Stolze Länder, schwaches Europa?
Veröffentlicht am | 27. 08. 2007 | Noch kein Kommentar
Die Geschichte soll uns lehren, dass wir Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholen. Die Geschichte soll uns aber auch die Möglichkeiten von Staatsformen vor Augen halten, damit wir sie weiterentwickeln können. Oder ist es nicht am Besten, die Vorteile verschiedener politischer Systeme zu kombinieren?
Im 19. Jahrhundert gab es im deutschsprachigen Raum zwei Kaiserreiche. Auf der einen Seite das Deutsche Reich, das sich vor allem unter Wilhelm II. mit chauvinistischen Gebärden hervortat und das nationale Glück in der Expansion in Übersee sah. Schließlich sollte am deutschen Wesen die Welt genesen.
Im Osten führten die Habsburger ihr Reich, ein Vorläufer der europäischen Einigung. Deutsche, Italiener, Tschechen, Polen, Bosnier, Ungarn, Rumänen – halb Europa war unter österreichischer Herrschaft. Doch das Selbstbestimmungsrecht der Völker wurde unterdrückt, innere Unruhen und gewaltsame Auseinandersetzungen waren die Folgen.