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	<title>schafott.net &#187; Politik</title>
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		<title>Mein Kommentar zu Sarrazin</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 02:27:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[Ziemlich lange Zeit stand da oben unter schafott.net nicht “move your ass and your mind will follow”, sondern ein Satz, der mein Einziger zu Thilo Sarrazins Aussagen/Buch/Interview sein soll: “Si tacuisses, philosophus mansisses”, was zu Deutsch hei&#223;t: “H&#228;ttest du geschwiegen, w&#228;rest du ein Philosoph geblieben”.
Lateinunterricht war doch nicht v&#246;llig umsonst.



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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ziemlich lange Zeit stand da oben unter schafott.net nicht “move your ass and your mind will follow”, sondern ein Satz, der mein Einziger zu Thilo Sarrazins Aussagen/Buch/Interview sein soll: “Si tacuisses, philosophus mansisses”, was zu Deutsch hei&#223;t: “H&#228;ttest du geschwiegen, w&#228;rest du ein Philosoph geblieben”.</p>
<p>Lateinunterricht war doch nicht v&#246;llig umsonst.</p>
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		<title>Die n&#228;chste Milliarde: Die Konsumenten des 21. Jahrhunderts</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 01:21:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Brasilien ist die neue Figur auf dem Spielfeld der gro&#223;en Wirtschaftsm&#228;chte oder sitzt zumindest auf der Bank und wartet auf seinen gro&#223;en Auftritt. Sp&#228;testens 2014 wird es soweit sein, wenn Brasilien die Fu&#223;ball-Weltmeisterschaft austragen wird und zwei Jahre sp&#228;ter die Olympischen Spiele in Rio stattfinden werden.
Fast 200 Millionen Menschen leben in Brasilien, und langsam steigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Brasilien ist die neue Figur auf dem Spielfeld der gro&#223;en Wirtschaftsm&#228;chte oder sitzt zumindest auf der Bank und wartet auf seinen gro&#223;en Auftritt. Sp&#228;testens 2014 wird es soweit sein, wenn Brasilien die Fu&#223;ball-Weltmeisterschaft austragen wird und zwei Jahre sp&#228;ter die Olympischen Spiele in Rio stattfinden werden.</p>
<p>Fast 200 Millionen Menschen leben in Brasilien, und langsam steigt der Wohlstand. Der Schweizer Konzern Nestlé war einer der ersten, der diesen riesigen Markt erkannte, ihn untersuchte und mit speziell auf ihn ausgerichteten Produkten bedient. Doch nicht nur was verkauft wird, hat der Konzern ver&#228;ndert, sondern auch das wie. Denn in den Favelas gibt es keine Superm&#228;rkte, weshalb selbstst&#228;ndige Verk&#228;uferinnen von T&#252;r zu T&#252;r gehen und Kondensmilch oder Fertigprodukte verkaufen. So verdient nicht nur Nestlé daran, sondern auch ein Heer an Verk&#228;uferinnen. “Hausfrauen-&#214;konomie” nennt der Brasilien-Chef von Nestlé dieses Mikro-Verteilsystem, das die Armen als Nachfrager ernst nimmt. In der Reportage <a href="http://dasmagazin.ch/index.php/boom-boom-brasilien/" class="liexternal">Boom, Boom, Brasilien</a> zeigt das Schweizer <a href="http://dasmagazin.ch" class="liexternal">Das Magazin</a>, wie dieses System funktioniert:&#160;&#160; </p>
<blockquote><p>Die Weltwirtschaft braucht neue Kunden, und sie findet sie ganz unten, am Fuss der Bev&#246;lkerungspyramide. Im Westen ist Krise, doch in den Boom-Staaten der zweiten Welt gibt es potenzielle Konsumenten in Massen, in Brasilien, in China, in Indien, auch in Russland, S&#252;dafrika, Indonesien, Thailand. “The Next Billion” heissen sie in der Sprache der &#214;konomen, die n&#228;chste Milliarde Menschen, die den Aufstieg in die Mittelschicht schafft. Man hofft auf sie, man rechnet mit ihnen. Historisch bilden sie die dritte grosse Welle, die sich Richtung Wohlstand aufmacht, nach dem Industrie-Proletariat im Europa des 19. Jahrhunderts und den Baby-Boomern in der westlichen Welt zwischen 1950 und 1980. Sie sind nicht reich, aber zahlreich. Sie ziehen weg vom Land, wo die Armut ist, an die R&#228;nder der St&#228;dte, wo es M&#246;glichkeiten gibt, nach Mumbai, Peking, São Paulo. Sie verdienen pl&#246;tzlich mehr als 2 Dollar pro Tag, internationale Armutsgrenze f&#252;r Entwicklungsl&#228;nder, sondern vielleicht 10 oder 20. Noch immer k&#228;mpfen sie ums &#220;berleben, aber nicht mehr an jedem Tag, und in guten Wochen k&#246;nnen sie sich etwas leisten. Sie kaufen oder leasen Fernseher, Mobiltelefone, Kleider, M&#246;bel, Waschmaschinen, Stereoanlagen, Computerspiele, Gebrauchtwagen. Sie haben nicht immer alle genug zu essen, aber alle zusammen essen sie sehr viel. Und manchmal g&#246;nnen sie sich eine Dose ges&#252;sste Kondensmilch von Nestlé.</p>
</blockquote>
<br /><a href="http://www.schafott.net/2010/08/die-naechste-milliarde-die-konsumenten-des-21-jahrhunderts/#comments" title="Comments on &quot;Die n&auml;chste Milliarde: Die Konsumenten des 21. Jahrhunderts&quot;"><img src="http://www.schafott.net/wp-content/plugins/feed-comments-number/image.php?1120" alt="Comments" /></a>


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		<title>Der Regensburg-Effekt</title>
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		<comments>http://www.schafott.net/2010/07/der-regensburg-effekt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 09:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Lautschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Regensburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Regensburger Blogger schrieb &#252;ber Missbrauchsf&#228;lle in der katholischen      Kirche. Die Di&#246;zese Regensburg ging juristisch gegen die Aussage vor. Eine Auseinandersetzung um Wahrheit, Meinungsfreiheit und Barbara Streisand.
Das Bistum Regensburg war in den letzten Monaten weit &#246;fter in den Schlagzeilen als es ihm wohl lieb war. Missbrauchsf&#228;lle bei den Domspatzen wurden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Regensburger Blogger schrieb &#252;ber Missbrauchsf&#228;lle in der katholischen      Kirche. Die Di&#246;zese Regensburg ging juristisch gegen die Aussage vor. Eine Auseinandersetzung um Wahrheit, Meinungsfreiheit und Barbara Streisand.</em></p>
<p>Das Bistum Regensburg war in den letzten Monaten weit &#246;fter in den Schlagzeilen als es ihm wohl lieb war. Missbrauchsf&#228;lle bei den Domspatzen wurden publik; im Zuge der Berichterstattung dar&#252;ber hielt Bischof Gerhard Ludwig M&#252;ller die Gl&#228;ubigen an, die «Reife des Glaubens zu haben, nicht auf all diese Schalmeien wie 1941 hereinzufallen” und gilt seitdem als der Bischof mit dem Nazi-Vergleich.</p>
<p>Der erste in einer Reihe von Skandalen war der Fall eines Pfarrers in Riekofen, der sich an einem Ministranten vergangen hat. Erst im Zuge des Verfahrens wurde &#246;ffentlich, dass der Pfarrer bereits zu einer zw&#246;lfmonatigen Freiheitsstrafe auf Bew&#228;hrung wegen Kindesmissbrauchs in seiner alten Gemeinde verurteilt worden war.</p>
<h2>Eine Viertelmillion oder zwei Jahre Haft</h2>
<p>Der Regensburger Stefan Aigner betreibt das Blog<a href="http://www.regensburg-digital.de" class="liexternal"> regensburg-digital.de</a>. Er berichtet dort vor allem &#252;ber Lokalpolitik. »Im M&#228;rz 2010 habe ich geschrieben, dass ich es als grotesk befunden habe, dass die katholische Kirche selbst Missbrauchsf&#228;lle aufkl&#228;ren soll, und habe das mit mehreren Beispielen begr&#252;ndet«, erz&#228;hlt Aigner. Eines f&#252;hrte die Di&#246;zese Regensburg auf den Plan: Es ging um genau diesen Pfarrer aus Riekofen bei Regensburg, der 2008 wegen 22-fachen sexuellen Missbrauchs zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Nachdem er sich 1999 in Viechtach w&#228;hrend einer Osterfeier an zwei Br&#252;dern vergriff, w&#228;hrend ihre Schwester die Tat beobachtete, unterschrieb die Familie der Kinder eine Stillschweigeerkl&#228;rung. Der Priester zahlte 6.500 Mark Schmerzensgeld an die Familie. Schon eineinhalb Jahre sp&#228;ter arbeitete der Priester wieder mit Jugendlichen.</p>
<p>Die Streitfrage ist, ob es einen Zusammenhang zwischen der Schmerzensgeldzahlung und dem damaligen Stillschweigen der Familie gibt. »Dazu habe ich in meinem Kommentar eine Einsch&#228;tzung getroffen, die ich so &#246;ffentlich nicht mehr &#228;u&#223;ern darf«, sagt Stefan Aigner. Im n&#228;chsten Satz schrieb er, dass das Bistum einen solchen Zusammenhang dementiert.</p>
<p>Die Di&#246;zese mahnte ihn ab, das hei&#223;t sie forderte Aigner auf, solche Aussagen in Zukunft zu unterlassen. Aigner machte daraufhin einen Kompromissvorschlag und ver&#228;nderte seine Aussage, um sie deutlicher als Meinungs&#228;u&#223;erung kenntlich zu machen. Das Bistum ignorierte das und erwirkte eine einstweilige Verf&#252;gung gegen beide Formulierungen. Bei einer Strafandrohung von 250.000 Euro oder ersatzweise zwei Jahren Haft ist es Aigner untersagt, seine Sicht zum Verhalten der Kirche &#246;ffentlich zu sagen. Aigner findet das absurd: »Diese Einsch&#228;tzung ist so oder so &#228;hnlich auch beim Spiegel, der S&#252;ddeutschen Zeitung, der Bild-Zeitung oder der taz zu finden.«</p>
<p>Aigner legte keine Widerspruch gegen die Unterlassungserkl&#228;rung ein: »Wir wollen gleich ins Hauptsacheverfahren gehen. Hier kann man Zeugen laden und hat bessere M&#246;glichkeiten, seinen Standpunkt darzulegen.« Falls er verliert, will er in die zweite Instanz gehen. »Mein Anwalt und ich scheuen uns auch nicht, bis zum Bundesgerichtshof zu gehen«, sagt er entschlossen, »denn in meinen Augen ist das Vorgehen ein skandal&#246;ser Angriff auf die grundgesetzlich garantierte Meinungs- und Pressefreiheit.«</p>
<p>Der Prozess wird in etwa einem halben Jahr stattfinden. <a href="http://www.regensburg-digital.de" class="liexternal">Regensburg- digital.de</a> wird durch Anzeigen auf der Website und den »Verein zur F&#246;rderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.« finanziert. Um den Prozess finanziell stemmen zu k&#246;nnen, hat Aigner auf seiner Seite zu Spenden aufgerufen. Mittlerweile konnte er auf diesem Weg etwa 10.000 Euro sammeln. Dem <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/bistum102.html" class="liexternal">Medienmagazin ZAPP</a> sagte Aigner: »Es wird ja wohl noch erlaubt sein auf Grund gewisser Tatsachen eine Einsch&#228;tzung treffen zu d&#252;rfen. Die muss der Di&#246;zese Regensburg ja nicht gefallen. Die kann ja gerne dagegen argumentieren. Aber ich kann die sagen, auch &#246;ffentlich.«</p>
<h2>Wo h&#246;rt die Meinungsfreiheit auf?</h2>
<p>Ein Richter muss nun entscheiden, ob Stefan Aigner schreiben darf, dass »die Geldzahlung nicht nur in den Augen unserer Redaktion einen Beigeschmack einer Schweigegeldzahlung hat« oder ob das Ordinariat ihm das verbieten darf. Das ist auch eine grunds&#228;tzliche Entscheidung: Wo h&#246;rt Meinungsfreiheit auf und beginnen die pers&#246;nlichen Rechte eines jeden?</p>
<p>Nat&#252;rlich darf ein Autor im &#252;berall zug&#228;nglichen Internet nicht einfach schreiben, was er will. Das Grundgesetz definiert, wo die Meinungsfreiheit ihre Grenzen hat. In Artikel 5 steht: »Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der pers&#246;nlichen Ehre.« Und genau diese pers&#246;nliche Ehre des Priesters sieht das Bistum Regensburg verletzt. »Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Bistums Regensburg verfolgten niemals die Absicht, die Familie des Opfers zu hindern, die Straftat gesetzlich verfolgen zu lassen. Das Gegenteil ist richtig. Sie arbeiten eng mit den Beh&#246;rden zusammen«, so schreibt das Bistum in der <a href="http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&amp;id=4145" class="liexternal">Stellungnahme »Was ist Wahrheit (Johannes 18,38)«</a>.</p>
<p>F&#252;r das Bistum steht fest: »Aigner verbreitet eine glatte und b&#246;sartige Unwahrheit und bricht damit Recht.« Den Vorwurf, unwahre Behauptungen aufzustellen, macht die Di&#246;zese aber nicht nur Aigner, sondern einer ganzen Reihe von anderen deutschen Medien. Immer wieder habe man auf Tatsachen hingewiesen, je- doch ohne Erfolg: »Also entschied das Bistum, den juristischen Weg zu gehen.«</p>
<p>Unter anderem der Spiegel und das Handelsblatt berichteten in den letzten f&#252;nf Jahren, wie der p&#228;dophile Pfarrer Peter K. nach dem Missbrauch 1999 in Viechtach und seiner Strafe, die zu dreij&#228;hriger Bew&#228;hrungszeit ausgesetzt worden war, schon nach nur eineinhalb Jahren wieder in der Jugendarbeit eingesetzt werden konnte, ohne dass die Gemeindemitglieder in seiner neuen Gemeinde Riekofen davon wussten. »Weder der Spiegel noch andere Medien belegten auch nur ansatzweise einen Zusammenhang zwischen geleisteten Zahlungen und der behaupteten und falschen Vertuschungsabsicht. Dokumente wurden niemals aufgezeigt«, steht in der Stellungnahme der Di&#246;zese.</p>
<p>Aigner st&#252;tzte sich auf einen Artikel im Spiegel aus dem Jahr 2007 mit der &#220;berschrift <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52985276.html" class="liexternal">»Schweigen gegen Geld«</a>, der sich auf Vertr&#228;ge zwischen der Di&#246;zese und der Familie beruft. Im Februar 2010 griff das Magazin die Geschichte in ihrer Titelgeschichte <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69003715.html" class="liexternal">»Die Scheinheiligen – Die katholische Kirche und der Sex«</a> wieder auf. Daraufhin erwirkte das Bistum Regensburg eine einstweilige Verf&#252;gung gegen das Nachrichtenmagazin, das wie Aigner ins Hauptsacheverfahren geht. Gegen den urspr&#252;nglichen Artikel aus dem Jahr 2007, der weiterhin abrufbar ist, geht die Di&#246;zese aber nicht vor. ´</p>
<p>Der Medienjournalist Stefan Niggemeier griff diese Entwicklungen in <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/" class="liexternal">seinem Blog</a> auf, <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wie-die-kirche-leute-zum-schweigen-bringt/" class="liexternal">ver&#246;ffentlichte die Stellen</a>, wegen denen Aigner abgemahnt wurde, im Original – <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/dioezese-regensburg-niggemeier/" class="liexternal">und wurde abgemahnt</a>. »Die Di&#246;zese Regensburg geht nicht mehr nur gegen Artikel &#252;ber ihr Verhalten im Zusammenhang mit dem Kindesmissbrauch eines Pfarrers vor elf Jahren vor. Sie geht auch gegen Artikel vor, die dar&#252;ber berichten, wie sie gegen diese Artikel vorgeht«, so Niggemeier daraufhin. Er unterschrieb die Unterlassungserkl&#228;rung nicht. F&#252;r ihn hei&#223;t das, dass es der Kirche nicht um eine Aufkl&#228;rung der Ereignisse von 1999 gehe. »Es geht ihr offenkundig darum, das Thema insgesamt aus der &#214;ffentlichkeit herauszuklagen.«</p>
<p>Daf&#252;r spricht die Wahl des Gerichts. Aigner betreibt die Seite zwar in Regensburg, aber da er im Internet publiziert, hat er fliegenden Gerichtsstand. In diesem Fall kann sich der Kl&#228;ger den Gerichtsort aussuchen. Das Bistum Regensburg nutzte das f&#252;r sich, indem es sich an das Landgericht Hamburg wandte. Die dortige Pressekammer ist umstritten, weil sie fast immer zugunsten der Pers&#246;nlichkeitsrechte und gegen die Meinungs- und Pressefreiheit entscheidet.</p>
<h2>Die mediale Aufmerksamkeit nimmt zu, nicht ab</h2>
<p>Bischof Gerhard Ludwig M&#252;ller vermutet hinter den Medienberichten – erst &#252;ber Fall des Pfarrers von Riekofen, jetzt &#252;ber das juristische Vorgehen – eine gezielte Kampagne. Er predigte: »Es geht darum, heute die Glaubw&#252;rdigkeit der Kirche zu ersch&#252;ttern.« Die Gefahr dabei ist f&#252;r den Bischof als oberster Repr&#228;sentant der katholischen Kirche im Bistum Regensburg, dass es ihm wie der amerikanischen S&#228;ngerin Barbara Streisand ergeht. Sie verklagte 2003 eine Website und einen Fotografen auf 50 Millionen Dollar. Denn unter 12.000 Fotos von der kalifornischen K&#252;ste war auch eine Luftaufnahme ihres Hauses. F&#252;r sie war das eine Verletzung ihrer Pers&#246;nlichkeitsrechte. Popul&#228;r wurde das Bild allerdings erst w&#228;hrend des Prozesses. Diesen R&#252;ckschlageffekt von Zensurversuchen wird »Streisand-Effekt« genannt.</p>
<p>In Regensburg hei&#223;t das: Das vermehrte mediale Interesse, das erst seit der Abmahnung und einstweiligen Verf&#252;gung entstanden ist, k&#246;nnte f&#252;r die Kirche den Effekt haben, den sie eigentlich verhindern wollte: Die Streitfrage bekommt mehr Aufmerksamkeit.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Der Artikel erschien in der Lautschrift zum Thema “Freiheit”, Ausgabe 9, Sommersemester 2010</p>
<p>Als <a href="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/Lautschrift-9-WEB__p10-11.pdf" class="lipdf">pdf im Originallayout </a></p>
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		<title>Ist eine gr&#252;ne Wirtschaft m&#246;glich?</title>
		<link>http://www.schafott.net/2010/05/ist-eine-gruene-wirtschaft-moeglich/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 08:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wirtschaftsnobelpreistr&#228;ger Paul Krugman sagt „Ja&#8221;
Die  Erde wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer weiter  erw&#228;rmen. Das Kyoto-Protokoll wird 2012 auslaufen und die  UN-Klimakonferenz in Kopenhagen blieb ohne Ergebnis.  Wirtschaftsnobelpreistr&#228;ger Paul Krugman erkl&#228;rt, warum es nicht nur  &#246;kologisch, sondern auch &#246;konomisch sinnvoll und notwendig ist in den  Planet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Wirtschaftsnobelpreistr&#228;ger Paul Krugman sagt „Ja&#8221;</strong></h2>
<p>Die  Erde wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer weiter  erw&#228;rmen. Das Kyoto-Protokoll wird 2012 auslaufen und die  UN-Klimakonferenz in Kopenhagen blieb ohne Ergebnis.  Wirtschaftsnobelpreistr&#228;ger Paul Krugman erkl&#228;rt, warum es nicht nur  &#246;kologisch, sondern auch &#246;konomisch sinnvoll und notwendig ist in den  Planet Erde zu investieren: Man zahlt heute einen Preis, wovon in  Zukunft alle durch eine weniger zerst&#246;rte Erde profitieren.</p>
<p><a href="http://backview.eu/politik/politik-ausland/1201-ist-eine-gruene-wirtschaft-moeglich.html" class="liexternal">Weiterlesen bei backview.eu</a></p>
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		<title>Wir tun nicht, was wir wissen</title>
		<link>http://www.schafott.net/2010/04/wir-tun-nicht-was-wir-wissen/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 10:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was passiert&#160; in 10, 20 oder 50 Jahren? Wie sieht unsere Zukunft aus? Welchen Einfluss hat die Zukunftsforschung &#252;berhaupt und warum gibt es in Politik und Wirtschaft kaum langfristiges Denken? Der Soziologe und Zukunftsforscher Rolf Kreibich beantwortet dazu Fragen in der aktuellen Ausgabe des Fluters zum Thema &#34;Zukunft&#34;. 
Ein Ausschnitt aus dem Interview &#34;Wir tun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was passiert&#160; in 10, 20 oder 50 Jahren? Wie sieht unsere Zukunft aus? Welchen Einfluss hat die Zukunftsforschung &#252;berhaupt und warum gibt es in Politik und Wirtschaft kaum langfristiges Denken? Der Soziologe und Zukunftsforscher Rolf Kreibich beantwortet dazu Fragen in der aktuellen Ausgabe des <a href="http://www.fluter.de" class="liexternal">Fluters</a> zum Thema &quot;Zukunft&quot;. </p>
<p>Ein Ausschnitt aus dem Interview <a href="http://www.fluter.de/heftpdf/issue87/artikel8437/pdf_article8437.pdf" class="lipdf">&quot;Wir tun nicht, was wir wissen&quot;.</a> </p>
<blockquote><p><strong>Bisher galt ein Land als gesund, wenn die Wirtschaft w&#228;chst. Momentan tut sie das nicht. Ist ein immerw&#228;hrendes Wachstum &#252;berhaupt realistisch und auch in Zukunft der richtige Gradmesser f&#252;r die Gesundheit einer Volkswirtschaft?</strong>       <br />Es gibt nicht eine Gr&#246;&#223;e auf der ganzen Erde, die immer nur w&#228;chst. Das ist eine abstruse Geschichte. Ich war Mitglied in der Deutschen Delegation bei der Rio-Konferenz 1992, bei der zum ersten Mal Umwelt- und Wirtschaftsfragen im globalen Rahmen er&#246;rtert wurden. Schon damals haben wir den Begriff &#187;Entwicklung&#171; eingef&#252;hrt. Die Erde entwickelt sich, aber       <br />sie w&#228;chst nicht st&#228;ndig. Es geht nicht um schiere Gr&#246;&#223;e, sondern um ein Gleichgewicht zwischen Natur und Mensch. Wir k&#246;nnen uns die ganze Menschheitsentwicklung anschauen:Es hat immer Wachstum und Schrumpfung gegeben, aber wir sind aus dem Gleichgewicht rausgesprungen. Wir m&#252;ssen schauen, dass wir wieder hineinkommen. Dieser Wachstumsfetischismus hat uns ja die ganze Zerst&#246;rung der Lebensr&#228;ume eingebrockt und dennoch beharren manche Leute darauf. Dabei hat die Lebensqualit&#228;t seit 1976 trotz Wachstum auch in den Industriel&#228;ndern abgenommen. </p>
<p><strong>Was wollen wir denn mit dem Wachstum? Werden wir 2020 weiter sein?</strong>       <br />Wir sind ja eigentlich schon ziemlich weit. Aber wir tun nicht, was wir wissen.Wir m&#252;ssen die guten Ans&#228;tze weiterverfolgen.Die Erkenntnisse der Nachhaltigkeitsforschung liegen auf dem Tisch, in Berichten der UN stehen hervorragende Perspektiven und Anweisungen zum Handeln &#8211; nur, umgesetzt werden vielleicht f&#252;nf Prozent davon.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist der einzelne B&#252;rger in diesem Prozess?</strong>Sehr. Aber wenn ich das Verhalten der Menschen betrachte, habe ich ein ambivalentes Gef&#252;hl. Wir haben gute Ans&#228;tze im Bereich des b&#252;rgerschaftlichen Engagements, in Verbraucherorganisationen oder NGOs. Wenn wir diesen individuellen Enthusiasmus nicht h&#228;tten, dann w&#228;ren wir schon an die Wand gefahren. Die eigentlichen Innovationen       <br />in der Gesellschaft kommen fast nur aus diesem Bereich. Andererseits gibt es viele Menschen, denen die Zukunft v&#246;llig egal ist. Wenn ich diese riesigen SUVs sehen, denke ich immer: Ja, sind wir denn in der Atacama-W&#252;ste? Die verbrauchen zwischen 18 und 24 Liter Benzin, aber die Besitzer kaufen ihre Lebensmittel beim Biosupermarkt. Da verliert man den Glauben an den Verstand der Leute.</p>
<p><strong>Kann die Zukunftsforschung dazu beitragen, die Gesellschaft mitzugestalten?        <br /></strong>Unternehmen und Politiker erkennen allm&#228;hlich, wie wichtig der Blick in die Zukunft ist. Wir k&#246;nnen die Zukunft nicht voraussagen, aber wir wissen mehr dar&#252;ber, als viele Menschen glauben. Dennoch ben&#246;tigen wir noch mehr Akzeptanz. Es gibt vielleicht f&#252;nf oder sechs Institute wie uns, keines davon wird &#246;ffentlich gef&#246;rdert. Aber es gibt in Deutschland &#252;ber 3.000 Institutionen, die sich wissenschaftlich mit der Vergangenheit besch&#228;ftigen</p>
</blockquote>
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		<title>Die Links zum Sonntag</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 15:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Regensburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute mit: Zwei Toten und chinesischer Feierei.
Willk&#252;r vs. Rechtsstaat Vor fast einem Jahr wurde in Regensburg Tennessee Eisenberg mit zw&#246;lf (!) Sch&#252;ssen von der Polizei erschossen. Aufgrund einseitiger Ermittlung legte die Familie des Toten Beschwerde beim Oberlandesgericht N&#252;rnberg ein, das das Verfahren vor wenigen Tagen einstellte. &#8220;Die Verteidigung einzelner Beamter wiegt also selbst f&#252;r ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute mit: Zwei Toten und chinesischer Feierei.</p>
<p><a href="http://hirnrauschen.wordpress.com/2010/03/26/willkur-vs-rechtsstaat/" class="liexternal">Willk&#252;r vs. Rechtsstaat</a> Vor fast einem Jahr wurde in Regensburg Tennessee Eisenberg mit zw&#246;lf (!) Sch&#252;ssen von der Polizei erschossen. Aufgrund einseitiger Ermittlung legte die Familie des Toten Beschwerde beim Oberlandesgericht N&#252;rnberg ein, das das Verfahren vor wenigen Tagen einstellte. &#8220;Die Verteidigung einzelner Beamter wiegt also selbst f&#252;r ein  Oberlandesgericht st&#228;rker als die objektive Aufkl&#228;rung dieses Falles&#8221;, schreibt dorager und fasst die Ungereimtheiten und Ermittlungsergebnisse zusammen.</p>
<p><a href="http://dasmagazin.ch/index.php/%C2%ABdas-war-100-prozent-in-ordnung%C2%BB/" class="liexternal">&#8220;Das war 100 Prozent in Ordnung&#8221; </a>Vor wenigen Wochen ermordeten Angeh&#246;rige des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad einen Hamas-Terroristen in Dubai. Das Interview mit einem israelischen Schriftsteller Yishai Sarid zeigt die israelische Position zu dem Mord. Auch lesenswert: Die Kommentare, die die Argumentation Sarids auseinandernehmen um den Konflikt zwischen Israel und Pal&#228;stina.</p>
<blockquote><p><strong>Ein Mord wird in Israel leichter akzeptiert als in Europa?</strong><br />
Das war kein Mord. Technisch vielleicht schon, aber im Krieg spricht man  nicht von Mord. Viele demokratische L&#228;nder, auch europ&#228;ische, f&#252;hren  heute Krieg und t&#246;ten Menschen. Niemand nennt das Mord.</p>
<p><strong>Israel befindet sich also im Krieg?</strong><br />
Nat&#252;rlich. Es ist seit seinem Entstehen in einem permanenten  Kriegszustand. Auch wenn nicht st&#228;ndig gek&#228;mpft wird, besteht doch eine  ununterbrochene Bedrohung seiner Existenz. Ich bin ein Linker, ich  schreibe ein Buch &#252;ber die Grausamkeiten der israelischen Geheimdienste,  aber trotzdem w&#252;rde ich deren Arbeit wegen der existenziellen  Bedrohungslage Israels nie in Zweifel ziehen. Denn die Tatsache, dass es  viele Nationen und Organisationen in dieser Gegend und anderswo gibt,  die uns hier nicht haben wollen, steht leider ausser Frage.</p>
<p><strong>Mit der Begr&#252;ndung, es gehe um Leben oder Tod Israels, l&#228;sst  sich alles entschuldigen?</strong><br />
Mahmud al-Mabhuh, der in Dubai liquidiert wurde, war zwar kein besonders  grosser Fisch, aber Teil der Terrormaschine und als solcher eine  direkte Bedrohung Israels. Man kann dar&#252;ber diskutieren, ob das Attentat  sonderlich geschickt ausgef&#252;hrt wurde, ob man daf&#252;r so viele Agenten  aufs Spiel setzen musste. Aber die Tat selbst ist in meinen Augen  hundertprozentig in Ordnung.</p></blockquote>
<p><a href="http://pawagner.de/spielraum/wordpress/2009/12/14/zhang-xiao-they/" class="liexternal">Zhang Xiao / They:</a> &#8220;Zhang Xiao fotografische  Sammlung &#8216;They&#8217; gibt &#252;berraschende Einblicke in die chinesische Altagskultur mit einem  Schwerpunkt auf Festen jeglicher Art. Zu sehen ist ein erstaunliches  Nebeneinander von Fortschritt und Tradition und  – mit europ&#228;ischem Auge  gesehen – von Vertrautheit und Fremdheit&#8221;, schreibt das <a href="http://pawagner.de/spielraum/wordpress/" class="liexternal">Abseits Magazin</a>.</p>
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		<title>Irreal und wahnhaft</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 19:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Venzuela]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Iran und Venezuela gelten als die Vorreiter des sogenannten Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Das f&#252;hrt mitunter zu abstrusen Situationen: Hugo Chavez, der kein Muslim ist, hofft w&#228;hrend einer Pilgerfahrt im Iran auf eine Wiederkehr des Mahdi. Mahmud Ahmadinedschad sagt, dass das Ende des dunklen Zeitalters gekommen sei, aber der Iran bereit sei nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Iran und Venezuela gelten als die Vorreiter des sogenannten Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Das f&#252;hrt mitunter zu abstrusen Situationen: Hugo Chavez, der kein Muslim ist, hofft w&#228;hrend einer Pilgerfahrt im Iran auf eine Wiederkehr des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mahdi" rel="nofollow" class="liwikipedia">Mahdi</a>. Mahmud Ahmadinedschad sagt, dass das Ende des dunklen Zeitalters gekommen sei, aber der Iran bereit sei nach dem Zusammenbruch des Imperialimus das Vakuum zu f&#252;llen. &quot;<a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6049.html" class="liexternal">Die Globalisierung des Madhi</a>&quot; ist das&#160; Vorwort zum Buch &quot;<a href="http://www.amazon.de/Verratene-Freiheit-Aufstand-Antwort-Westens/dp/3940426512/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1269718860&amp;sr=8-1" class="liexternal">Verratene Freiheit &#8211; Der Aufstand im Iran und die Antwort des Westens</a>&quot; zeigt klar auf, dass dieser sogenannte &quot;Dritte Weg&quot; eine Sackgasse ist. Ein lesenswerter Essay &#252;ber den Iran seit der Revolution, Rebellion innerhalb des Landes und die wahnwitzigen Ideen seiner F&#252;hrer. Ein kleiner Auszug: </p>
<blockquote><p>Erst dieser Sozialismus des 21. Jahrhunderts erm&#246;glicht es dem nach der Bombe strebenden Iran, jene F&#252;hrerschaft zu &#252;bernehmen, die Khomeini einst vorschwebte. Diese F&#252;hrerschaft ist nat&#252;rlich hochgradig irreal und wahnhaft; daf&#252;r reicht bereits ein Blick in die Region: Nie zuvor hatte der Iran so viele Feinde an seinen Grenzen, nie zuvor war er so unbeliebt und zugleich in einer so tief greifenden inneren Krise. Jene im strengen Wortsinn konservativen Ayatollahs in Qom, die unerm&#252;dlich vor einer Verweltlichung des Anliegens der &quot;Islamischen Republik&quot; warnen und l&#228;ngst mit den Machthabern in Teheran zerfallen sind, haben von diesen Ver&#228;nderungen eine deutliche Ahnung. Ahmadinedschad n&#228;mlich ist doch gar kein F&#252;hrer der islamischen Massen mehr &#8211; denn diese haben ihm in Teheran bei der ersten sich bietenden Gelegenheit eindrucksvoll gezeigt, was sie von ihm halten. Er kann nur als Sozialist des 21. Jahrhunderts verstanden werden, er will es auch &#8211; und seine Anh&#228;nger sitzen zuallerletzt im Iran. </p>
<p>Verband man fr&#252;her mit Sozialismus noch den gro&#223;en Wurf in der Zukunft, den Fetisch von Moderne und Naturbeherrschung um jeden Preis, gepaart mit jener unappetitlichen Verherrlichung der Arbeiter und Bauern, so fu&#223;t heute der &quot;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&quot; im besten Fall auf der Distribution von Erd&#246;lrente unter Menschen, denen Patronage und Klientelismus aufgezwungen werden. Und wer nicht mitakklamieren will, der sitzt wie gehabt im Gef&#228;ngnis oder im Exil. Nicht einmal das Bild einer potenziell strahlenden Zukunft hat einer dieser gro&#223;en F&#252;hrer dabei noch zu bieten. Im Gegenteil: Das einzige Versprechen, das sie ihren aufgepeitschten Anh&#228;ngern wirklich zu geben haben, hei&#223;t Vernichtung &#8211; die eben auch eine Art der Erl&#246;sung ist. Denn anders sind jene Verhei&#223;ungen nicht zu verstehen, die in einem immer schnelleren Rhythmus aus Teheran oder Caracas kommen: Wenn erst die Herrschaft von Imperialismus und Zionismus gebrochen ist, dann erscheint der Mahdi, geht die Sonne auf, kommt die Herrschaft der ach so z&#228;rtlichen V&#246;lker. Mit Kritik an Kapitalverh&#228;ltnissen hat dies alles nicht das Geringste zu tun; an die Stelle von Marx sind Mohammed, der Mahdi und ein Avatar von Simon Bolivar getreten.</p>
</blockquote>
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		<title>Lesenswert: Politikverdrossenheit, Populismus und schiefe Vergleiche</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 14:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Nockherberg]]></category>
		<category><![CDATA[Populismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Emp&#246;rungsgesellschaft &#8211; Politisches Desinteresse in der Mitte der Gesellschaft angekommen: &#34;Politiker sind grunds&#228;tzlich faul und korrupt. Warum denn zur Wahl gehen? Die sind doch sowieso alle gleich!&#34; 51Prozent aller B&#252;rger sind mit der demokratischen Regierungsform unzufrieden. Franz Walter und Michael L&#252;hmann vom G&#246;ttinger Institut f&#252;r Demokratieforschung zeigen die Ursachen und Folgen dieser Politikverdrossenheit auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-03/empoerung-gesellschaft-demokratie-populismus?page=1" class="liexternal">Die Emp&#246;rungsgesellschaft</a> &#8211; Politisches Desinteresse in der Mitte der Gesellschaft angekommen: &quot;Politiker sind grunds&#228;tzlich faul und korrupt. Warum denn zur Wahl gehen? Die sind doch sowieso alle gleich!&quot; 51Prozent aller B&#252;rger sind mit der demokratischen Regierungsform unzufrieden. Franz Walter und Michael L&#252;hmann vom G&#246;ttinger Institut f&#252;r Demokratieforschung zeigen die Ursachen und Folgen dieser Politikverdrossenheit auf und kommen zum Ergebnis, dass dagegen nur eines hilft: </p>
<blockquote><p>&quot;Daher ist das Ziel im Grunde klar vorgegeben: Wenn Ahnungslosigkeit und Politikverdrossenheit miteinander korrelieren und die Wertsch&#228;tzung demokratischer Verfahren mit der genaueren Kenntnis der politischen Strukturen steigt, dann muss die politische Unkenntnis bek&#228;mpft und das Niveau politischer Bildung gesteigert werden.&quot;</p>
</blockquote>
<p>&#160;</p>
<p><a href="http://www.malte-welding.com/2010/03/08/kleiner-fuhrer-fur-den-modernen-populisten/" class="liexternal">Kleiner F&#252;hrer f&#252;r den modernen Populisten</a> &#8211; In zw&#246;lf Schritten zum Populisten. So einfach geht&#8217;s. Beginnen wir zusammen mit Schritt 1:&#160; </p>
<blockquote><p>Definieren Sie Ihre Zielgruppe. Dabei bietet es sich an, dass Ihre Zielgruppe gr&#246;&#223;er ist als die Gruppe unter Punkt zwei, die zu diffamierende Gruppe. Ist Ihre Zielgruppe kleiner als die zu diffamierende Gruppe, dann sollte sie wenigstens reicher sein.</p>
</blockquote>
<p>&#160;</p>
<p><a href="http://www.spreeblick.com/2010/03/09/die-hohe-kunst-des-schiefen-vergleichs/" class="liexternal">Die hohe Kunst des schiefen Vergleichs</a> &#8211; Lerchenbergs KZ-Vergleich auf dem Nockherberg hat eines mal wieder gezeigt: &quot;Es ist dumm, Vergleiche mit dem Dritten Reich anzustellen, sagt die Erfahrung. Weil sich die Diskussion sofort Richtung Drittes Reich verschiebt. Und ein Aufschrei der Emp&#246;rung folgt, selbstredend.&quot;</p>
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		<title>Nockherberg 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 11:27:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nockherberg]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[So, der n&#228;chste ist weg. Michael Lerchenberg ist beim Nockhergberg ausgestiegen. &#34;Mein &#34;Bruder Barnabas&#34; hat mit seiner Form der politischen, auch zu Teilen ernsten und durchaus manchmal provokanten Fastenpredigt sicherlich Ma&#223;st&#228;be gesetzt. Nichts und niemanden hat er geschont&#34;, sagt Lerchenberg bei zeit.de. 
Ich habe mir die Rede angesehen. Ich fand die Fastenpredigt treffend, b&#246;se und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, der n&#228;chste ist weg. Michael Lerchenberg ist beim Nockhergberg ausgestiegen. &quot;Mein &quot;Bruder Barnabas&quot; hat mit seiner Form der politischen, auch zu Teilen ernsten und durchaus manchmal provokanten Fastenpredigt sicherlich Ma&#223;st&#228;be gesetzt. Nichts und niemanden hat er geschont&quot;, <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-03/nockherberg-ruecktritt-lerchenberg" class="liexternal">sagt Lerchenberg bei zeit.de.</a> </p>
<p>Ich habe mir die Rede angesehen. Ich fand die Fastenpredigt treffend, b&#246;se und sehr wahr &#8211; und genau so soll sie ja auch sein: Niemanden schonen! Lechenberg machte einen Rundumschlag: bayerische Landespolitik, Schwarz-Gelb, Landesbank, Afghanistan, SPD und die Gr&#252;nen, K&#228;rnten und die Merkel. Kurz: jedes wichtige Thema sprach Lerchenberg an, kritisierte die Politiker konkret und mit gro&#223;em Wissen. Die bayerische Justizministerin Beate Merk h&#228;tte wohl nicht damit gerechnet, wegen der Situation in den Gef&#228;ngnissen und ein Gesetz, das Waffenbesitz erheblich erleichtert, angegangen wird.</p>
<p>Ich fand des KZ-Vergleich nicht lustig. Er war grenzwertig, aber kein Grund zur Zensur. 2007 stieg schon Django As&#252;l aus, weil er die Herren und Damen Politiker zu hart angegangen sein soll. Aber das ist doch Sinn und Zweck der Veranstaltung. Bayern hat ja eine Menge Kabarettisten, aber langsam gehen sie aus: Bruno Jonas &#8211; hat ma schon, Django As&#252;l &#8211; hat ma schon, Lerchenberg &#8211; auch weg. Wen g&#228;b&#8217;s denn noch? Und vor allem wer hat denn noch Bock darauf?</p>
<p>(Der Goppel hat mir fast schon ein bisschen Leid getan, als ihm mal einer ins Gesicht gesagt hat, dass er schon sowas wie der Depp vom Dienst der CSU ist. Aber nur fast.)</p>
<p>
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		<title>Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 11:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
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		<category><![CDATA[Union]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin von der schwarz-gelben Regierung entt&#228;uscht. Ich habe sie nicht gew&#228;hlt und ich h&#228;tte einen Bundeskanzler Steinmeier lieber gesehen als noch mal vier Jahre Merkel. Dennoch h&#228;tte ich wesentlich mehr von Kanzlerin Merkel und ihrem Vizekanzler Westerwelle erwartet.
Doch war ist in vier Monaten schwarz-gelb passiert? Sie haben die Gesellschaft gespalten. Und zwar in erster Linie mit Worten, und nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin von der schwarz-gelben Regierung entt&#228;uscht. Ich habe sie nicht gew&#228;hlt und ich h&#228;tte einen Bundeskanzler Steinmeier lieber gesehen als noch mal vier Jahre Merkel. Dennoch h&#228;tte ich wesentlich mehr von Kanzlerin Merkel und ihrem Vizekanzler Westerwelle erwartet.</p>
<p>Doch war ist in vier Monaten schwarz-gelb passiert? Sie haben die Gesellschaft gespalten. Und zwar in erster Linie mit Worten, und nicht mit den Reformen, die sie eigentlich h&#228;tten durchf&#252;hren wollen. Westerwelle schimpft &#252;ber sp&#228;tr&#246;mische Dekadenz bei Menschen, die von Hartz-IV leben. Es freute mich zu sehen, dass ich so Artikel &#252;ber das r&#246;mische Leben lesen konnte. Es ist klar erkennbar, dass der Vergleich zwischen Hartz-IV-Empf&#228;ngern und der reichen Oberschicht vor knapp 2000 Jahren, die durch ihr Luxusleben den Untergang des r&#246;mischen Reiches befeuerten, doch hinkt.</p>
<p>Westerwelle hat eines vergessen: Leute, die sich auf Kosten des Landes, also des Staates und seiner Unternehmer und der Bev&#246;lkerung bereichern, gibt es auf allen Ebenen. Der Hartz IV-Empf&#228;nger, der sich in der Arbeitslosigkeit ganz gut eingerichtet hat und lieber mit weniger Geld auskommt anstatt zu arbeiten. Dann gibt es die Mittelklasse, die nicht die Malerfirma anruft, wenn jemand die Wohnung streichen soll, wenn’s doch der Bekannte vom Nachbarn auch kann &#8211; und das sogar nur f&#252;r die H&#228;lfte! Und auch die Reichen, die mit Geldkoffern in die Schweiz oder nach Liechtenstein unterwegs sind, geh&#246;ren, wenn man den schiefen Vergleich Westerwelles noch einmal bem&#252;hen will, zu jener sp&#228;tr&#246;mischen Dekadenz.</p>
<p>Nicht dass Guido Westerwelle Missst&#228;nde im Sozialsystem anprangert, macht seine Aussagen so falsch, sondern dass er so tut, als verursachte nur eine Gruppe von Menschen, n&#228;mlich die Unterschicht, Probleme im deutschen Sozialsystem. Diese Stigmatisierung ist kontraproduktiv in einer Gesellschaft, die sowieso schon mit dem Auseinanderdriften von Arm und Reich zu k&#228;mpfen hat.</p>
<p>Doch entt&#228;uscht bin ich aus einem anderen Grund. Ich dachte, dass eine schwarz-gelbe Regierung schnell die Hermds- und Blusen&#228;rmel hochkrempelt und Reformen angeht: Steuern runter, weniger Staat, im Zweifel f&#252;r die Wirtschaft. Doch was ist passiert? Die Union und die FDP veranstalten gr&#246;&#223;eres Theater als es die gro&#223;e Koalition je vermocht hatte. Der FDP-Wirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle ist beleidigt, weil ihm CSU-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in Davos die Show gestohlen hat. Angela Merkel und Guido Westerwelle drehen sich gegenseitig jedes Wort um Mund um.</p>
<p>Dabei dachte ich, Schwarz-Gelb sei das Traumpaar der deutschen Bundespolitik. Hier die konservative Union, dort die wirtschaftsliberale FDP. Die beiden haben das B&#252;rgertum unter sich aufgeteilt und warten sehnsuchtsvoll darauf endlich ihre Ideen umzusetzen. Und jetzt das: Vier Monate lang Streit und Rumgezicke. Die gro&#223; angek&#252;ndigte Steuerreform wird wohl doch nicht ganz so gro&#223; ausfallen und in der Gesundheitspolitik ist die &#220;bereinstimmung auch l&#228;ngst nicht so gro&#223;, wie das beide Seiten vorher dachten.</p>
<p>Schon in Bayern hat die Zwangsheirat zwischen CSU und FDP l&#228;ngst nicht so gefruchtet wie erwartet. Nat&#252;rlich, hier kann man noch sagen, dass die CSUler nach Jahrzehnten der Alleinherrschaft es einfach nicht gew&#246;hnt sind, dass da am ovalen Regierungstisch in der Staatskanzlei in M&#252;nchen andere sitzen, die ein W&#246;rtchen mitzureden haben. Doch dass Schwarz-Gelb auch auf Bundesebene versagt, wo doch Schwarz-Gelb als die gro&#223;e Liebe stilisiert wurde &#8211; Topf und Deckel quasi &#8211; &#252;berrascht mich sehr. Ich habe erwartet, dass Union und FDP durchstarten, Reformen durchbringen, alles sachlich und im Dienst ihrer Sache. Ich habe nicht erwartet, dass mir diese Sachen gefallen werden. Aber dass so gar nichts passiert &#8211; mit dem h&#228;tte ich wirklich nicht gerechnet.</p>
<p>Aber: Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf. In Nordrhein-Westfalen stehen Landtagswahlen an und ein Ende der schwarz-gelben Regierung unter R&#252;ttgers ist auch ein Ende der Mehrheit im Bundesrat. Die CDU lieb&#228;ugelt mit den Gr&#252;nen, falls es zu einer Regierung mit der FDP nicht reichen sollte. Auch eine gro&#223;e Koalition w&#228;re m&#246;glich. In der FDP herrscht deshalb Angst ersetzt zu werden. Und schon l&#228;uft ein paar Monate nach der Wahl schon wieder Wahlkampf und FDP und Union arbeiten miteinander gegeneinander. Von der Rhetorik des Bundestagswahlkampfes, die Wandel mit einer breiten b&#252;rgerlichen Basis versprochen hat, ist nicht mehr viel &#252;brig geblieben.</p>
<p>Der Kabarettist Christian Springer, der als Fonsi vor allem in Bayern bekannt ist, bringt seinen &#196;rger &#252;ber Guido Westerwelle in den folgenden zwei Minuten auf den Punkt: &#8220;Hartz-IV ist ihnen egal, Herr Westerwelle. Sie m&#252;ssen nur aus dem Umfragetief raus.&#8221;</p>
<p>&#8220;<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/F8UUFa9Lt4Q&amp;feature" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/F8UUFa9Lt4Q&amp;feature"></embed></object></p>
<br /><a href="http://www.schafott.net/?p=949#comments" title="Comments on &quot;Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf&quot;"><img src="http://www.schafott.net/wp-content/plugins/feed-comments-number/image.php?949" alt="Comments" /></a>


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