schafott.blog

Si tacuisses, philosopha mansisses

Ein Waldkirchner ebnet die Erfolgsspur

Veröffentlicht am | 24. 02. 2010 | 2 Kommentare

Daniel Nigl ist Vorspringer auf der Olympia-Schanze – und beim Silbertriumph der deutschen „Adler“ live dabei

erschienen in: Passauer Neuen Presse, Lokalteil Waldkirchen

Waldkirchen/Vancouver. Als am Montag die deutsche Skisprung-Mannschaft um den Rastbüchler Michael Uhrmann auf den umjubelten zweiten Platz flog, da war ein Waldkirchner mittendrin statt nur dabei: Der 21-jährige Daniel Nigl ist Vorspringer bei den olympischen Spielen in Vancouver – und bereitete damit gewissermaßen die Silberspur für die „DSV-Adler“. „Vor dieser Kulisse ist das Springen natürlich der Hammer“, meint er begeistert, wenn er von den Stadien spricht, in die 12 000 Menschen passen. Und wenn dann noch dazu die Deutschen vorn dabei sind, dann ist die Freude doppelt groß.

daniel2Daniel Nigl sprang bei den Wettbewerben der Spezialspringer, die am Montag zu Ende gingen, und ist auch bei den Nordisch-Kombinierern im Einsatz, deren Wettkampf bis Donnerstag läuft. Nigl ist so etwas wie ein Testpilot: Vorspringer wie er testen die Windbedingungen oder machen nach Schneefall die Anlaufspur wieder frei. Und das durchaus mit Schneid: Der Schanzenrekord der großen Schanze im Whistler Olympic Park liegt bei 149 Meter – 140 Meter hat Nigl dort schon geschafft, allerdings mit längerem Anlauf als die Weltklasse. Rund hundert Mal fuhr der Waldkirchner bisher während Olympia die Schanzen runter.

Mit 13 Jahren hat der schlaksige junge Mann mit dem Skispringen begonnen: „Ich mach den Sport also jetzt ziemlich genau acht Jahr lang.“ Nach einer Ausbildung zum Werkzeugmechaniker arbeitet er jetzt als Maschinenbediener und macht eine Weiterbildung zum Techniker. Wenn Nigl sich in seiner Freizeit nicht gerade Schanzen runterstürzt, ist er Sänger der Waldkirchner Band „The Stringers“. Selbst bezeichnet der 21-Jährige sich als Hobbyspringer.

Seit letztem Winter ist der Waldkirchner nur mehr als Vorspringer zu den Austragungsorten unterwegs. Bei den vergangenen beiden Vier-Schanzen-Turnieren war er in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen auf dem Balken. Am Kulm in Bad Mitterndorf gelang ihm sein bislang weitester Sprung: 204 Meter. „Dort hatte ich das Glück, dass sie noch Leute für Vancouver gesucht haben.“ Er bewarb sich – und wurde genommen.

Olympia ist aber nicht das erste Mal, dass der Schlaks wegen seines außergewöhnlichen Hobbys in der Welt herumkommt. Im letzten Jahr verbrachte er drei Wochen in Südkorea, wo er gemeinsam mit anderen Springern in einem Kinofilm mitgespielt hat. „Meine Sprünge wurden sogar verwendet. Denn ich habe den Film später gesehen.“ Der Film sei sogar auf Platz eins der koreanischen Kinocharts gewesen.

Untergebracht sind die Vorspringer gemeinsam mit den freiwilligen Helfern etwas abseits vom Geschehen auf einem Kreuzfahrtschiff. Ein bisschen enttäuscht scheint er darüber zu sein, dass er nicht bei den Athleten wohnen darf. „Aber mittlerweile ist das in Ordnung, weil wir ein eigenes Auto bekommen haben.“

Nigl und seine Kollegen können sich gratis die Wettbewerbe in Langlauf, Biathlon und Nordische Kombination ansehen und bekommen so viel von der olympischen Stimmung mit. Die war jedoch einmal getrübt: „Als der Rodler gestorben ist, war das das Gesprächsthema Nummer eins hier in Whistler. Das war schon ziemlich schockierend.“ Doch sonst sei die Stimmung toll: „Vor allem, wenn die Kanadier am Start sind, geht’s richtig ab“ – und aus deutscher Sicht natürlich nach dem Silbertriumph der Skispringer vom Montag, bei dem er live dabei war, ebenso wie bei der Feier im Deutschen Haus.

Cornershop ft. Soko – Something makes you feel like

Veröffentlicht am | 23. 02. 2010 | Noch kein Kommentar

1000 Tage schafott.net

Veröffentlicht am | 31. 01. 2010 | Noch kein Kommentar

Im Mai 2007 machte ich mein Abitur. Als Ablenkung vom Lernen begann ich mit dem bloggen. Tagebuch habe ich schon immer geschrieben, mal mehr mal weniger regelmäßig. Anstatt in ein Büchlein schrieb ich von nun vieles ins Internet. Zugegeben, besonders fleißig war nicht. Immer wieder habe ich mehrere Monate lang gar nichts gebloggt. Aber bloggen ist ja schließlich mein Hobby und keine Verpflichtung.

Eigentlich wollte ich eine kleine Zusammenfassung meines Blogger-Daseins machen, doch ich sollte eigentlich für meine Klausuren lernen und nicht ins Internet schreiben. Deshalb verlinke ich hier nur drei Artikel auf schafott.net, die ich besonders gerne mag:

Jamie Cullum – Music Is Through

Veröffentlicht am | 24. 01. 2010 | Noch kein Kommentar

At the End of Yonge Street

Veröffentlicht am | 13. 01. 2010 | 1 Kommentar

In Toronto soll es die längste Straße der Welt geben. 40 km ist die Yonge Street lang. Warum die nicht einfach mal an einem Tag ablaufen und sich die ganze Zeit ununterbrochen gegenseitig fotografieren? Das haben sich zwei junge Typen gedacht und genau das gemacht. Hier das Ergebnis:  

The XX covern "I’ve got the Love"

Veröffentlicht am | 06. 01. 2010 | Noch kein Kommentar

Wie geil! Eine meiner aktuellen Lieblingbands (The XX) covert mein derzeitiges Lieblingslied “I’ve got the love” von Florence and the Machine, das natürlich bei meinen Liedern des Jahres 2009 dabei ist.

2010

Veröffentlicht am | 01. 01. 2010 | Noch kein Kommentar

Lieder des Jahres 2009

Veröffentlicht am | 29. 12. 2009 | 1 Kommentar

… zumindest alle, die mir ohne langes Nachdenken eingefallen sind

Placebo – Battle For The Sun:

Phoenix – Listztomania:

Empire Of The Sun – Standing On A Shore:

Florence And The Machine – You’ve Got The Love:

MGMT – Indie Rocker:

Skero – Kabinenparty:

Julien Casablancas – 11th Dimension:

… und nicht zu vergessen das bayerische Liedgut: Der Haberfeldtreiber:

… und gegen Fernweh nach China eine meiner chinesischen Lieblingsschnulzen:

keep looking »
Twitter
RSS
Abonniere den RSS-Feed Abonniere die Kommentare
Suche
Archiv
Blogroll