auch Perlen im Musikwirrwarr: Viva 2 (leider nur in der Endphase bewusst wahrgenommen), Unter Ulmen, Kuttner. Es gab tatsächlich Sendungen, die sich mit Popkultur auseinandersetzten.

Wieso gibt es heute diese Ausnahmen nicht mehr? Warum ist die Musiksenderlandschaft ein einziges Tal der Tränen? Ganz einfach: Kompetente Berichterstattung braucht kompetente Journalisten. Und diese kosten Geld, das die Chefs nicht ausgeben wollen. Denn warum Kohle ausgeben, wenn auch Reality-Soaps über die Hugh Heffners Playboy-Häschen in knappen Bikinis auch in der Endloswiederholung genug notgeile Typen finden, die die Quote einigermaßen stabil halten. Und damit die Werbeeinnahmen.

Womit wir beim Pudels Kern angelangt sind. Privatsender finanzieren sich durch Werbung, die Handyklingeltöne und komische Frösche dominieren. Dadurch werden ganz klar Kinder angesprochen, denn welcher halbwegs vernünftig denkende Mensch schließt ein Jamba-Abo ab? Und damit die (Prä)pubertäre Zuschauerschaft auch weiterhin ihr Taschengeld für sinnlosen Quatsch aus dem Fenster wirft, muss sie zwischen den Werbepausen einigermaßen bei Laune gehalten werden. Das geht am besten mit denselben Liedern, die im Moment als Handyklingeltöne total angesagt sind. Oder aber mit Serien, die sicher nichts mit Musik zu tun haben (und weibliche sekundäre Geschlechtsteile zeigen) – denn die hört man ja schließlich in den Reklamepausen schon genug.

Popkultur und Musik wurden so zunehmend verdrängt. Und unsereins bleibt nur eins: Glotze aus und ab ins Internet!

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23. Juli 2007 16

Pippi & Co.: Meine Kindheit war schwedisch

Von katha in Medien

Die Milchjunkies veranstalten eine Blogparade zum Thema TV-Erinnerungen. Na, hab ich mir gedacht, da mach ich ja glatt mal mit…

milch tvMeine Kindheit war schwedisch. Nein, ich bin nicht in diesem wunderschönen skandinavischen Land aufgewachsen noch verbrachte ich meine ersten Jahre hinter schwedischen Gardinen. Stattdessen waren Pippi, Michel und Wicki meine Lieblinge aus der Glotze. (Zugegeben, ob Wicki wirklich Schwede war, weiß ich nicht.)

Meine Mutter war sehr darauf bedacht, dass ihre Kinder nur altersgerechte Sendungen sehen können. Bis mein Bruder und ich etwa zehn Jahre waren, sahen wir kaum fern und dann nur ZDF tivi (kika-Vorläufer). Statt Turtles und Beverly Hills 90210 gab es bei uns Büllerbü und Karlson vom Dach.

Ich wage zu behaupten jede Geschichte von Astrid Lindgren, die jemals verfilmt wurde, zu kennen. Von ihr stammen auch meine absoluten Favoriten: Pippi und Michel.

Ich kenne Pippi Langstrumpf und ihre Freunde Annika und Tommi. Ich war dabei, als sie Pippis Vater Efraim Langstrumpf seinem Gefängnis im Tacka-Tucka-Land befreiten und hatte Fernweh, wenn die drei Freunde auf dem Rücken des Kleinen Onkel und mit Herrn Nilsson auf der Schulter durch die schwedische Landschaft reiten. Ich lachte, als sie sowohl die beiden Polizisten Kling und Klang als auch die Gauner Donner-Karlsson und Blom immer wieder austrickste.

Doch noch lieber als die Pippi mochte ich Michel aus Lönneberga. Vielleicht, weil es ein Kinderfoto von meinem Papa gibt auf dem er dem Michel aufs Haar ähnlich sieht. Der Michel ist einfach ein Lausejunge aus einem Dorf in Schweden. Und ein armer Junge, wenn er nach seinen Streichen immer wieder in den Schuppen gesperrt wurde. Aber eigentlich wollte er ja niemanden schaden, sondern einfach Spaß haben oder jemanden helfen. Doch mit seiner Bauernschläue konnte er sich meist doch aus seiner misslichen Lage befreien und seinem Vater ein Schnippchen schlagen. Es ist einfach süß, wenn er seine kleine Schwester Klein-Ida zu Unfug überredet und mit Knecht Alfred über Magd Lina (und die Frauen im Allgemeinen) schimpft als hätte er schon drei Ehen und vier Scheidungen hinter sich.

Doch eigentlich ist der Michel keine TV-Erinnerung. Denn vor zwei Jahren hab ich mir den Michel auf DVD gekauft und schau ihn mir und seine Streiche immer noch gerne an.

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2. Juli 2007 0

“Summer of love” bei arte

Von katha in Medien

Dieser Sommer steht bei arte ganz im Zeichen der Hippie-Bewegung. Über Wochen hinweg werden Zuschauern Filme, Dokumentationen und Konzerte geboten.

Hier kann das ganze Programm angesehen werden. Auf den ersten Blick habe ich schon einige Sachen gefunden, die ich unbedingt sehen möchte:

  • Die Reifeprüfung
  • High sein, frei sein, überall dabei sein
  • Gimme Shelter
  • Das Kind, die Kommune und der Guru
  • Flower Power Ost – Die Blumenkinder des Sozialismus
  • Summer of Love

Wie es aussieht, wird mein Fernsehkonsum wohl wieder drastisch zunehmen…

Interessant ist auch, dass arte eine interaktive Chronik anbieten will. Doch wir müssen uns wohl noch etwas gedulden, obwohl sie bereits seit gestern offiziell online sein sollte.

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19. Juni 2007 2

Schleichwerbung bei “Gülcans Traumhochzeit”?

Von katha in Medien

Neue Nahrung für weibliche Singles, die sich nach einem Prinzen sehnen: Gülcans Traumhochzeit mit Bäcker Kamps Sprößling Sebastian.

Nach einer Abszess-Behandlung im Krankenhaus besuchte der zukünftige Ehemann einen Kumpel, Chef eine PR-Agentur. Dieser betreut die Einführung eines, wie sich Kamps neutral ausdrückte, “Energydrinks”.

Damit auch der grenzdebilste Zuschauer bemerkt um welches aufputschende Getränk es sich handelt, drinken die beiden jungen Herren “Rushh“. Darüberhinaus ist der Raum über und über mit Rushh-Werbeplakaten gepflastert.

Betreibt ProSieben Schleichwerbung?

Nachtrag: Ich habe kurz Rushh gegoogelt: Mit großen Werbeaktionen wird versucht Rushh bekannt zu machen. Ein Energydrink für Prominente soll Rushh werden, indem man Autorennen für C- und D-Promis veranstaltet und “Deutschlands schärfste Partyluder” sucht, die sogenannten “Rushh Devils”.

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