Post-Tag-Archiv für ‘ Film ’

30. Januar 2011 7

“Confessions of a Child of the Age”: Pete Doherty kommt nach Regensburg

Von Katharina in Kulturelles

Während ich New York an allen Ecken aus dem Fernsehen und Kino wiedererkannte und ich nur wenig wirklich neu entdeckte, sondern nur bestätigte, was ich schon kannte ist Regensburg als Fernsehkulisse nicht wirklich präsent. (Nachtrag: Ich habe tatsächlich Regensburg mit New York verglichen?) Natürlich, die Familie Dr. Sommerfeldt gibt es und Kommisarin Lukas ermittelt hier. Wenn es andere Filme gibt, die in Regensburg spielen, so kenne ich sie nicht. Doch das ändert sich jetzt, denn in den nächsten Wochen wird Regensburg zum Drehort für einen Film mit drei bekannten Namen.

Pete Doherty, August Diehl und Charlotte Gainsbourg drehen in Regensburg einen Kinofilm. Sie arbeiten zusammen an der Verfilmung von “Bekenntnisse eines jungen Zeitgenossen”, in den Alfred de Musset autobiografisch von seiner Jugend in den 1830er Jahren in Paris erzählt. Doherty verkörpert den Dichter, der von seiner unglücklichen Liebe zu George Best Sand, die ebenfalls als Schriftstellerin arbeite, schreibt.

In Sünching, zwei Bahnstationen vor Regensburg, wenn man aus Süden von Passau kommt, werden die Außenszenen gedreht werden. Auch in der Altstadt von Regensburg soll gedreht werden.

Wenn du schauspielerst oder singst kannst du sich für eine Rolle als Komparse bewerben.

“Wir suchen interessante Gesichter im Raum Regensburg/München, Schauspielstudenten, Schauspieler, Tänzer (die den Waltzer tanzen), Musiker, Poeten, Models, Künstler und Laien die (…) als Kleindarsteller mitspielen möchten.”

Der Film spielt vor fast 200 Jahren also werden da eine Menge an Kostümen mit im Spiel sein. Willst du da mitmachen? Dann bewirb dich per E-Mail bei confessionsinregensburg@gmail.com oder confessionsinmunch@gmail.com mit Foto und Angaben zum Wohnort und Telefonnummer. Schreib außerdem deine Kleider- und Schuhgröße, den Zeitraum in dem du Zeit hast und wie gut du Englisch kannst dazu. Es ist geplant den Film von Mitte Februar bis Mitte März zu drehen.

Pete Doherty ist kein Unbekannter in Bayern. Bei einem Konzert bei On3Radio im vergangenen Jahr fing er plötzlich an die erste Strophe des Deutschlandliedes zu singen. Das ist die, die mit “Deutschland, Deutschland…” beginnt. Sonst ist Pete Doherty ein alter Bekannter aus dem Boulevard, der regelmäßig Schlagzeilen macht mit Drogen, Kate Moss und Drogen. Er lebt das Leben eines Junkie in der Öffentlichkeit, seine Sucht kein Geheimnis. Täusche ich mich oder ist es in den vergangenen Monaten ruhiger um ihn geworden?

August Diehl erspielt sich nun schon seit einiger Zeit einen Platz in meinem Herzen. Er war in einer Reihe Filme, seitdem ich ihn bei “Was spielt die Liebe in Gedanken” das erste Mal wahrnahm, als er als Hans ein Mitglied eines Selbstmörderclubs in den Goldenen Zwanziger Jahren darstellte. Vor zwei Jahren spielte er einen SS-Mann in Tarantino’s “Inglorious Basterds”.

Charlotte Gainsbourg arbeitet schon seit ihrer Kindheit in als Schauspielerin und ist auch als Musikerin bekannt. Sie arbeitete zusammen mit Lars von Trier bei “Antichrist” und war in “21 Gramm” zu sehen. Sie ist die Tochter des französischen Sängers Serge Gainsbourgh und der britischen Schauspielerin Jane Birkin.

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8. November 2010 0

Influencers

Von Katharina in Kulturelles

Wie sich Trends entwickeln, aus Ideen Mainstream wird und welche Persönlichkeiten sogenannte Beeinflusser sind, zeigt die Dokumentation “Influencers” mit toller Grafik: Der Film ist ein “Polaroid snapshot of New York’s influential creatives (advertising, design, fashion and entertainment) who are shaping today’s pop culture.”

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19. Oktober 2010 0

Shahada

Von Katharina in Kulturelles

Die New York Times widmete gestern eine halbe Seite in der Printausgabe einem deutschen Regisseur, von dem ich noch nie etwas gehört habe. Burhan Qurbanis Film “Shahada” hat letztes Wochenende beim Chicago International Film Festival letzte Woche den ersten Platz für Nachwuchsregisseure gewonnen und ist auch auf der Berlinale gelaufen.

“Shahada” (eine der fünf Säulen des Islams) erzählt die Schicksale dreier Muslime in Berlin, die während des islamischen Fastenmonats Ramadan miteinander verknüpft werden:  Ein türkischer Polizist verlässt seine Familie, der Jugendlicher kann seine Homosexualität und seinen Glauben nicht mehr vereinbaren, eine Frau beschließt abzutreiben.

Der Film sei aber nicht in erster Linie über Religion: “Die Konflikte, die Krisen und die Widersprüche, mit denen sie in der deutschen Gesellschaft zu kämpfen haben. Es sind vor allem diese Widersprüche, die mich interessieren,” schreibt Burhan Qurbani in der Pressemappe “Shahada.” 

Unter der Überschrift “With Film, Afghan-German Is a Foreigner at Home” griff die New York Times auch die Integrationsdebatte in Deutschland auf und Qurbanis Dilemma in Deutschland aufgewachsen zu sein, jedoch von Deutschen als Ausländer gesehen zu werden:

By his own account he has assimilated, accepting German culture and norms, which is what many Germans say they want of immigrants, and what many immigrants (…) resist to varying degrees as they struggle to hold on to their culture. (…) Even though he is Muslim, Mr. Qurbani and his family adopted the culture of Christmas. As a small child, he said, he was pleased to learn about Catholicism during religious classes in school because he wanted to understand his friends. And he professes to carry the guilt of Germany’s Nazi past.

Der Trailer zum Film:

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7. Mai 2010 0

Warum sehen Plakate nicht immer so aus?

Von Katharina in Kulturelles

Die Grafiker von Fubiz designen Plakate von Filmen und TV-Serien im Minimalstil. Sehr toll.

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10. Januar 2010 0

L.A. Confidental!

Von katha in Kulturelles

Was passiert, wenn die Grenzen zwischen Gesetzeshüter und Gesetzesbrecher verschwimmen? Wer ist der Gute und wer der Schlechte?

Ein Blutbad in einem Restaurant, die Schuldigen sind schnell gefunden: Drei schwarze Jugendliche. Doch drei Polizisten bemerken Ungereimtheiten. Edmund Exley ist ein junger ehrgeiziger Polizist mit klaren Werten (und dem gleichen Styling wie Karl-Theodor zu Guttenberg). Für ihn ist es Ehrensache gegen seine Kollegen auszusagen, die grundlos Verdächtige zusammengeschlagen haben. “Viele verwechseln Stillschweigen mit Integrität”, sagt er. Sein Kollege Bud White gehört zu den Schlägern und ist da anderer Ansicht: Der Zweck heiligt die Mittel, vor allem bei Gewalt gegen Frauen geht er rigoros vor. Sgt. Jack Vincennes dagegen scheint sich mental schon aus dem Polizistenberuf verabschiedet zu haben. Er arbeitet nebenbei als Berater für eine TV-Serie und scheint sich in Hollywood wohler zu fühlen als in seinem Büro. Nebenbei schiebt er dem Chef eines Magazin immer wieder Infos zu, und er landet auf der Titelseite. Alle drei Agenten konfrontiert der Sumpf aus Korruption, Mord und Drogen mit ihrer Auffassung ihres Berufs.

L.A. Confidental ist ein spannender und komplexer Film, der zu Recht eine ganze Reihe an Preisen gewonnen hat (ellenlange Liste an Auszeichnungen bei Wikipedia) und als Klassiker gilt.

Anschauen!

Ist schon länger her, seitdem du den Film gesehen hast? Dann sei der Trailer empfohlen, der aber eigentlich die ganze Story erzählt.

Wenn du den Film noch nicht gesehen, DEN TRAILER NICHT ansehen! Sonst verliehrt er nämlich die Spannung.

UND JETZT AUFHÖREN ZU LESEN!

Ich hab selten einen dämlicheren Trailer gesehen, der bei einem tollen Film viele der entscheidenden Wendungen in zweieinhalb Minuten zu verrät. Aber alle, die sich noch einmal in die Welt der Verbrechens der Polizei von Los Angeles im Jahr 1953 ziehen lassen wollen, die kaum mehr von der kriminellen Seite zu unterscheiden ist:

Der Trailer.

Als Mädchenmannschaft, mädchenblog und Missy Magazin geschult, erkenne ich natürlich: Es ist eine reine Männergeschichte, in der alle Frauen als Opfer dargestellt werden. Sie sind harmlos wirkende Hollywoodmädchen, Huren oder werden ermordet, eine verstörte Mutter oder eine brutal vergewaltige Frau. Auch Lynn Bracken, die Kim Basinger spielt, ist im Grunde ein Opfer der Machenschaften, nur dass sie sich nicht unters Messer legen musste. Und dass sie liebt. Und war Bud White (und er sie), der gegen alle Männer, die Frauen beschimpfen, verachten und schlagen, hart vorgeht: Er schlägt und mordet.

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2. März 2009 3

Spielzeugland: In der Kürze liegt die Würze

Von Katharina in Kulturelles

Gerade hab ich im Ersten den Film “Spielzeugland” gesehen, der bei den diesjährigen Oscarverleihungen in der Kategorie bester Kurzfilm gewann. Der Regisseur Jochen Freydank versetzt uns Zuschauer in das Deutschland des Dritten Reiches. Heinrich und David sind Blutsbrüder und die besten Freunde. Doch die Idylle wird getrübt, denn Davids jüdischer Familie droht die Deportation in ein Konzentrationslager. Um ihren Sohn nicht mit der Wahrheit zu konfrontieren zu müssen, lügt Heinrichs Mutter ihren Sohn an. Sie erzählt ihm, dass die Nachbarsfamilie ins Spiezeugland fahre. Da will Heinrich unbedingt mit und schleicht sich frühmorgens aus dem Haus. Als seine Mutter schließlich bemerkt, dass Heinrich verschwunden ist, sucht sie ihn verzweifelt. Schließlich steht sie dank der Hilfe zweier SS-Männer vor der Zug, der ins KZ fährt. Doch ihren Sohn kann sie nicht finden. Stattdessen trifft sie auf den besten Freund ihres Sohnes und steht vor der Entscheidung: Rettet sie ein fremdes Kind aus dem sicheren Tod oder sucht sie weiter nach ihrem Sohn?

Es ist wirklich erstaunlich, wie gut es Freydank gelang, die komplexe Geschichte in 14 Minuten unterzubringen. Andere brauchen für ähnliche Szenerien mindestens 6-mal soviel Zeit. Ich weiß nicht ob die Ausstrahlung schon länger geplant war oder der Kurzfilm spontan in ins Programm geholt wurde. Doch so kurz nach den Oscarverleihungen sicherlich der beste Zeitpunkt. Dass “Spielzeugland” kurz vor Mitternacht läuft, sehe ich nicht so kritisch wie bei Medienlese. Wer glaubt denn wirklich, der Tatort würde verschoben werden, damit der Kurzfilm zur Primetime läufen kann?

Habe meine Meinung geändert, weil ich diesen Satz überlesen habe: “So ein Film kann natürlich nicht an einem Wochentag nach der Tagesschau laufen.” Ich war auf das Wochenende fixiert. Doch Ole von Medienlese hat Recht. Eine realistischere Möglichkeit wäre er als eine Art Brennpunkt. Thema: Deutsche Geschichte. Da gäbe es sicherlich mehr zu lernen, als bei Familie Dr. Sommerfeldt (Die Serie spielt übrigens in Regensburg habe ich unlängst feststellen dürfen).

Ich bin sicher, dass die Story in Spielfilmlänge sicherlich einen attraktiveren Sendeplatz bekommen hätte. Doch wäre er “Spielzeugland” damit ein besserer Film geworden? Ich glaube nicht.

Für alle die den Film verpasst haben, gibt es noch eine Chance: Am Dienstagabend um 22.10 Uhr im MDR. Ich nehme an, dass auch alle weitere regionalen Rundfunkanstalten den Film in Kürze senden werden.

Trailer zum Film:

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1. November 2008 1

Brander Kasper und das ewige Leben

Von katha in Medien

Heute ist Allerheiligen. Dazu gehören in meiner Familie seit Jahrzehnten zwei Dinge: Der Gräbergang am Nachmittag und abends "Der Brandner Kasper". Seit 30 Jahren strahlt das Bayerische Fernsehen jedes Jahr das Volkstheatherstück aus dem Jahr 1975 aus. Jedes Jahr wieder erfreue ich mich an der Geschichte vom Kasper, der den Boandlkramer aka Tod beim Kartenspiel und unter dem Einfluss von einer erheblichen Menge an Kerschgeist um das ewige Leben bescheisst.

Der Brander Kasper ist ein bayerische Haudegen, anarchistisch, stur und ständig mit der Obrigkeit im Clinch. Er ist Wilderer, der so sich und seine Enkelin Nannerl über die Runden bringt. Doch er ist nicht mehr der Jüngste, der Tod naht. Eines Tages ist es dann soweit. Der Brandner hört die Totenglocken und plötzlich steht der Boandlkramer in seiner Hütte. Mit List und Schnaps kann er sich weitere Jahre Leben erschwindeln. Das Wissen um seine Unsterblichkeit lässt ihn aufleben: Nichts ist ihm zu gefährlich, für nichts ist er zu alt, auch die Liebe kommt wieder.

Doch natürlich kann es nicht so weitergehen, das Schicksal schlägt zu. Bei der Verfolgung von Wilderern wird seine Enkelin Nannerl erschossen. Das Leben ist nun für KaspDer Brandner Kasper mit Freitz Strasserer nur mehr eine große Qual. Wie recht es ihm nun kommt, dass im Himmel der Betrug offenbar wird. Denn die Buchhaltung ist falsch, dem Boandlkramer aufgetragen, den Brandner sofort zu holen, um seine Verfehlung gut zu machen. Das Ende vom Lied: Der Brandner Kasper und seine Familie lebt glücklich und zufrieden im Himmel der Bayern das ewige Leben.

Meine Lieblingsszenen sind im Himmel, dem bayerischen Himmel wohlgemerkt. Dort wird mit Klischees nur so um sich geworfen: Weißbier und -würste, Blasmusik und Schafkopfen und die Ablehnung gegen die Preussen (Denn es ist doch klar, dass das Paradies kein solches ist, wenn dort auch Preussen ihr ewiges Leben verbringen würden). Alles was richtige Bayern ausmacht wird dort praktiziert. Dazu kommt das barocke Interieur, Engel mit Pausbäckchen und blonden Locken: genauso wie ich mir als Kind den Himmel vorgestellt habe.

Die Geschichte finde ich brilliant. Natürlich habe ich, als eingefleischter Brandner-Fan, die Neuverfilmung von Joseph Vilsmaier gesehen. Doch kann Vilsmaier sie im Film richtig umsetzen? Die eineinhalb Stunden im Kino waren kurzweilig, unterhaltsam und lustig. Doch es fehlt ihm an Charme, den der Film aus dem Jahr 1975 hat: gemalte Landschaften und in Zeiten von special effects die wunderbar obsolete Szene, bei der Brandner und der Boandlkramer auf eine Kutsche in den Himmel fahren (und man die Seile, an denen sie hängen, sehen kann). Das alles im wunderbaren Stil des bayerischen Volkstheaters.

90CE8F5E59444B1ABF60D9AFFE6EAD8C_fn062391_pla_02Im Film von Vilsmaier nimmt der Kitsch zuweilen Überhand und es gibt unnötige Längen, denn die ursprünglich recht kurze Erzählung von Franz von Kobell musste auf 100 Minuten Kinolänge getrimmt werden (die Originalfassung bei Projekt Gutenberg). Dazu kommt Bully Herbig als Boandlkramer. Die Figur des Todes ist durchaus komisch und nicht wirklich ernst zu nehmen, doch mit Bully als Schauspieler wird er lächerlich. Ich jedenfalls konnte ihn nicht von seinen albernen Figuren aus diversen Filmen trennen und sah ständig Abahachi aus "Der Schuh des Manitu" vor mir.

Der Brandner Kasper ist all seinen Versionen ein Stück bayerische Gemütlichkeit. Lustige Unterhaltung mit ernsten Zwischentönen. In naher Zukunft will ich mir deshalb im Münchner Volkstheater die Version von Christian Stückl ansehen.

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11. Oktober 2008 2

Baader-Meinhof-Komplex

Von katha in Medien, Tagtäglich

Baader, Meinhof, RAF – in den letzten Wochen wiederholen sich zum Teil wieder die Diskussionen rund um Terrorismus in Deutschland. Der "Baader-Meinhof-Komplex" ist ein kurzweiliger, unterhaltsamer Spielfilm. Die Betonung liegt auf "Spiel". Überall betonte Produzent Eichinger zwar, dass der Film auf Fakten beruht, auf dem Buch von Stefan Aust. Ich bezweifle nicht, dass jede Patrone an der richtigen Stelle einschlägt und jede Haarsträne perfekt frisiert ist. Der Film lässt mich als Jahrgang 1988 wunderbar in die Mode und Lebenswelten der 60er und 70er Jahre eintauchen. Vor allem der Beginn mit der Demonstration gegen den Besuch des persischen Schahs und die Rede von Rudi Dutschke an der Berliner Universität sind eindrucksvoll. Die Stimmung der Studenten und ihre Motivation zur Revolte sind klar nachzuvollziehen.

Alle Fakten werden beachtet, die Anschläge nachgezeichnet, die Initiatoren  Baader, Meinhof und Ensslin vorgestellt. Die Anschläge detailgenau nachgezeichnet, Baader als Macho, Meinhof als die stille Denkerin und Ensslin als kaltblütige Möderin stilisert (obwohl kaltblütige Mörder natürlich alle waren).

Ich war mit meiner kleinen Schwester im Kino. Ich hätte nicht gewollt, dass sie sich den Film ohne Vorkenntnisse ansieht. Denn die Motive, warum sich diese kleine Gruppe von Menschen so radikalisierte und vor Gewalt nicht zurückschreckte, wird zu sehr übergangen. Bei Ulrike Meinhof gar konnte man gar das Gefühl haben, sie habe die ganze Sache (ein bisschen Schießen und Abenteuer) nur aus Langeweile und Unzufriedenheit in ihrer Ehe begonnen. 

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