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	<title>Schafott &#187; Kulturelles</title>
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		<title>Sowas Brutales aber auch</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 18:22:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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		<description><![CDATA[“Die Regeln der Hungerspiele sind einfach”, hei&#223;t es im ersten Band der Trilogie “Die Tribute von Panem”. 12 Jungen und 12 M&#228;dchen werden jedes Jahr ausgelost f&#252;r ein Spiel, das keine Regeln kennt: Wer &#252;berlebt, gewinnt, so einfach ist das. 24 Kinder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren ermorden sich also gegenseitig vor den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Die Regeln der Hungerspiele sind einfach”, hei&#223;t es im ersten Band der Trilogie “Die Tribute von Panem”. 12 Jungen und 12 M&#228;dchen werden jedes Jahr ausgelost f&#252;r ein Spiel, das keine Regeln kennt: Wer &#252;berlebt, gewinnt, so einfach ist das. 24 Kinder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren ermorden sich also gegenseitig vor den Augen aller, denn aufgezogen sind die Hungerspiele als Reality-TV-Sendung. Zur Unterhaltung dienen die Spiele f&#252;r die herrschende Schicht, zur Abschreckung f&#252;r die Unterschicht (aus die Kinder kommen). Katniss ist die Protagonistin der Geschichten und ern&#228;hrt schon seit Jahren illegal ihre Familie als J&#228;gerin ihre Familie. Freiwillig stellt sie sich ihren 23 Konkurrenten und erspart so ihrer Schwester die Teilnahme. Und dann beginnt das Spiel, zu dem die Medieninszenierung im Vorfeld genauso dazugeh&#246;rt wie die Toten. Auch die Liebe spielt eine Rolle. Es ist aber gro&#223;artig, dass diese Liebesgeschichte nicht in die furchtbare “Twilight”-m&#228;&#223;ige Richtung à la “kleines M&#228;dchen wartet auf ihren Prinzen” – im Gegenteil. </p>
<p>Die krasse Story von “Die Tribute von Panem” zog mich schon nach wenigen Seiten in ihren Bann. Es ist spannend und brutal: Ich hab mich wirklich gef&#252;rchtet. Ein Jugendbuch ist es wohl nur deshalb, weil die Hauptpersonen jung sind. Es ist eine groteske Welt, in der die Autorin das Konzept “Dschungelcamp” weiterdenkt und es mit einem Unterdr&#252;ckungsstaat verbindet. Im n&#228;chsten Jahr soll die Verfilmung ins Kino kommen. Das &#252;berrascht nicht, denn schlie&#223;lich macht das Reality-TV-Format der Hungerspiele das Buch extrem gut verfilmbar. Teil 2 liegt schon aufgeschlagen neben mir. </p>
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		<title>Lest mal, wie Christoph Schlingensief Regensburg gerockt hat!</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 21:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Regensburg]]></category>

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		<description><![CDATA[1999 kam Christoph Schlingensief (…) pers&#246;nlich nach Regensburg. Er war auf &#34;Deutschlandsuche&#34;, lie&#223; sich im Rahmen der Suchaktion kurzzeitig am Neupfarrplatz festnehmen, weil er &#8211; wie schon Monate zuvor bei der Dokumenta in Kassel &#8211; lautstark die T&#246;tung des gerade amtierenden Bundeskanzlers Helmut Kohl forderte. Schlingensief hat offenbar Eindruck gemacht und die Stadtoberen engagierten den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>1999 kam Christoph Schlingensief (…) pers&#246;nlich nach Regensburg. Er war auf &quot;Deutschlandsuche&quot;, lie&#223; sich im Rahmen der Suchaktion kurzzeitig am Neupfarrplatz festnehmen, weil er &#8211; wie schon Monate zuvor bei der Dokumenta in Kassel &#8211; lautstark die T&#246;tung des gerade amtierenden Bundeskanzlers Helmut Kohl forderte.</p>
</blockquote>
<p>Schlingensief hat offenbar Eindruck gemacht und die Stadtoberen engagierten den Theatermann, der Regensburg zum Titel der Kulturhauptstadt verhelfen sollte. Das St&#252;ck “Keine Chance, Regensburg“ forderte “Essen f&#252;r alle”. Daraufhin wurde Essen zur Kulturhauptstadt und nicht Regensburg, wie der Politiker so gehofft hatten. </p>
<p>&quot;Schlingensief als Werber f&#252;r Regensburg zu engagieren erwies sich als eine Absurdit&#228;t”, <a href="http://www.zeit.de/2005/08/Regensburg_ausradiert" class="liexternal">schrieb die Zeit</a>.</p>
<p>S&#228;m Wagner schreibt in der Regensburg-Kolumne des Z&#252;ndfunks &#252;ber die <a href="http://www.br-online.de/bayern2/zuendfunk/zuendfunk-bayernkurier-regensburg-ID1297779050276.xml" class="liexternal">Verbindung zwischen Regensburg und Schlingensief.</a>&#160;</p>
<p>Schaut mal, was der alles gemacht hat in seinem Leben. Unglaublich, wieviele Ideen Schlingensief hatte!</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="http://www.youtube.com/embed/cu-rZitLols" frameborder="0" width="640" height="390" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="http://www.youtube.com/embed/EV1CZ4oxymc" frameborder="0" width="640" height="390" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>&#8220;Confessions of a Child of the Age&#8221;: Pete Doherty kommt nach Regensburg</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 14:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Regensburg]]></category>

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		<description><![CDATA[W&#228;hrend ich New York an allen Ecken aus dem Fernsehen und Kino wiedererkannte und ich nur wenig wirklich neu entdeckte, sondern nur best&#228;tigte, was ich schon kannte ist Regensburg als Fernsehkulisse nicht wirklich pr&#228;sent. (Nachtrag: Ich habe tats&#228;chlich Regensburg mit New York verglichen?) Nat&#252;rlich, die Familie Dr. Sommerfeldt gibt es und Kommisarin Lukas ermittelt hier. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>W&#228;hrend ich New York an allen Ecken aus dem Fernsehen und Kino wiedererkannte und ich nur wenig wirklich neu entdeckte, sondern nur best&#228;tigte, was ich schon kannte ist Regensburg als Fernsehkulisse nicht wirklich pr&#228;sent. (Nachtrag: Ich habe tats&#228;chlich Regensburg mit New York verglichen?) Nat&#252;rlich, die Familie Dr. Sommerfeldt gibt es und Kommisarin Lukas ermittelt hier. Wenn es andere Filme gibt, die in Regensburg spielen, so kenne ich sie nicht. Doch das &#228;ndert sich jetzt, denn in den n&#228;chsten Wochen wird Regensburg zum Drehort f&#252;r einen Film mit drei bekannten Namen.</p>
<p>Pete Doherty, August Diehl und Charlotte Gainsbourg drehen in Regensburg einen Kinofilm. Sie arbeiten zusammen an der Verfilmung von “Bekenntnisse eines jungen Zeitgenossen”, in den Alfred de Musset autobiografisch von seiner Jugend in den 1830er Jahren in Paris erz&#228;hlt. Doherty verk&#246;rpert den Dichter, der von seiner ungl&#252;cklichen Liebe zu George Best Sand, die ebenfalls als Schriftstellerin arbeite, schreibt.</p>
<p>In S&#252;nching, zwei Bahnstationen vor Regensburg, wenn man aus S&#252;den von Passau kommt, werden die Au&#223;enszenen gedreht werden. Auch in der Altstadt von Regensburg soll gedreht werden.</p>
<p>Wenn du schauspielerst oder singst kannst du sich f&#252;r eine Rolle als Komparse bewerben.</p>
<blockquote><p><em>“Wir suchen interessante Gesichter im Raum Regensburg/M&#252;nchen, Schauspielstudenten, Schauspieler, T&#228;nzer (die den Waltzer tanzen), Musiker, Poeten, Models, K&#252;nstler und Laien die (…) als Kleindarsteller mitspielen m&#246;chten.”</em></p></blockquote>
<p>Der Film spielt vor fast 200 Jahren also werden da eine Menge an Kost&#252;men mit im Spiel sein. Willst du da mitmachen? Dann bewirb dich per E-Mail bei <a href="mailto:confessionsinregensburg@gmail.com" class="limailto">confessionsinregensburg@gmail.com</a> oder <a href="mailto:confessionsinmunch@gmail.com" class="limailto">confessionsinmunch@gmail.com</a> mit Foto und Angaben zum Wohnort und Telefonnummer. Schreib au&#223;erdem deine Kleider- und Schuhgr&#246;&#223;e, den Zeitraum in dem du Zeit hast und wie gut du Englisch kannst dazu. Es ist geplant den Film von Mitte Februar bis Mitte M&#228;rz zu drehen.</p>
<p>Pete Doherty ist kein Unbekannter in Bayern. Bei einem Konzert bei On3Radio im vergangenen Jahr fing er pl&#246;tzlich an die erste Strophe des Deutschlandliedes zu singen. Das ist die, die mit “Deutschland, Deutschland…” beginnt. Sonst ist Pete Doherty ein alter Bekannter aus dem Boulevard, der regelm&#228;&#223;ig Schlagzeilen macht mit Drogen, Kate Moss und Drogen. Er lebt das Leben eines Junkie in der &#214;ffentlichkeit, seine Sucht kein Geheimnis. T&#228;usche ich mich oder ist es in den vergangenen Monaten ruhiger um ihn geworden?</p>
<p>August Diehl erspielt sich nun schon seit einiger Zeit einen Platz in meinem Herzen. Er war in einer Reihe Filme, seitdem ich ihn bei “Was spielt die Liebe in Gedanken” das erste Mal wahrnahm, als er als Hans ein Mitglied eines Selbstm&#246;rderclubs in den Goldenen Zwanziger Jahren darstellte. Vor zwei Jahren spielte er einen SS-Mann in Tarantino’s “Inglorious Basterds”.</p>
<p>Charlotte Gainsbourg arbeitet schon seit ihrer Kindheit in als Schauspielerin und ist auch als Musikerin bekannt. Sie arbeitete zusammen mit Lars von Trier bei “Antichrist” und war in “21 Gramm” zu sehen. Sie ist die Tochter des franz&#246;sischen S&#228;ngers Serge Gainsbourgh und der britischen Schauspielerin Jane Birkin.</p>
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		<title>Influencers</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 02:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie sich Trends entwickeln, aus Ideen Mainstream wird und welche Pers&#246;nlichkeiten sogenannte Beeinflusser sind, zeigt die Dokumentation “Influencers” mit toller Grafik: Der Film ist ein “Polaroid snapshot of New York’s influential creatives (advertising, design, fashion and entertainment) who are shaping today&#8217;s pop culture.” INFLUENCERS FULL VERSION from R+I creative on Vimeo.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sich Trends entwickeln, aus Ideen Mainstream wird und welche Pers&#246;nlichkeiten sogenannte Beeinflusser sind, zeigt die Dokumentation “<a href="http://influencersfilm.com" class="liexternal">Influencers</a>” mit toller Grafik: Der Film ist ein “Polaroid snapshot of New York’s influential creatives (advertising, design, fashion and entertainment) who are shaping today&#8217;s pop culture.”</p>
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		<title>Shahada</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 17:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Die New York Times widmete gestern eine halbe Seite in der Printausgabe einem deutschen Regisseur, von dem ich noch nie etwas geh&#246;rt habe. Burhan Qurbanis Film “Shahada” hat letztes Wochenende beim Chicago International Film Festival letzte Woche den ersten Platz f&#252;r Nachwuchsregisseure gewonnen und ist auch auf der Berlinale gelaufen. “Shahada” (eine der f&#252;nf S&#228;ulen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die New York Times widmete gestern eine halbe Seite in der Printausgabe einem deutschen Regisseur, von dem ich noch nie etwas geh&#246;rt habe. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burhan_Qurbani" rel="nofollow" class="liwikipedia">Burhan Qurbanis</a> Film “Shahada” hat letztes Wochenende beim Chicago International Film Festival letzte Woche den ersten Platz f&#252;r Nachwuchsregisseure gewonnen und ist auch auf der Berlinale gelaufen. </p>
<p>“Shahada” (eine der f&#252;nf S&#228;ulen des Islams) erz&#228;hlt die Schicksale dreier Muslime in Berlin, die w&#228;hrend des islamischen Fastenmonats Ramadan miteinander verkn&#252;pft werden:&#160; Ein t&#252;rkischer Polizist verl&#228;sst seine Familie, der Jugendlicher kann seine Homosexualit&#228;t und seinen Glauben nicht mehr vereinbaren, eine Frau beschlie&#223;t abzutreiben. </p>
<p>Der Film sei aber nicht in erster Linie &#252;ber Religion: “Die Konflikte, die Krisen und die Widerspr&#252;che, mit denen sie in der deutschen Gesellschaft zu k&#228;mpfen haben. Es sind vor allem diese Widerspr&#252;che, die mich interessieren,” schreibt Burhan Qurbani in der Pressemappe “Shahada.”&#160; </p>
<p>Unter der &#220;berschrift <a href="http://www.nytimes.com/2010/10/18/world/europe/18germany.html?_r=1&amp;scp=1&amp;sq=shahada&amp;st=cse" class="liexternal">“With Film, Afghan-German Is a Foreigner at Home”</a> griff die New York Times auch die Integrationsdebatte in Deutschland auf und Qurbanis Dilemma in Deutschland aufgewachsen zu sein, jedoch von Deutschen als Ausl&#228;nder gesehen zu werden:</p>
<blockquote><p>By his own account he has assimilated, accepting German culture and norms, which is what many Germans say they want of immigrants, and what many immigrants (…) resist to varying degrees as they struggle to hold on to their culture. (…) Even though he is Muslim, Mr. Qurbani and his family adopted the culture of Christmas. As a small child, he said, he was pleased to learn about Catholicism during religious classes in school because he wanted to understand his friends. And he professes to carry the guilt of Germany’s Nazi past.</p>
</blockquote>
<p><font color="#000000">Der Trailer zum Film: </font></p>
<p>
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<div><a href="http://www.youtube.com/watch?v=e_8O5RWiJfQ" target="_new" class="liimagelink"><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/video88d7fa523e0d1.jpg" style="border-style: none" galleryimg="no" onload="var downlevelDiv = document.getElementById('d32fc118-2564-4e74-8deb-ff398958f487'); downlevelDiv.innerHTML = &quot;&lt;div&gt;&lt;object width=\&quot;425\&quot; height=\&quot;355\&quot;&gt;&lt;param name=\&quot;movie\&quot; value=\&quot;http://www.youtube.com/v/e_8O5RWiJfQ&amp;hl=en\&quot;&gt;&lt;\/param&gt;&lt;embed src=\&quot;http://www.youtube.com/v/e_8O5RWiJfQ&amp;hl=en\&quot; type=\&quot;application/x-shockwave-flash\&quot; width=\&quot;425\&quot; height=\&quot;355\&quot;&gt;&lt;\/embed&gt;&lt;\/object&gt;&lt;\/div&gt;&quot;;" alt=""></a></div>
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		<title>Fast Food ist das Nicht &#8211; &quot;Agreeable&quot; von Jonathan Franzen</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 22:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lese ja kaum mehr Rezensionen. Es nervt mich ungemein, wenn darin schon alles verraten wird. Selbst Analysen und Hintergr&#252;nde zu Filmen, B&#252;chern oder Musik erz&#228;hlen oft schon viel zu viel von der Handlung oder Atmosph&#228;re. Das Dumme an der Sache ist, dass ich sie genau so etwas gerne schreibe. Und auch lese &#8211; aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese ja kaum mehr Rezensionen. Es nervt mich ungemein, wenn darin schon alles verraten wird. Selbst Analysen und Hintergr&#252;nde zu Filmen, B&#252;chern oder Musik erz&#228;hlen oft schon viel zu viel von der Handlung oder Atmosph&#228;re. Das Dumme an der Sache ist, dass ich sie genau so etwas gerne schreibe. Und auch lese &#8211; aber halt erst nachdem ich die Geschichte gelesen habe oder im (auf) Kino (.to) war.</p>
<p>Konkret geht es um die Geschichte <a href="http://www.newyorker.com/fiction/features/2010/05/31/100531fi_fiction_franzen" class="liexternal">&#8220;Agreable&#8221; von Jonathan Franzen</a>. Zu lesen ist sie im amerikanischen Original beim Magazin &#8220;New Yorker.&#8221; Nur soviel: Franzen gibt einen Einblick in das Leben von Peggy, einer Highschool-Sch&#252;lerin aus New York (ich sch&#228;tze in den 1970er Jahren).</p>
<p>Interessant ist, dass ich mir den Text ausdruckte, weil er f&#252;r einen im Netz ja doch &#252;berdurchschnittlich lang ist. &#8220;Agreeable&#8221; hat ausgedruckt neun Seiten. Und solch lange Texte lese ich weiterhin am liebsten analog. Doch f&#252;r den Romanschriftsteller Franzen ist es eine ausgesprochen kurze Form. Zum Vergleich: Sein Buch &#8220;Die Korrekturen&#8221; hatte fast 800 Seiten. Trotzdem schafft er es auf den wenigen Seiten eine komplexe Handlung aufzubauen. Eindringlich wird Patty und ihre Umwelt &#8211; ihre Eltern, das Sportteam &#8211; beschrieben.</p>
<p>Ich habe die Geschichte im Zug von Passau nach Regensburg gelesen.Wer meint zwischen Vorlesungen, B&#252;ro und Weggehen keine Zeit zu finden, oder schlicht die Muse nicht zu haben, einen ganzen Roman zu lesen, findet hier ein feines St&#252;ckchen Literatur.</p>
<p><a href="http://www.newyorker.com/fiction/features/2010/05/31/100531fi_fiction_franzen" class="liexternal">&#8220;Agreeable&#8221; von Jonathan Franzen</a></p>
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		<title>Warum sehen Plakate nicht immer so aus?</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 19:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Poster]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Grafiker von Fubiz designen Plakate von Filmen und TV-Serien im Minimalstil. Sehr toll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grafiker von <a href="http://www.fubiz.net" class="liexternal">Fubiz</a> designen Plakate von <a href="http://www.fubiz.net/2010/05/03/film-posters/" class="liexternal">Filmen</a> und <a href="http://www.fubiz.net/2009/11/25/poster-series-of-tv-shows/" class="liexternal">TV-Serien</a> im Minimalstil. Sehr toll.</p>
<p><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/05_30_rock.jpg" alt="05_30_rock" width="450" height="637" /></p>
<h1><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/39_thesopranos.jpg" alt="39_thesopranos" width="450" height="637" /></h1>
<p><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/35_flashforward.jpg" alt="35_flashforward" width="450" height="637" /></p>
<p><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/11pulpfiction-550x790.jpg" alt="11pulpfiction-550x790" width="450" height="647" /></p>
<p><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/17thelifeofbrian-550x790.jpg" alt="17thelifeofbrian-550x790" width="450" height="647" /></p>
<p><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/fahrenheit451-550x789.jpg" alt="fahrenheit451-550x789" width="450" height="647" /></p>
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		<title>Dear Andy Warhol, Love Mick Jagger</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 12:09:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Mukke]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[1969 schrieb Mick Jagger von den Rolling Stones einen Brief an Andy Warhol. Dieser soll das Cover der Platte &#8220;Sticky Fingers&#8221; gestalten. Jagger gibt ihm dabei v&#246;llig freie Hand: &#8220;I leave it in your capable hands to do what ever you want&#8230;&#8221; Verlangt hat Andy Warhol f&#252;r die Arbeit sp&#228;ter 15 000 Pfund. Und so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1969 schrieb Mick Jagger von den Rolling Stones einen Brief an Andy Warhol. Dieser soll das Cover der Platte &#8220;Sticky Fingers&#8221; gestalten. Jagger gibt ihm dabei v&#246;llig freie Hand: &#8220;I leave it in your capable hands to do what ever you want&#8230;&#8221;</p>
<p><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/letter-jagger-warhol.jpg" alt="letter-jagger-warhol" width="450" height="569" /></p>
<p>Verlangt hat Andy Warhol f&#252;r die Arbeit sp&#228;ter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sticky_Fingers" rel="nofollow" class="liwikipedia">15 000 Pfund</a>. Und so sieht das Ergebnis aus: Ein Mann in engen Jeans, dessen Schwanz sich deutlich abzeichnet und einem richtigen Reissverschluss, der sich auf- und zuzippen l&#228;sst.</p>
<p><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/rolling-stones-sticky-fingers.jpg" alt="rolling-stones-sticky-fingers" width="450" height="450" /></p>
<p>Die bekanntesten Lieder von &#8220;Sticky Fingers&#8221; sind mit Sicherheit &#8220;Brown Sugar&#8221; und &#8220;Wild Horses&#8221;.</p>
<div id="scid:5737277B-5D6D-4f48-ABFC-DD9C333F4C5D:a7b3ae11-9b3b-4733-838b-578d957466db" class="wlWriterSmartContent" style="display: inline; margin: 0px; padding: 0px;">
<div><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Rx07A9LWBJA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/Rx07A9LWBJA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" wmode="transparent"></embed></object></div>
</div>
<p>via <a href="http://naggen.wordpress.com/2010/03/24/ein-brief-an-andy-warhol/" class="liexternal">naggen.de</a></p>
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		<title>Crossing California von Adam Langer</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 16:04:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Crossing California erz&#228;hlt die Geschichte dreier Familien, die in West Rogers Park, einem j&#252;disch-afroamerikanischen Viertel in Chicago Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre leben. Die Rovners sind eine gut situierte j&#252;dische Familie, der Mann Arzt, die Frau Psychologin. Doch eigentlich leben sie alle nebeneinander her. Die Eltern haben sich eigentlich nichts mehr zu sagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Crossing California</em> erz&#228;hlt die Geschichte dreier Familien, die in West Rogers Park, einem j&#252;disch-afroamerikanischen Viertel in Chicago Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre leben.</p>
<p><img src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/crossingcalifornia.jpg" alt="crossingcalifornia" width="200" height="266" /> Die Rovners sind eine gut situierte j&#252;dische Familie, der Mann Arzt, die Frau Psychologin. Doch eigentlich leben sie alle nebeneinander her. Die Eltern haben sich eigentlich nichts mehr zu sagen und ihre Hochzeit nur Folge von Ellens Schwangerschaft (au&#223;erdem vermutet Ellen, dass ihr Mann eigentlich schwul sei). Larry, der Sohn, arbeitet wie verr&#252;ckt an seiner Rockkarriere mit j&#252;disch-orthodoxen Songs und seinem ersten Geschlechtsverkehr, zumindest auf amerikanischen Boden (w&#228;hrend einer Reise nach Israel wurde er &#252;berraschend entjungfert). Seine j&#252;ngere Schwester Lana, rassistisch und egomanisch, will einfach um jeden Preis Aufmerksamkeit.</p>
<p>Jill, Michelle und ihr Vater Charlie Wasserstrom versuchen sich mit ihrem Leben zu arrangieren, seitdem die Mutter/Ehefrau tot ist. Charlie versucht die Familie mit schlecht bezahlten Jobs in Restaurants &#252;ber Wasser zu halten. Michelle, 16 Jahre alt, will Schauspielerin werden und vertreibt sich mit Saufen, Kiffen und Ficken die Zeit, w&#228;hrend die 12-j&#228;hrige Jill sich vor allem mit Politik und besch&#228;ftigt und ihren Vater ihre Bat-Mizwa auszureden versucht.</p>
<p>Und dann gibt es noch Muley Wills. Er lebt mit seiner Mutter und versucht durch Preisausschreiben, Mal-, Foto- oder sonstigen Wettbewerben f&#252;r Kinder und dem Bauen von Radios genug Geld zusammenzubekommen, damit seine Mutter ihren Collegeabschluss nachholen kann und nicht weiterhin als Putzfrau bei den Rovners arbeiten zu m&#252;ssen.</p>
<p>Der Hintergrund von Adam Langers Roman sind die 444 Tage der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geiselnahme_von_Teheran" rel="nofollow" class="liwikipedia">Geiselnahme von Teheran</a>, von November 1979 bis Januar 1981, was aber keine Rolle spielt, au&#223;er, dass es einen zeitlichen Rahmen vorgibt. Im Mikrokosmos der California und Western Avenue ist jeder Protagonist mittelbar oder unmittelbar mit allen anderen verbunden: Die Mutter Muleys ist Putzfrau bei den Rovner, Jill und Lana kennen sich aus der hebr&#228;ischen Schule, Charlie lernt Gail kennen, die Ex-Frau des Komikers Lennie, mit dem Muley bei einer Radiosendung arbeitet usw usf.</p>
<p>Die Erlebnisse der Rovners, Wasserstroms und Wills&#8217; sind eigentlich ganz banal und gerade deshalb so realistisch. Langer beschreibt das mit mit einer Menge Witz und beil&#228;ufigen Bemerkungen, die mich sehr oft zum Schmunzeln oder gar lautem (!) Lachen gebracht haben. Auf dem Buchr&#252;cken steht: &#8220;Wer Franzens <em>Korrekturen</em> mochte, wird Langer lieben&#8221;. Es wird also Zeit, dass ich <em>&#8220;Die Korrekturen&#8221;</em> lese.</p>
<p>Hier noch ein wahllos ausgew&#228;hltes Zitat:</p>
<blockquote><p>“Straight Arrow, wie er sich von den Sch&#252;lern gern nennen lie&#223;, ein ehemaliger Wettkampfschwimmer, stammte aus Bourbonnais unten im S&#252;den von Illinois und galt, obwohl er erst vierundzwanzig war, als begabtester Trainer an der Mather. Was jedoch Gesundheitslehre betraf, so schien er sehr viel weniger von Drogen und Sex zu wissen als seine Sch&#252;ler, obwohl er schon Vater dreier S&#246;hne war. Mit seinem unschuldigen Bauernjungenl&#228;cheln und den st&#228;ndig wechselnden, mit erbaulichen Spr&#252;chen bedruckten T-Shirts (“Gott mit uns”, “Frag nach Gott” oder “Gott kommt zu dir”) war er f&#252;r die Klasse voller Pot rauchender, Cheap Trick h&#246;render, v&#246;gelnder und/oder onanierender Juden und Katholiken eine unersch&#246;pfliche Quelle des Staunens und Vergn&#252;gens.”</p></blockquote>
<p><span style="color: #000000;"><em><a href="http://www.amazon.de/crossing-california-Adam-Langer/dp/3499237695/ref=pd_sim_b_6" class="liexternal">Adam Langer, Crossing California</a></em></span></p>
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		<title>In meinem kleinen Land</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 10:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>

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		<description><![CDATA[Jan Weiler ist der Autor von &#34;Maria ihm schmeckt&#8217;s nicht&#34;. Nach der Ver&#246;ffentlichung des Buches ging er auf Lesereise durch Deutschland und schrieb dar&#252;ber: &#252;ber Hotelzimmer, Z&#252;ge und Buchhandlungen, Dome (stimmt der Plural?) und Fussg&#228;ngerzonen. Ein neutrales Urteil &#252;ber St&#228;dte nach nur einem Tag zu f&#228;llen, ist nat&#252;rlich nicht wirklich m&#246;glich, aber das macht nichts. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jan Weiler ist der Autor von &quot;Maria ihm schmeckt&#8217;s nicht&quot;. Nach der Ver&#246;ffentlichung des Buches ging er auf Lesereise durch Deutschland und schrieb dar&#252;ber: &#252;ber Hotelzimmer, Z&#252;ge und Buchhandlungen, Dome (stimmt der Plural?) und Fussg&#228;ngerzonen. Ein neutrales Urteil &#252;ber St&#228;dte nach nur einem Tag zu f&#228;llen, ist nat&#252;rlich nicht wirklich m&#246;glich, aber das macht nichts. Weiler schreibt seine Erlebnisse und Beobachtungen auf und dabei kommt die eine Stadt halt besser weg, als die andere.&#160; </p>
<p>In seinem Vorwort trifft Jan Weiler den Nagel auf den Kopf: </p>
<blockquote><p>&quot;Man traut es sich beinahe nicht zu formulieren, aber im Gro&#223;en und Ganzen haben wir es nicht schlecht getroffen. </p>
<p>Dass dieser Befund so schwerf&#228;llt, hat mir meiner Generation zu tun. Wir sind kritisch aufgewachsen: konsumkritisch, religionskritisch, politkritisch, kulturkritisch. Unser Land zu m&#246;gen finden wir nationalistisch, unsere Sprache peinlich, den Deutschen an sich unertr&#228;glich, besonders im Urlaub. Das ist auch sehr ehrenwert, f&#252;hrt aber zu keiner sonderlich tiefen Identifikation mit unserem Land. Ging mir auch so. Aber es hat sich ge&#228;ndert. </p>
<p>Ob ich nach dieser Reise ein Patriot bin? Nein. Aber es gef&#228;llt mir hier. Ich bin ganz und gar nicht stolz darauf Deutscher zu sein, aber ich bin es gerne, weil mein Land friedlich ist und sch&#246;n und weil ich die Deutschen mag, nachdem ich ziemlich viele von ihnen getroffen habe. &quot;</p>
</blockquote>
<p>Das Buch habe ich bei meinen Eltern vergessen. Das machte aber nichts, denn immer wenn ich zu Besuch war, habe ich ein paar Kapitel gelesen. Daf&#252;r ist genau das richtige: drei oder vier Seiten &#252;ber jede Stadt. Seitdem wei&#223; ich auch, wo Hildesheim liegt, und Krefeld und dass der &quot;Kleine Feigling&quot; aus Eckernf&#246;rde kommt. </p>
<p>&quot;In meinem kleinen Land&quot; ist ideal f&#252;r zwischendurch. Heute ein paar Kapitel, die n&#228;chsten erst in Tagen oder Wochen lesen &#8211; kein Problem, denn es ist kurzweilig und verdammt witzig. Zum Beispiel der Text &#252;ber T&#252;bingen: </p>
<blockquote><p>T&#252;bingen gilt als evangelisch, der Ort der abendlichen Lesung hingegen ist eine katholische Hochburg: Rottenburg. Das merkt man schon daran, dass hier f&#252;r Fastnacht geschm&#252;ckt wurde, wovon in T&#252;bingen nicht zu sehen war. T&#252;binger Evangelen knacken an Karneval Waln&#252;sse und trinken mehr Holundersaft, in den sie, damit es mehr kickt, Sprudel mischen.</p>
<p>&#160;</p>
</blockquote>
<p><font color="#000000"><em>Jan Weiler, In meinem kleinen Land, Rowohlt Taschenbuch Verlag</em>&#160;</font></p>
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