Was mit Wissenschaft (II)

Am 11.11.2011 muss ich meine Bachelorarbeit beim Prüfungsamt einreichen. Ehrensache, dass ich das um 11:11 Uhr erledigen will. Wie viele Tage ich noch genau habe, um die 30 Seiten Text zu schreiben, will ich nicht wissen. Aber es sind seit dem Startsignal schon genug vergangen, als dass ich wieder schreiben sollte, wenn ich das mit dem über die Bachelorarbeit blogge wirklich durchziehen möchte.

Mein Thema ist der Handel, und zwar die Gründe dafür. Eine Theorie geht so: Es gibt zwei Länder, Land A hat im Vergleich zu Land B mehr Kapital, Land B dafür mehr Arbeit relativ zu Land A. Unter bestimmten Annahmen spezialisiert sich Land A auf kapitalintensive Güter und stellt deshalb mehr von diesem kapitalintensivem Gut mehr her, als die Konsumenten, die Unternehmen und der Staat aus A kaufen. Der Rest exportiert es deshalb in Land B, das sich wiederum auf Produkte konzentriert, die relativ viel Arbeit benötigen. Die Herstellung übersteigt wieder den Konsum und B verkauft deshalb das arbeitsintensive Gut nach A. A, das kapitalintensive Land, exportiert also das kapitalintensive Gut und importiert das Gut, das relativ mehr Arbeit braucht, von dem A ja nicht so viel hat. Für B gilt es umgekehrt analog.

Was ich bisher gemacht habe:

  • Die zwei Einstiegslektüren gelesen. Beide Paper untersuchen mit statistischen Tests, ob das Heckscher-Ohlin-Vanek-Modell Außenhandel richtig vorhersagt, indem die Schätzergebnisse für den Faktorinhalt mit erhobenen Daten für den Faktorinhalt vergleicht. Also im Grunde: Sind die Modellergebnisse in der Wirklichkeit beobachtbar und statistisch robust?
  • Vier andere Paper und die Unterlagen aus der Vorlesung durchgearbeitet.
  • Das Notizbuch, das ich mir extra für diesen Zweck zugelegt habe, ist schon fast voll gekritzelt:

Inzwischen ergibt sich ein Bild. Ich habe alles bisherige im Groben verstanden. Das mathematische Konstrukt, das die Zusammenhänge zwischen verschieden ausgestatteten Staaten modelliert, muss ich aber noch fertig nachrechnen. Das soll dann auch einen gewissen Anteil an der Arbeit haben. Es heißt nämlich Professoren stehen auf Formeln und auch mein Betreuer hat mir nahegelegt, ganz hinter die Mathematik zu steigen. Mag ich nicht so gern, aber ist machbar. Ich kann mir vorstellen, dass das auch dankbar ist. Die Schwierigkeit ist dabei nicht das Schreiben, sondern das Dahintersteigen vorher. Ich glaube, ich stehe so bei 60 Prozent.

Aber einen wirklichen Dreh hab ich noch nicht. Sollte er in zwei Wochen noch nicht da sein, prognostiziere ich, dass ich panisch werde.

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