Some Bullshit Happening Somewhere
Veröffentlicht am | 14. 03. 2010 | Noch kein Kommentar
Winter 2010: In Nachrichtenstudios wird vor Schneefall gewarnt. Reporter stehen im Schnee und berichten davon, wie sie im Schnee stehen. Augenzeugen berichten vom Schneefall. Dabei ist einfach nur Winter. Nur ein Beispiel für Medienhysterie in letzter Zeit. Genau dieses Ausschlachten von im Grunde ganz alltäglichen und irrelevanten Themen verarscht das folgende Video, das über irgendeinen Bullshit, der irgendwo passiert, in bester Breaking-News-Attitüde berichtet.
Lesenswert: Zahlenfetisch
Veröffentlicht am | 09. 01. 2010 | Noch kein Kommentar
Die BILD-Zeitung veröffentlicht falsche Zahlen zur rechtsextremen Gewalt, woraufhin sie die dpa ungeprüft übernimmt (von der BILD-Zeitung!). Die dpa gilt als seriöse Quelle, weshalb die Meldung bald auch bei der Süddeutschen und dem Stern landet. “In dieser Geschichte steckt fast das ganze Elend des Journalismus von heute“, schreibt Stefan Niggemeier und zeigt die Misere der Medien im Umgang mit Statistiken auf. Gerade im Fall von Rechtsextremismus spielt das natürlich genau den den falschen Leute in die Hände.
“Der Zahlenfetisch der Massenmedien hat bizarre Ausmaße angenommen. Irgendwelche Prozentwerte, Statistiken und Hitparaden sagen zwar oft nichts aus, tun aber immer so, als ob. Sie wirken wie Fakten, lassen sich knackig auch in kürzesten Meldungen formulieren und ersetzen die ungleich mühsamere Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit in Form von Anschauung und Reflexion.”
Und manchmal schaffen es auch einfach falsche Proportionen bei Diagrammen in seriösen Nachrichtensendungen aus richtigen Zahlen Falsches zu suggerieren.
USA: Zwei Jahre Wahlkampf
Veröffentlicht am | 04. 11. 2008 | Noch kein Kommentar
Die New York Times bietet eine wunderbare Einstimmung auf die heutige Wahlnacht: Ein Überblick über den Wahlkampf. Ein wirklich sehenswertes Stück Onlinejournalimus.
Was ist das? Eine Audioslideshow mit wirklich exzellenten Fotos aus dem Wahlkampf. Dazu gibt es Videoeinspielungen mit Statements sowohl von den Kandidaten als auch von Wählern.
So sieht die Zukunft des Journalismus aus! Qualitativ hochwertige Beiträge, anstatt endlosen Bilderstrecken und lieblos gemachten Videos, wie wir es Deutschland noch immer gewohnt sind. So machen auch Printmedien im Internet Spaß.
Lesenswertes: Klatsch und Medien
Veröffentlicht am | 29. 10. 2008 | 5 Kommentare
- Klatsch me if you can: Lindsey Lohan ist lesbisch, Jennifer Anistion schon wieder Single und Angelina Jolie die Übermutter des neuen Jahrtausends. Diese Informationen und v.a. die dazugehörigen Bilder sind das tägliche Brot im Boulevardjournalismus. Der Journalist Thorsten Dewi berichtet von seinen Erfahrungen mit der Yellow-Press.
In den Redaktionen sitzen keine Texter mehr, denn es gibt keine Geschichten zu erzählen. Es gibt nur noch Kontexter (…) Ein Bild muss im Heft verankert werden, es muss der Anschein erweckt werden, als habe es dort etwas zu sagen. Hat die junge Mutter eine Zigarette in der Hand? „Was tut sie sich an – und ihrem Kind?“. Ist der Ehemann nicht im Bild? „Böse Gerüchte – ist die große Liebe schon gestorben?“. Quillt der Hintern nicht mehr aus der Jeans? „Schock-Bilder! Hungert sie sich zu Tode?“.
- Hans-Werner Sinn, Stefan Niggemeier oder Sybille Weischenberg? Was sind das für Leute, die uns in den Medien als Experten vorgestellt werden? Sind sie wirklich kompetent und ihre Medienpräsenz legitim? Lukas schreibt auf coffeeandtv über Experten.
Schwierigekeiten fuer Journalisten in CHina
Veröffentlicht am | 15. 09. 2008 | Noch kein Kommentar
China hat tolle Seiten: Es ist außerordentlich gastfreundlich, in einem Maße, das in Deutschland undenkbar ist; die Menschen sind freundlich und lustig.
China ist toll, solange man keine Fragen stellt. Das hat auch der Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in China erfahren, als er im rahmen der Paralympics für einen Artikel über Behinderte in China recherchierte. Bei zu großer Neugierde und falschen Fragen (außer chinesischer Sicht natürlich) versteht der Staat keinen Spaß.
So wurde aus der Reportage über Behinderte Geschichte über die Schwierigkeiten in China als Journalist zu arbeiten.
Buddha und so
Veröffentlicht am | 08. 03. 2008 | Noch kein Kommentar
Wie ist es in einem land zu reisen, das sich gerade Unabhängig erklärt hat? Wie ist das Leben auf dem Balkan, mitten in Europa und doch genz fern? Ich hätte – theoretisch – die Chance, diese Frage zu beantworten. Denn vor einem Monat habe ich beim Medienwettbewerb “Buddha, Barbie, Bollywood – Chancen und Risiken der kulturellen Globalisierung” mit der Reportage “Cola und Counterstrike” teilgenommen und den 2. Platz erreicht. Damit habe ich eine 10-tägige Reise nach Sarajevo und das Kosovo gewonnen.
Aber ich kann nicht teilnehmen an der Recherchereise, ich bin ja in China. Gestern habe ich mich vor allem gefreut, heute überwiegt die Enttäuschung darüber, Europa nicht besser kennenlernen zu können. Naja, ich werde darüber hinwegkommen…
Luxus für Journalisten beim G8-Gipfel
Veröffentlicht am | 08. 06. 2007 | Noch kein Kommentar
Was machen Journalisten beim G8-Gipfel in ihrer Freizeit? Diskutieren mit Kollegen? Mit den Demonstranten sprechen? Nein, sie lassen sich verwöhnen mit Champagner, feinem Essen und Massagen – alles kostenlos natürlich. “Ich habe bisher nur wenig gearbeitet, aber zum Entspannen ist es auf jeden Fall ein netter Ort”, sagt ein junger Journalist, der entspannt mit einem Buch in einem Strandkorb sitzt.
Das Video findet ihr hier bei Spiegel Online.
Gefunden bei Buchstaben in Bewegung.
