Wieder da

31. 07. 2008 von katha

Ich bin wieder in Good Old Germany. das schon ne ganze Weile. Über einen Monat Langeweile in einer kleinen niederbayerischen Stadt.

Jetzt - ausgestattet mit einem niegelnagelneuen, noch funkelnden, supperduppermegageilen Notebook - werde ich wieder angreifen: Bloggen, schreiben, lesen.

Doch was ist in dem letzten Monat, dem Ende meines Aufenthalts im schönen China, und diesem Augenblick passiert? Über einen Monat keinen Computer, kein Internet, keine Blogs. Unmöglich? Unmöglich nicht (zugegeben ein eMails habe ich abgerufen und am PC meines Bruders einen Artikel geschrieben), doch ungewohnt.

Nicht Dutzende Blogs am Tag lesen oder überfliegen, die mich Grunde nicht wirklich interessieren oder in ihrer Postingfrequenz so hoch sind und/oder deren Einträge mir lieblos erscheinen. Die Konsequenz: Viele, viele Blogs mit Schmackes aus dem Google Reader gehauen. Große Lust die Welt der Blogs wieder neu, zumindest teilweise, zu entdecken und selbst zu schreiben.

Also, auf gehts! Auf ein Neues! 

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Bob Ross is Painting Bavaria

16. 05. 2008 von katha

Wer kennt das nicht? Es ist drei Uhr nachts oder später. Ich komme von einer Party oder einfach einem sinnlosen Besäufnis nach Hause, ich ist aufgedreht und (möglicherweise) berauscht. Ans sofortige Einschlafen ist nicht zu denken. Gott sei Dank gibt es dafür BR Alpha und Bob Ross. Der Maler macht aus ein paar Klecksen hier und ein paar Strichen da tolle Landschaftbilder. Ich werde ruhiger und zwischen einem "A little bit black" und "A little bit green" schlafe ich ein. 

Die Sendung des Malers mit der Afrofrisur genießt Kultstatus, zumindest in meinem Freundeskreis. Klar, dass da Parodien nahe liegen.

Also hier: Bob Ross is painting Bavaria, wo sogar unser Altministerpräsident einen kleinen Auftritt hat.

Wirklich klasse das Malen der politischen Situation:

The political situation in Bavaria is very easy to paint.First of all, you need a lot of black.

direkter Link

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Bene und die Bullen: Einmal Birma und zurück

16. 05. 2008 von katha

"Mir wurden meine Rechte nie erläutert, weshalb ich mich anfangs daran hielt: Alles was sie sagen, kann und wird gegen sie verwendet werden."

Mein Freund Bene nach seinem ersten - und hoffentlich letzten - Konflikt mit der chinesischen Polizei, inklusive stundenlangem Verhör, Verbrecherfotos und die Abnahme von Fingerabdrücken. Die ganze Geschichte gibt es im china.blog.

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Ich verweise auf… (2)

16. 05. 2008 von katha

Als erster ausländischer Journalist bekam ein Reporter der Süddeutschen Zeitung das Epizentrum des Erdbebens in Sichuan zu Gesicht. Er berichtet von Zerstörung, Toten und dem Misstrauen gegenüber westlichen Journalisten.

Adrian Keye beschäftigt sich in "Die ewige Suche des Shangri-La" mit der vereinfachten Wahrnehmung, dass die Tibeter grundsätzlich die Guten und die Chinesen die Bösen seien. Um dies zu erklären, geht auf die Geschichte ein, die Tibet schon lange als das Zentrum der Spiritualtät sieht - von Ron Hubbard bis zu den Nazis:

"Im modernen Westen sind es vor allem die Schuldgefühle und der latente Selbsthass einer hochtechnisierten Konsumgesellschaft, die in der Ruhe der abgeschiedenen Bergklöster einen Urzustand spiritueller Unschuld und eine tiefere Weisheit vermutet. Da aber finden sich so ziemlich alle Elemente der Essentialisierung wieder, jenes prinzipiell herrenmenschlichen Blicks, mit dem ein Volk als monolithische Einheit betrachtet wird. Das funktioniert in beide Richtungen - in der Dämonisierung der Chinesen wie in der Verklärung der Tibeter."

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Erdbeben in Sichuan - ich hab nichts gemerkt

12. 05. 2008 von katha

Ich bin im Bett gelegen und habe gedöst. Ich habe nichts gemerkt.

Das Erdbeben in Sichuan, wodurch nach neuesten Meldungen 900 Schüler verschüttet wurden, hat sich sogar in Peking und Taiwan ausgewirkt hat. Auch hier in Yunnan, der Nachbarprovinz, hat die Erde gewackelt, doch hier im Westen Yunnans habe ich nichts gespürt.

Sehr interessant: Casper twittert live aus Chengdu und berichtet über die Nachbeben und seine Beobachtungen.

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Dorftrottel vom Dienst

29. 04. 2008 von katha

Oberkümmering! Ich surfe auf SpOn, lese dies und das und plötzlich: Eine Reportage aus Oberkümmering! Oberkümmering liegt bei der Stadt Hauzenberg, zu der ich von meinem Elternhaus nur einmal auf den Oberfrauenwald rauffahren muss, fast oben angelangt rechts abbiegen und die Kurven runterdüsen. Nach Passau eine halbe Stunde Fahrt, nach München zwei. Nach Tschechien 45 Minuten.

Da komme ich her. Irgendwo aus dem Nirgendwo, wo es aber zugegeben sehr hübsch ist. Wälder, Hügel, alles grün. 

DSC_0205

Tausende von Kilometern entfernt lese ich vom Alltag niederbayerischer Jugendlicher aus genau dieser Ecke. Alles ist so vertraut: Die Fussballspieler, die Jugendlichen die bei Busbahnhöfen oder Tankstellen abhängen (und sich dort auch gerne mal volllaufen lassen) und vor allem die Sprache beim angefügten Videocast (Zugegeben, die Qualität ist nicht besonders gut. Selbst ich hatte Probleme es zu verstehen). Ich spreche niederbayerischen Dialekt, und das ziemlich derb. So wie es halt jeder hier, im Woid, macht. Nicht umsonst bin ich bei studiVZ in der Gruppe "Ich spreche Bayrisch mit deutschem Akzent".

Das Leben dreht sich um Feiern und Freunde. Zusammengehörigkeit und Langeweile. Genauso wie auch in Berlin, Hamburg oder Köln.

Langsam, eineinhalb Monate vor der Heimkehr ist das Heimweh stärker als jemals zuvor. Ich freue mich auf Grill- und Volksfeste, selbst Blasmusik und "Oans, zwoa, gsuffa" vermisse ich. All das also, wovon ich mich immer abgrenzen wollte. Was ich immer primitiv fand und langweilig. Denn richtig Teil dieser Dorfjugend wie im Artikel war ich ja nie - oder doch?

Erst in der Ferne habe ich bemerkt, wie sehr das doch alles auch Teil meiner Identität ist - und nicht nur der anderen, den Dorftrotteln. Ich bin ja selber einer. Und das ist auch gut so.

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Asiatische Sprachoptionen ohne Windows CD

27. 04. 2008 von katha

Mein Gott, was war das eine Frickelei. Stundenlanges suchen und downloaden von Dateien. Doch jetzt kann ich endlich asiatische Zeichen darstellen.

Ich habe keine Windows-CD hier in China dabei und auch die Internetverbindung ist nicht die schnellste, weshalb der Download des Service Pack 2 von Windows keine Option war. Ewig wühlte ich mich durch Foren, um herauszufinden, wo ich denn nun die fehlenden Dateien herbekomme.

Irgendwann fand ich die passenden drei Seiten:

http://microsystems.siue.edu/archives/software/cabs/WinXP/lang/

http://www.tngs.tn.edu.tw/departments/gene/share/dirlisting.asp?sortby=2

http://www.dlldump.com/

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Und wodurch noch?

18. 04. 2008 von katha
Michaela Schaffrath hat eine eigene TV-Sendung. Auf COMEDY CENTRAL präsentiert sie die Show „Der Comedy
Sketch Mix“. Schaffrath ist auch durch ihre Teilnahme beim Dschungelcamp bekannt.

Ja genau. Dadurch ist sie auch bekannt.

(Aus der aktuellen Ausgabe des Medienmagazins visdp. Markierung von mir.)

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Ich verweise auf … (1)

17. 04. 2008 von katha

Auf Rügen baute das nationalsozialistische Regime eines ihrer größten Bauwerke: In einer 4,5 Kilometer langen Gebäudekette sollte das deutsche Volk Urlaub machen. Bosch war da.

Der Sozialpsychologe Harald Welzer prophezeit den Klimakrieg: Was geschieht nach dem Klimawandel? Was passiert mit der Menschheit nachdem das Wasser knapp geworden ist und die Temperaturen steigen?

Paparazziindustrie in Los Angeles: «Es ist wie mit achtzehn, als ich Autos klaute. Ich tat es des Geldes wegen und genoss den Nervenkitzel.»

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Hey, hey Wiki

15. 04. 2008 von katha

Internet in China ist ja so eine Sache. Während es unglaublich viele, im wahrsten Sinne des Wortes an jeder Straßenecke, Internetcafes gibt, in denen Jugendliche mit sehr schnellen Verbindungen zocken, kann man sich als Privatperson nur einen Modemanschluss besorgen (Möglicherweise ist das nicht richtig. Allerdings ist das meine Erfahrung). Ganz zu schweigen von den tausenden professionellen Zensoren der Regierung.

Auf Flickr werden 80 Prozent der Fotos nicht angezeigt, YouTube funktionierte während der Ausschreitungen in Tibet nicht und Blogs die auf wordpress.com oder blogspot.com gehostet sind, können nicht aufgerufen werden. Wikipedia musste ich über anonymouse.org ansurfen - bisher. Denn, oh Wunder, aus irgendeinem Grund wird es nicht mehr geblockt. (Die wohl erste positive Erfahrung mit dem chinesischen Regime).

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