Dreck von gestern
Veröffentlicht am | 30. 01. 2008 | Noch kein Kommentar
Seit etwa einem Monat bin ich wieder in China. Heute nachmittag bin ich im Park des Krankenhauses gesessen, habe mich gerne von der Sonne blenden lassen und dabei die ZEIT gelesen.
Diese Ausgabe der ZEIT ist genau einen Monat alt – veraltet. Dreck von gestern. Altpapier. So interessant, wie ein Stromausfall in Gengma. Nichts ist bekanntlich älter als die ZEIT von vor vier Wochen.
Eigentlich.
Alte Zeitungen sind lesenswert, informativ und aufschlussreich. Sie verraten, ob die Prognosen richtig waren oder ob doch alles anders gekommen ist.
Ich habe vier Ausgaben der ZEIT dabei, zum Teil vom November letzten Jahres, drei Ausgaben des Spiegels (wobei ich eine fuer 10 Euro auf der Heimreise am Flughafen Hongkong gekauft habe), einige Mitgliedszeitschriften von amnesty international und viele, viele dicke Schmöker.
Doch ich bin in der Maschinerie der aktuellen Information. Aus welch anderem Grund habe ich sonst trotzdem mit der letzten, aktuellsten Ausgabe der ZEIT begonnen?
Hinterfotzigkeit: Der politische Kosmos der CSU
Veröffentlicht am | 17. 06. 2007 | Noch kein Kommentar
In der aktuellen Ausgabe der ZEIT habe ich einen bissigen, wirklich lesenswerten Kommentar über die Hinterfotzigkeit in der CSU gefunden.

Wenn ein Hinterfotziger einem anderen Hinterfotzigen Hinterfotzigkeit vorwirft, nähern wir und dem prallen politischen Kosmos der CSU. Keine andere Partei hat die Hinterfotzigkeit derart zur Kunst erhoben wie die weiß-blaue FJS-Erbgemeinschaft. Unvergessen etwa ist die 48-stündige offene Aussprache der 124 CSU-Landtagsabgeordneten Anfang des Jahres in Wildbad Kreuth, an deren Ende Erwin Huber und Günther Beckstein ihren Großen Vorsitzenden Edmund Stoiber unter vier Augen meuchelten. Eine einzige große Hinterfotzigkeit, die nur noch übetroffen wurde von den Gerüchten über Horst Seehofer und seine schwangere Berliner Geliebte, die zeitgleich den Weg in die Bild-Zeitung fanden.
Dass Seehofer kein Mann sein würde, der bei so viel Hinterfotzigkeit auf Dauer zurückstecken würde, hätte man sich denken können. Nun hat er seinerseits mit ein paar Gerüchten gedroht (“Ich weiß viel”) und damit Edmund Stoiber auf den Plan gerufen. Dem Großen gemeuchelten Vorsitzenden sind Gerüchte, Geliebte und Hinterfotzigkeit gleichermaßen fremd, weshalb er seine Parteifreunde nun wissen ließ, weder das Privatleben noch “vermeintliche oder wirkliche Drohungen” dürften “ein Mittel des politischen Wettbewerbs sein”.
Unterdessen hat der Spiegel enthüllt, dass die Gerchte über Seehofer gar nicht von bösen Parteifreunden, sondern von “geschwätzigen Bundestagssekretärinnen” in Umlauf gebracht worden seien. Die CSU ist überrascht. So viel Hinterfotzigkeit hätte sie den Damen gar nicht zugetraut.
Ein Magazin für die Zeit
Veröffentlicht am | 17. 05. 2007 | Noch kein Kommentar
Die ZEIT bekommt ein Magazin als Beilage. Anstatt des Ressorts Leben gibt es nun wöchentlich das ZEITmagazin Leben. 1999 schaffte der Verlag das Magazin aus Kostengründen ab. Zu einer Zeit, als ich noch vorwiegend TKKG und Süderhof las.
Erste Bilder können bereits angesehen werden und ich muss sagen, dass es einen sehr stylischen Eindruck macht. Tolle Fotos aus tollen Perspektiven. Ich hoffe der Inhalt und das restliche Design überzeugen mich auch in diesem Maße.
Wenn es nur halb zu gut ist wie das SZ Magazin, bin ich zufrieden. Noch bevor ich regelmäßig die Süddeutsche las, bekam ich jeden Freitag von Bekannten das SZ Magazin.
Pünktlich zum neuen Magazin hab ich mir ein ZEIT-Probeabo bestellt. Nach dem Abitur hab ich ja endlich wieder massig Zeit ZEIT zu lesen.
