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1000 Tage schafott.net

Veröffentlicht am | 31. 01. 2010 | Noch kein Kommentar

Im Mai 2007 machte ich mein Abitur. Als Ablenkung vom Lernen begann ich mit dem bloggen. Tagebuch habe ich schon immer geschrieben, mal mehr mal weniger regelmäßig. Anstatt in ein Büchlein schrieb ich von nun vieles ins Internet. Zugegeben, besonders fleißig war nicht. Immer wieder habe ich mehrere Monate lang gar nichts gebloggt. Aber bloggen ist ja schließlich mein Hobby und keine Verpflichtung.

Eigentlich wollte ich eine kleine Zusammenfassung meines Blogger-Daseins machen, doch ich sollte eigentlich für meine Klausuren lernen und nicht ins Internet schreiben. Deshalb verlinke ich hier nur drei Artikel auf schafott.net, die ich besonders gerne mag:

Pfingst-open-air 2010 kann stattfinden

Veröffentlicht am | 24. 01. 2010 | Noch kein Kommentar

So gehts! Das bayerische Umweltministerium hat nach öffentlichem Druck die Entscheidung über das Pfingst-Open-Air in die Hände der Stadt Hauzenberg gegeben, die das Festival unbedingt haben will. Dieses “Überdenken” der Entscheidungswege des Ministeriums kommt einer Erlaubnis gleich. Mit großer Wahrscheinlichkeit kann das Pfingst-Open-Air 2010 also stattfinden!

poa Die Grundlage des Erfolgs in Bayern ist eine Petition im Landtag, über die der Umweltausschuss am 28. Januar entscheiden sollte. Die Eingabe der Kommune PRO-Pfingst-Open-Air unterstützt eine Unterschriftenaktion aus Hauzenberg, bei der 3000 Bürger mitgemacht haben. Die Veranstalter haben außerdem eine Kampagne gestartet und dazu aufgerufen, Protestbriefe an Umweltminister Markus Söder zu schreiben.

Wichtig war aber auch die mediale Aufmerksamkeit. Zeitungsartikel und Radiobeiträge erschienen, und bei Facebook wuchs die Gruppe “FÜR ein Pfingst-Open-Air 2010! Warum wollt ihr es verbieten?!” innerhalb von wenigen Tagen auf über 1700 Personen an. Für mich war das die wichtigste Informationsquelle und ein kleines Zentrum des Protests.

Also: Das Wochenende zwischen dem 21. und 23. Mai 2010 für das 29. Pfingst-Open-Air freihalten!

Jamie Cullum – Music Is Through

Veröffentlicht am | 24. 01. 2010 | Noch kein Kommentar

Rettet das Pfingst-Open-Air 2010!

Veröffentlicht am | 18. 01. 2010 | 3 Kommentare

Seit 30 Jahren gibt es ein paar Tage im Jahr, an dem in und bei Passau einmal etwas los ist. Am Pfingstwochenende findet seitdem ein Festival statt. In den letzten Jahren Jahren sind Deichkind, Blumentopf, die Kilians oder The Whitest Boy Alive aufgetreten. Vor zwei Jahren habe ich Moneybrother verpasst, aber das habe ich erst vor kurzem gemerkt und deshalb ist mein Ärger nicht allzu groß. Und das ganze findet nur fünf Kilometer von meinen Zuhause entfernt statt: eine kurvige Strecke durch den Wald einen Berg rauf und auf der anderen Seite wieder runter (im Winter ist das eine grausame Strecke). Drei Tage lang feiern dort 7000 Besucher. Die meisten Besucher sind jung und kommen aus Bayern, Österreich und Tschechien.

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Lange Jahre fand das Pfingt-Open-Air in Passau am Thingplatz statt. Die Stadt Passau ging vor dem ersten Mal 1980 sogar bis vor das Bayerische Verwaltungsgericht um das Musikfestival zu verhindern. 2001 zogen die Veranstalter notgedrungen nach Hauzenberg um, da die Stadtverwaltung Passau eine Ausstellung auf der Veste Oberhaus gestört sah. Das Gelände in Hauzenberg ist im Stadtpark und angrenzenden Wiesen – und leider auch mitten im Ort.

Jedesmal in den letzen vier Jahren gab es Gerüchte, dass es nächstes Jahr nicht mehr statt finde könne und das Open-Air müsste nach Passau oder sonstwo hinziehen. Anwohner hätten sich beschwert, angeblich ein Zuagroaster. Wos sicheres weiß ma ned. Aber jedes Jahr blieb doch alles beim Alten: Zelte um einen Teich rum und hinter der Bühne die Hügel des Bayerischen Wald. Richtig idyllisch, und dazwischen ein tolles Fest mit Musik, vielen Leuten, guter Laune und jeder Menge Ausgelassenheit.

Doch jetzt ist Schluss mit lustig. Jetzt ist es wirklich ernst: Das bayerische Umweltministerium will das Pfingst-Open-Air 2010 verbieten! Am 28. Januar tagt der Petitionsausschuss des Landtags und entscheidet darüber, ob im nächsten Früsommer Bands und junge Leute in ein verschlafenes Nest im Bayerischen Wald kommen können um dort mal richtig Leben reinzubringen. Die Petition brachte die Stadt Hauzenberg ein, und zwar eine für das Festival. So ändern sich die Zeiten: Vor 30 Jahren wollte Passau das Open-Air verbieten, Hauzenberg kämpft heute dafür. Denn das Pfingst-Open-Air hat sich als feste kulturelle Veranstaltung etabliert, die den Bekanntheitsgrad vegrößert, den Ruf der Stadt verbessert und sich sicherlich auch finanziell rentiert.

Mit 21:2 Stimme beschloss der Stadtrat, dass das Festival auch 2010 stattfinden darf, und stufte es als seltenes Ereignis ein, bei dem auch nach 22 Uhr Lautstärke über 70 dba (Schalldrucktzpegel) gemessen werden darf. Das Umweltministerium sieht das anders und will diese Ausnahme beim Pfingt-Open-Air nicht gelten lassen.

Am 28. Januar entscheidet Ausschuss. Es bleibt also nicht mehr viel Zeit um gegen das drohende Verbot durch Umweltministerum zu verhindern. Die Hauzenberger haben in einer Unterschriftenaktion schon 3000 Stimmen gesammelt. Doch das können noch viel mehr werden, angesichts der 7000 Leute, die gerne zum Festival kommen.

Die Argumente des Ministeriums unter Markus Söder sind nicht besonders stichfest, denn es wurden nur Kurzzeitmessungen von bis zu fünf Minuten durchgeführt, doch eigentlich müsste es mindestens über eine Stunde gehen. Würden die harten Maßstäbe immer angewendet, dürfte kein Volksfest mit Blaskapelle mehr stattfinden.

Umwelttechnisch ist das Festival vorbildlich. Sogar der Bund Naturschutz zeichnete das Pfingst-Open-AIr als besonders nachhaltig aus und ist vom Recyclingkonzept überzeugt.

Wenn bis Ende Januar keine eindeutig positive Entscheidung gefallen ist, gibt es 2010 kein Pfingst-Open-Air, weil die Organisatoren nicht planen können.

Also: Nehmt euch die Zeit und schickt eine Protestmail oder einen Brief in den nächsten Tagen an das Umweltministerium oder die Mitglieder des Umweltausschusses. Dazu könnt ihr entweder die Vorlage der Veranstalter nehmen oder selbst einen Text schreiben.

The longest Way

Veröffentlicht am | 14. 01. 2010 | Noch kein Kommentar

Gestern habe ich das Video von zwei Typen gepostet, die in Toronto eine Straße lang liefen und sich ständig selbst fotografiert haben. Das erinnerte mich an etwas und ich überlegte heute immer wieder, was es war (zumindest bis ich bemerkte, dass ich meine Schlüssel verloren habe und ich nur noch überlegte, wo sie sein könnten und dann sämtliche Hörsäle abgesucht habe, in denen ich heute war, in Fundämtern nachfragte und schließlich doch zu meiner Vermieterin musste, weil sie nirgends zu finden waren). Jedenfalls, ich weiß jetzt, woran mich das Video erinnerte: An “The longest way“. Ein junger Deutscher lief fast 5000 Kilometer durch China und fotografierte sich dabei selbst. Ein Jahr lief er von West nach Ost, von Urumqui nach Beijing.

At the End of Yonge Street

Veröffentlicht am | 13. 01. 2010 | 1 Kommentar

In Toronto soll es die längste Straße der Welt geben. 40 km ist die Yonge Street lang. Warum die nicht einfach mal an einem Tag ablaufen und sich die ganze Zeit ununterbrochen gegenseitig fotografieren? Das haben sich zwei junge Typen gedacht und genau das gemacht. Hier das Ergebnis:  

China through Lomo

Veröffentlicht am | 12. 01. 2010 | 4 Kommentare

Sia habe ich in Gengma kennen gelernt. Sie wuchs nur ein paar Meter entfernt von meiner Wohnung dort auf  (fünf Wohnungen weiter um genau zu sein). Ich habe sie während dem chinesischen Neujahrsfest kennen gelernt als sie ihre Eltern besuchte. Sie studiert Arabisch und fremdsprachige Literatur in Guangzhou.  large_dMdL_2184n200061

Als sie abreiste schenkte sie mir ihr Lieblingsbuch. Damals erzählte sie mir, dass sie auf eine Lomo-Kamera spart. Inzwischen hatte sie das Geld zusammen und sie schickte mir ein paar ihrer Fotos.

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L.A. Confidental!

Veröffentlicht am | 10. 01. 2010 | Noch kein Kommentar

Was passiert, wenn die Grenzen zwischen Gesetzeshüter und Gesetzesbrecher verschwimmen? Wer ist der Gute und wer der Schlechte?

Ein Blutbad in einem Restaurant, die Schuldigen sind schnell gefunden: Drei schwarze Jugendliche. Doch drei Polizisten bemerken Ungereimtheiten. Edmund Exley ist ein junger ehrgeiziger Polizist mit klaren Werten (und dem gleichen Styling wie Karl-Theodor zu Guttenberg). Für ihn ist es Ehrensache gegen seine Kollegen auszusagen, die grundlos Verdächtige zusammengeschlagen haben. “Viele verwechseln Stillschweigen mit Integrität”, sagt er. Sein Kollege Bud White gehört zu den Schlägern und ist da anderer Ansicht: Der Zweck heiligt die Mittel, vor allem bei Gewalt gegen Frauen geht er rigoros vor. Sgt. Jack Vincennes dagegen scheint sich mental schon aus dem Polizistenberuf verabschiedet zu haben. Er arbeitet nebenbei als Berater für eine TV-Serie und scheint sich in Hollywood wohler zu fühlen als in seinem Büro. Nebenbei schiebt er dem Chef eines Magazin immer wieder Infos zu, und er landet auf der Titelseite. Alle drei Agenten konfrontiert der Sumpf aus Korruption, Mord und Drogen mit ihrer Auffassung ihres Berufs.

L.A. Confidental ist ein spannender und komplexer Film, der zu Recht eine ganze Reihe an Preisen gewonnen hat (ellenlange Liste an Auszeichnungen bei Wikipedia) und als Klassiker gilt.

Anschauen!

Ist schon länger her, seitdem du den Film gesehen hast? Dann sei der Trailer empfohlen, der aber eigentlich die ganze Story erzählt.

Wenn du den Film noch nicht gesehen, DEN TRAILER NICHT ansehen! Sonst verliehrt er nämlich die Spannung.

UND JETZT AUFHÖREN ZU LESEN!

Ich hab selten einen dämlicheren Trailer gesehen, der bei einem tollen Film viele der entscheidenden Wendungen in zweieinhalb Minuten zu verrät. Aber alle, die sich noch einmal in die Welt der Verbrechens der Polizei von Los Angeles im Jahr 1953 ziehen lassen wollen, die kaum mehr von der kriminellen Seite zu unterscheiden ist:

Der Trailer.

Als Mädchenmannschaft, mädchenblog und Missy Magazin geschult, erkenne ich natürlich: Es ist eine reine Männergeschichte, in der alle Frauen als Opfer dargestellt werden. Sie sind harmlos wirkende Hollywoodmädchen, Huren oder werden ermordet, eine verstörte Mutter oder eine brutal vergewaltige Frau. Auch Lynn Bracken, die Kim Basinger spielt, ist im Grunde ein Opfer der Machenschaften, nur dass sie sich nicht unters Messer legen musste. Und dass sie liebt. Und war Bud White (und er sie), der gegen alle Männer, die Frauen beschimpfen, verachten und schlagen, hart vorgeht: Er schlägt und mordet.

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