Yunnan und das Heroin
Veröffentlicht am | 05. 08. 2010 | Noch kein Kommentar
Drogen sind in China streng verboten, Süchtige werden in Arbeitslager gesteckt und auf Drogenbesitz folgen hohe Haftstrafen. Doch natürlich gibt es auch in China Drogen. Die Provinz Yunnan liegt an der Grenze zu Burma und Laos, die zusammen mit Thailand das Goldene Dreieck bilden, dem Zentrum für Heroinproduktion und -handel in Südostasien. Yunnan, das an zwei dieser drei Länder angrenzt, wurde so zum Transitland von Heroin ins chinesische Landesinnere. “Das Problem mit dieser Droge hat in Yunnan die Ausmaße einer Epidemie. Und Heroin spielt eine fürchterliche Rolle in der Ausbreitung von Aids”, sagt der amerikanische Fotograf Rian Dundon, der in China lebt in einem Interview mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung. Und weiter:
Ich wusste, dass Heroinsucht und HIV in Yunnan verbreitete Probleme sind, aber es gab keine journalistischen Arbeiten über die betroffenen Menschen. Als ich aber in Kunming ankam, habe ich relativ schnell festgestellt: Die meisten Heroinsüchtigen gehören nicht zu Chinas Jugend. Sie sind um die 30 bis 40 Jahre alt, während die jungen Menschen eher in Richtung Partydrogen wie Ecstasy und Speed gehen. Die Beliebtheit von Heroin scheint in den Neunziger Jahren ihren Höhepunkt erreicht zu haben.
Das folgende Foto hat es mit besonders angetan: Am Welt-Aids-Tag in der Innenstadt Kunmings.
Die gesamte Fotostrecke gibt es auf der Website von Rian Dundon. Auch die Serie “Chinese Youth” ist sehr interessant und gibt einen Einblick in das Leben von Jugendlichen abseits der Metropolen Beijing und Shanghai.
Christiane F. verwirrt bei Maischberger
Veröffentlicht am | 16. 05. 2007 | 4 Kommentare
Gestern war Christiane F. zum Thema “Jedem seine Droge: Sind wir eine gedopte Gesellschaft?” zu Gast bei Sandra Maischberger. Ich zappte kurz vorbei und ich muss sagen: Christiane F. wirkte verwirrt.
Tangierte mit ihren Antworten die Fragen grundsätzlich nur peripher. Beweis: hier
Die Junge Union und der Söllner Hans
Veröffentlicht am | 15. 05. 2007 | 2 Kommentare
Die Coverband JIVE, die im östlichen Niederbayern wohl schon so auf jedem nur möglichen Fest gespielt hat, hat ein neues Hobby: Sofa TV, dem “autonomen Internetfernsehsender einiger Mitglieder.”
Letzens spielten bei den Festlichkeiten zum 60-jährigen Gründungsjubiläum in Schrobenhausen, befragten Teilnehmer und filmten drauflos. Und was kann ich da sehen? Mitglieder der Jungen Union, fesch frisiert und im feinen Sonntagsanzug, tanzen, grölen und feiern zu Hans Söllners “Mei Vodda hod an Marihuanabaam”. Verkehrte Welt.


