Santogold + Julian Casablancas + N.E.R.D: My Drive Thru
Veröffentlicht am | 31. 10. 2009 | Noch kein Kommentar
Geballte Coolnes.
G’schicht’n ausm Schichtl
Veröffentlicht am | 16. 10. 2009 | Noch kein Kommentar
Auf’m Oktoberfest war ich dieses Jahr wieder nicht. Erst einmal war ich dort als kleines Mädchen, aber damals hatte ich nur geheult. Doch ein bisschen Wies’n -Feeling gabs trotzdem. 1. Durch regen Bierkonsum. 2. Durch die Süddeutsche Zeitung. Aber nicht durch den Printausgabe, die mir jeden Tag eine Flut an Kolummnen, G’schichten und allerlei Klatsch und Tratsch in dem Briefkasten spülte. Sondern in der viel gescholtenen Onlineausgabe hab ich ein Schmanckerl gefunden. Und mit sogleich vorgenommen (mal wieder), nächstes Jahr aber dann wirklich hin zu fahren.
Dort will ich dann unbedingt ins Schichtl, einem Varieté-Theater, in dem geköpft wird – mit einer Guillotine (das ist das erste Mal, dass ich hier etwas erwähne, das auf einem Schafott steht – Zeit is woan). “Die Vorstellungen sind heute noch ausverkauft, obwohl der Trick derselbe ist wie vor 140 Jahren – und so einfach, dass er hier gar nicht verraten werden muss.”

Der Journalist Matthias Eberl hat mit Hilfe von Fotos, einem Interview und der originalen Geräuschkulisse die Atmosphäre festgehalten und einer Audioslideshow verdichtet. Der Inhaber stellt – nie um einen Spurch verlegen – seine Truppe und sein Reich vor, my Bude is my Castle. “Eine ruhige Schausteller-Reportage hätte ich zwar auch gerne gemacht – und einige Bilder erzählen diese andere Geschichte und diese spezielle Stimmung hinter der Bühne – aber letztlich habe ich mich dann doch dafür entschieden, dem bewährten Sprücheklopfer Schauer das Kommentieren der Fotos zu überlassen,” schreibt Eberl. Nun, das hat ja funktioniert bei mir.
Foto: Matthias Eberl
The Beatles – Dig A Pony
Veröffentlicht am | 15. 10. 2009 | Noch kein Kommentar
Update: Ich weiß jetzt, warum mir das Lied so gut gefällt. Es singt John Lennon und nicht Paul McCartney.
Beijing 66
Veröffentlicht am | 14. 10. 2009 | Noch kein Kommentar

Bilder aus China zur Zeit der Kulturrevolution sind rar. Solange Brand war in den 60er Jahren Angestellte der französischen Botschaft in Peking und hat Fotos mit aus Hongkong geschmuggelten Farbfilmen gemacht. Denn Farbfotos waren nur staatlichen Veröffentlichungen erlaubt, Privatpersonen durften nur in Schwarz-Weiß fotografieren. “Beijing 66″ heißt die Kollektion ihrer Fotos, die 40 Jahre lang in Kisten lagen. Mehr Bilder gibt es in der englischen Ausgabe der Monde Diplomatique.
Fast Forward
Veröffentlicht am | 01. 10. 2009 | 3 Kommentare
Die Volksrepublik China feiert ihren 60. Geburtstag und sie hat seitdem einiges erlebt: Mao wollte Ende der 50er Jahre unbedingt den “Großen Sprung nach vorn” schaffen und war so für die größte von Menschen verschuldete Hungersnot verantwortlich; 30 Millionen Menschen sterben. Danach folgte die Kulturrevolution mit Einheitskleidung und vielen Dissidenten, Studenten und Intellektuelle, die ins Gefängnis kamen oder zur Zwangsarbeit verrichten mussten. In den letzten zwanzig Jahren kam durch die wirtschaftliche Öffnung der unglaubliche Aufstieg, der weite Teile des Landes aus der vorindustriellen Zeit in das 21. Jahrhundert katapultierte. 
Doch seit dem Einzug des Kapitalismus fehlt der Kommunistischen Partei Chinas ihre Ideologie. Sozialismus und Marktwirtschaft lassen sich nur schwierig vereinbaren. Also bedarf es eines neuen Klebstoffes, der das Millardenvolk zusammenhält. Die Partei hat ihn im Nationalismus gefunden. 2008 (chinesische Glückszahl 8 ) war der vorläufige Höhepunkt mit den Olympischen Spielen, bei denen China als erfolgreichste Nation hervorging.
Doch der Nationalismus lässt sich nur schwer mit der “harmonischen Gesellschaft” verbinden, die sich die Regierung wünscht. Denn der Nationalismus schließt alle aus, die nicht zu den Han-Chinesen gehören: Die Tibeter, die muslimischen Uiguren in Xinjiang und viele andere der über 50 Minderheiten.
Der Großteil der Bevölkerung aber steht hinter ihrer Regierung. Natürlich, es gibt Unzufriedenheit mit lokalen Beamten und der Polizei, aber Zweifel an den Machthabern in Peking gibt es trotzdem kaum. Und solange es wirtschaftlichen weiterhin bergauf geht, sich die Lebensbedingungen weiterhin im Zeitraffer verbessern, wird sich das auch kaum ändern. Der Deal zwischen den Chinesen und ihren Machthabern lautet: Unfreiheit gegen Geld. Nur so langes dieses Gleichgewicht weiter in der Waage gehalten werden kann, bleibt die KPCh an der Macht.
In der Vergangenheit war es bisher so, dass mit wirtschaftlichem Erfolg auch ein Wandel hin zur Demokratie statt fand. Ich befürchte allerdings, dass sich in China eine Staatsform etabliert, die wirtschaftlichen Liberalismus recht erfolgreich mit einem totalitärem System verbindet – und so zum Vorbild für andere Länder werden könnte.
