Das schwarze Loch
Veröffentlicht am | 30. 09. 2009 | 1 Kommentar
Nein, das ist keine Anspielung auf die Bundestagswahl am vergangenen Sonntag. Sondern “The Black Hole” ist ein lustiger, britischer Kurzfilm mit genialem Ende.
Steinmeier als Headliner
Veröffentlicht am | 26. 09. 2009 | Noch kein Kommentar
Ein lauer Herbstabend mit Festivalfeeling. Ich sitze mit einem Bier in der Hand auf den Stufen vor dem Dom in Regensburg und starre auf eine Großbildleinwand. Vor mir eine Menschenmenge. Rund 6000 Menschen sind gekommen, um zwei Tage vor der Wahl Frank-Walter Steinmeier reden zu hören.
Irgendwann schreit bei einem Festival irgendwer “Heeeelgaaaa”. Bei der politischen Veranstaltungen gibt es das Gegröle jetzt auch. Denn auch die Piratenpartei war anwesend und machte mit “Yeah”-Rufen auf sich aufmerksam, dem Insider der Internet-affinen Szene. Für die Mehrheit erschienen die Piraten mit ihrem Geschrei allerdings wie besonders enthusiastische Anhänger der SPD – gerade auch, weil sie in unmittelbarer Nähe zu den Jusos standen.
Inhaltlich ist das Ziel ist nicht ein Kanzler Steinmeier, sondern die Verhinderung von Schwarz-Gelb und eine Stärkung von Sozialdemokratie. Die politischen Themen sind allen bekannt, der den Bundestagswahlkampf auch nur am Rande verfolgt hat: Mindestlohn, Atomausstieg, soziale Gerechtigkeit. Dazu kam die bayerische Spezifikation: “Die Methode Seehofers darf nicht belohnt werden.” Wer in Bayern SPD wählt, ist Protestwähler.
Steinmeier hat seine Aufgabe als Wahlkämpfer gut gemeistert. Zwei Tage vor der Wahl machte es sich deutlich bemerkbar, dass er solche Auftritte schon zu genüge absolviert hat und sich eine gewisse Routine eingestellt hat. Aber es fehlt etwas, wirkliche Leidenschaft für Wahlkampfreden hat er nicht.
Dazu Miriam Meckel:
Die SPD inszenierte die Wahlkampf als Castingshow. “Heute hier in Regensburg: Der Sieger des Fernsehduells. Wählen sie am Sonntag Frank-Walter Steinmeier!” (Aber die Bauchbinde mit seiner Nummer fehlte).
Politik ist auch Gefühlssache. Wer eine gute Zeit hatte, denkt positiv über die SPD und macht am Sonntag leichter seine Kreuze bei den Sozialdemokraten. Ich glaube, eine gute Stimmung und kurzweilige Abendunterhaltung, das hat die SPD geschafft.
Doch es fehlte mir etwas beim Politikfestival: Essen. Ich hatte Appetit auf eine Bratwurst.
Singen, Sangen, Gesungen
Veröffentlicht am | 23. 09. 2009 | Noch kein Kommentar
“Sing Sang Sung”von Air ist die erste Single des neuen Albums “Love2″, das im Oktober erscheinen wird. Das Lied ist die beste Medizin gegen den nahenden Herbst mit Regen und Nebel. Und für die optische Dosis an Gute-Laune ist das bunte und außergewöhnliche Video zuständig.
Sing Sang Sung / Air from Moon on Vimeo.
Don’t Forget Zensursula
Veröffentlicht am | 23. 09. 2009 | Noch kein Kommentar
Überwachung, Vorratsdatenspeicherung und Zensur im Internet? War da was? Im Wahlkampf spielen diese Themen ein paar Tage vor der Entscheidung keine Rolle (zumindest bei den beiden großen Parteien). Kein Wunder, haben die beiden Kontrahenten doch gemeinsam in der großen Koalition die Gesetze von Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble durchgebracht – gegen Widerstände der Opposition (who cares) und 130 000 Bürgern, die eine E-Petition unterschrieben haben. Erst im September demonstrierten 25 000 Menschen in Berlin gegen eine Internetgesetzgebung, die Bürgerrechte verwässert.
Wie und warum Frau von der Leyen zu ihrem Spitznamen gekommen ist, zeigt das Video von Karpfenschleuder.
(via)
“Der Gott der kleinen Dinge” von Arundhati Roy
Veröffentlicht am | 16. 09. 2009 | 4 Kommentare
Es gibt Bücher, bei denen weiß ich bereits nach ein paar Seiten, dass sie zu meinen Lieblingsbüchern gehören werden und ich sie immer wieder lesen werde. “Der Gott der kleinen Dinge” von Arundhati Roy ist so ein Buch.
Die Geschichte handelt von einer indischen Familie in den 60er Jahren in politisch unruhigen Zeiten und einer Katastrophe, die das Leben der Beteiligten entweder beendet oder komplett verändert. Im Mittelpunkt stehen die zweieiigen Zwillinge Estha und Rahel, die als umgekehrte siamesische Zwillinge beschrieben werden: Zwei Körper, aber ein Geist. Doch das Schicksal will es, dass die beiden getrennt werden (“Estha wird zurückgegeben”) und sich erst Jahre später wieder sehen.
Die Tragödie ist im ganzen Buch durch Rückblenden und Andeutungen präsent. Dieser ungewöhnliche Aufbau macht das Buch spannend: Das Ergebnis ist längst bekannt – getrennte Zwillinge, zwei Tote, das Ende einer glanzvollen Familie im Süden Indiens -, bis ich den Auslöser des Ganzen erahnte.
Arundhati Roy ist die poetische Erzählerin einer großen Geschichte. Einer Geschichte über die essentiellen Dinge des Lebens: Liebe und Hass, Rivalität und Verlust. Hintergrund sind in dem halb-biographischen Roman die 60er Jahre, die politisch vom Kommunismus und dem entwürdigendem Kastensystem geprägt waren. Zu kommt der schwelende Konflikt zwischen der christlichen Oberschicht und der hinduistischen Unterschicht, der auch nach der Unabhängigkeit Indiens noch immer die kolonialen Machtverhältnisse darstellte.
Mein Tipp: Unbedingt lesen. Warum? Roy gibt in ihrem Roman selbst die Antwort:
“Die großen Geschichten sind die, die man gehört hat und wieder hören will. Die man überall betreten und bequem bewohnen kann. Sie führen einen nicht mit Nervenkitzel und einem unerwartenden Ende hinters Licht. Sie überraschen einen nicht mit Unvorhergesehenem. Sie sind einem so vertraut wie das Haus, in dem man lebt. Oder wie der Geruch der Haut des Geliebten. Man weiß wie sie enden, aber man hört zu, als wüsste man es nicht. So wie man, obwohl man weiß, dass man eines Tages sterben wird, lebt, als wüsste man es nicht.”
Der Gebührenkreislauf
Veröffentlicht am | 16. 09. 2009 | 1 Kommentar
Seit April 2007 müssen wir Studierende, oder zumindest die meisten von uns, jedes Semester in unsere Taschen greifen. Denn seitdem kostet es uns alle sechs Monate 500 Euro, an der Universität Regensburg studieren zu können. Das neue Bayerische Hochschulgesetz will von den Universitäten, dass sie Studiengebühren verlangen. Was passiert mit dem Geld, nachdem es von unseren Konten verschwunden ist? Lautschrift hat sich auf die Spur der rund 6 Millionen Euro pro Semester begeben: Der Weg gleicht einem Kreislauf. Unser Geld soll schließlich am Ende uns wieder zu Gute kommen, nachdem es verschiedene Instanzen der Universität durchlaufen hat.
Grundlage für die Erhebung ist das neue bayerische Hochschulgesetz, das am 23. Mai 2006 in Kraft trat. Artikel 71 benennt den Zweck der Studiengebühren: „Die Studienbeiträge dienen der Verbesserung der Studienbedingungen.“ Entgegen dem alltäglichen Sprachgebrauch spricht das Gesetz von Studienbeiträgen, und nicht von Studiengebühren. Der Begriff „Gebühren“ ist rechtlich falsch. Von Gebühren spricht man nur, wenn sie kostendeckend sind, was auf die 500 Euro pro Semester nicht zutrifft.
Die AG Studiengebührenevaluation (AG SEG) überwacht das Verfahren der Universität. Der studentische Kovent hat die AG gegründet, um die vorgeschriebene Evaluation der Universität kritisch zu hinterfragen. „Wir bewerten ebenfalls die bisher gängige Verteilungspraxis nach ihrer Sinnhaftigkeit und stellen auch die Höhe der Gebühren auf den Prüfstand“, erklärt der Sprecher der AG SGE Christoph Kittel.
Die meisten bayerischen Universitäten, auch die in Regensburg, praktizieren das gleiche System: 500 Euro für alle Studiengänge. Wer entscheidet über das Geld? Und wie wird es innerhalb der Universität verteilt? „Die Fakultäten und die zentralen Einrichtungen reichen Verwendungsanträge bei der Hochschulleitung ein“, gibt die Studienbeitragssatzung der Uni Regensburg Auskunft. Auf deren Grundlage, der auch die Fachschaften zugestimmt haben, entscheidet der Haushaltsausschuss darüber. In diesem sitzt auch ein studentischer Vertreter. Viel zu wenig, findet die AG SGE. „Dieser befindet sich in der absoluten Minderheit gegenüber der Fakultäts- und Verwaltungsseite“, sagt Christoph Kittel. Dadurch habe derjenige ein enormes Arbeitspensum zu bewältigen und als einzelner wenig Einfluss in der Vorentscheidung. „Außerdem fehlt ein fortlaufender direkter Dialog zwischen dem Haushaltsausschuss und dem studentischen Konvent.“ Auch die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und den studentischen Vertretern verlaufe nicht wie gewünscht: „Meist werden uns die sitzungsrelevanten Unterlagen erst sehr spät zugestellt.“
Der Lösungsvorschlag der AG SGE lautet: Die Schaffung eines gesonderten Gremiums. „Dieses müsste paritätisch mit Studenten und Fakultäts- bzw. Verwaltungsvertretern besetzt sein und sollte sich rein mit der Verteilung der Studiengebühren beschäftigen“, erläutert Kittel den Vorschlag. An der Uni Bayreuth funktioniere dieses Modell bereits gut.
Die AG Studiengebührenevaluation kritisiert außerdem die fehlende Planungssicherheit, weil sich der Gebührenetat an den Studentenzahlen des Vorjahres orientiert und stark schwankt. „Und es fehlt an einer Deckelung möglicher Forderungen der zentralen Einrichtungen, deren Etat vor der Verteilung auf die einzelnen Fakultäten vom Gesamtbudget abgezogen wird.“
Die genauen Zahlen: Im Wintersemester 2008/09 nahm die Universität 5,75 Millionen Euro durch Studienbeiträge ein, die es unter den Fakultäten und zentralen Einrichtungen wie der Bibliothek oder dem Sportzentrum verteilte. Die zwölf Fakultäten bekamen davon insgesamt 4,3 Millionen Euro. Die Philosophische Fakultät IV erhielt mit 1,6 Millionen Euro den größten Teil. Alle weiteren Fakultäten wurden mit zwischen 1,1 Millionen und 300 000 Euro bezuschusst. Der Bibliothek und anderen zentralen Einrichtungen standen 1,14 Millionen zur Verfügung. Dieser Prozess – vom Konto der Studierenden, über verschiedene Gremien bis beispielsweise in die Kassen der einzelnen Lehrstühle – ist mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden. Deshalb zahlen 260 Studenten und Studentinnen ihren Beitrag nur, um den Verwaltungsaufwand zu finanzieren. 130 000 Euro kostet das Erheben der Gebühren pro Semester.
Die 500 Euro sind jetzt an den entscheidenden Stellen angekommen. Die einzelnen Lehrstühle oder Einrichtungen können nun die finanziellen Mittel konkret einsetzen, um die Lehre zu verbessern. Ein Großteil der Beiträge fließt in neues Personal. Mehr Dozenten, Hilfskräfte oder Mitarbeiter im Prüfungsamt sollen das Studium erleichtern. So können Korrekturzeiten verkürzt oder Sprechstundenzeiten erhöht werden. Neben der persönlichen Betreuung will die Universität auch in die Ausstattung investieren, dazu gehört aktuelle Software genauso wie das medizinische Kompetenzzentrum oder die verlängerten Öffnungszeiten der Bibliothek.
Die AG Studiengebührenevaluation ist mit der Mittelverteilung aber nicht zufrieden. „Wir drängen auf eine strenge Auslegung der Passage Verbesserung der Studienbedingungen im Sinne einer Verbesserung der Lehre“, sagt Kittel. Das heißt: keine weiteren Studiengebühren mehr für Grundaustattung wie Stühle, Verwaltungspersonal oder rein forschungsrelevante Projekte. „Der Versuch, aus Studienbeiträgen Container als zusätzliche Lehrräume anzumieten, statt aus staatlichen Mitteln neue Gebäude zu finanzieren, stellt keine nachhaltige Investition dar“, sagt Juba Akili, Mitglied im Sprecherrat, in einer Stellungsnahme der Landeskonferenz des Allgemeinen Studierendenausschusses an den bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch. Er lehnt darin solche Ausgaben strikt ab.
Egal, in was das Geld investiert wurde, die Begünstigten sollten am Ende wir sein – mit neuen Büchern oder mehr Dozenten oder an vielen anderen Punkten der Lehre, an denen es bisher Probleme mit der Finanzierung gab. Hier soll sich der Kreis also wieder schließen. Doch hier hakt es im Kreislauf. Zahlen sich die 500 Euro wirklich für uns aus? Eine Orientierung durch die Meinungen von über 17 000 Studenten an der Uni Regensburg liefert der Gebührenkompass 2008. Die Studie zeigt, wie zufrieden Studierende mit der Verwendung ihrer Studienbeiträge sind. Das Ergebnis: Fast 65 Prozent der befragten Regensburger Studierenden haben bisher noch keine Verbesserungen der Lernbedingungen feststellen können. Hochgerechnet hieße das: Rund 11 000 Studierende spüren keine Gegenleistung für ihre 500 Euro. Fast eben so viele erwarten keine positiven Veränderungen für die Zukunft.
Das lässt ein schlechtes Zeugnis für die Uni Regensburg erwarten. Und tatsächlich vergeben die Befragten hier in Regensburg keine guten Noten für ihre Hochschule. Insgesamt bewerteten sie die Uni mit der Note 4,2. Das Klassenziel ist gerade so erreicht. Regensburg liegt damit über der Durchschnittsnote aller Universitäten von 4,6. Besonders zufrieden sind die Regensburger mit den Verbesserungen der Bibliotheksleistungen. Im Jahr 2008 standen der Bibliothek 2,2 Millionen Euro aus Studienbeiträgen zur Verfügung, die sie in verlängerte Öffnungszeiten und in neue Bücher investierte. Auch mit der Evaluation zeigen sich die Befragten relativ zufrieden. Jedes Semester veröffentlicht die Universität einen Infoflyer, der die Ausgaben aufschlüsselt. Diese werden in der ganzen Universität, und vor allem in den Mensen, ausgelegt. Die AG SEG heißt das gut: „Guter Wille seitens der Universität lässt sich nicht leugnen. Trotz fehlender Verpflichtung richtet man seine Entscheidungen am Votum des studentischen Konvents aus.“
Besonderes Engagement zeigt die Philosophische Fakultät IV. Sie führte unter ihren Studierenden eine Umfrage zur Zufriedenheit mit der Verwendung der Studienbeiträge durch. „Die Umfrageergebnisse bestätigen eine vergleichsweise hohe Grundzufriedenheit“, stellt die Fakultätsleitung als Ergebnis fest. Die Höchstnote erreicht die Bibliothek mit 2,32. Am schlechtesten werden die Skripte mit 3,15 bewertet.
Das Bayerische Hochschulgesetz verfolgt das Ziel einer dezentralen Gebührensetzung und bietet Universitäten und Hochschulen gewisse Freiräume. Denn jede Hochschule kann die Höhe der Studiengebühren selbst festlegen. Einzige Bedingung: Der Betrag muss bei Universitäten zwischen 300 und 500 Euro liegen. Die Studierenden in Regensburg müssen den Höchstsatz von 500 Euro zahlen. Eine Senkung der Gebühren um bis zu 200 Euro kommt für die Hochschulleitung nicht in Betracht: „Ein Verminderung der Studiengebühren würde die Spanne zwischen Erhebungsaufwand und Ertrag auf eine unverhältnismäßig geringe Summe schrumpfen lassen.“ Außerdem könne nur durch den höheren Betrag das Betreuungsverhältnis maßgeblich verbessert werden. Die AG SEG sieht das anders: „Unser Ziel ist es, die Gebühren im Rahmen des gesetzlichen Spielraums sinnvoll anzupassen, also möglichst für alle zu senken.“
Gestaltungsspielraum bietet die bayerische Regierung auch bei der Möglichkeit, die Gebühren für unterschiedliche Studiengänge zu differenzieren. Konkret heißt das: Studenten und Studentinnen der Politikwissenschaft zahlen nur 300 Euro pro Semester, da dieses Studium relativ kostengünstig ist. Wer dagegen Chemie studiert, muss den vollen Satz von 500 Euro zahlen, weil beispielsweise Laborpraktika teuer sind. Die Universität lehnt dieses Verfahren als unrealistisch ab. „Bei den Studiengebühren geht es ja nicht darum, schon angefallene Kosten zu decken. Sie dienen dazu, zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre anzustoßen“, teilt der Pressesprecher der Universität Alexander Schlaak mit.
Das Gesetz regelt, wer keine Studienbeiträge zahlen muss: Entweder man ist beurlaubt, hat zwei Geschwister, die Kindergeld bekommen, oder erbringt „besondere Leistungen“. Denn die Universität kann bis zu 10 Prozent der Studierenden auf Grund von „besonderen Leistungen“ befreien. Wie diese jedoch genau aussehen, ist unklar. „Die verschiedenen Fakultäten handhaben die Befreiungen sehr unterschiedlich“, sagt Pressesprecher Schlaak. Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät wirbt beispielsweise Abiturienten mit sehr guten Noten damit an, dass sie die ersten drei Semester nichts zahlen müssen. Aber auch überdurchschnittliches Engagement von studentischen Vertretern belohnt die Universität mit dem Erlass der Beiträge. In Zukunft sollen mehr Studierende befreit werden. Wissenschaftsminister Heubisch kündigte an, dass nur ein Kind pro Familie Studienbeiträge zahlen soll. Im Wintersemester 2008/09 waren knapp 3000 Studierende befreit. Das entspricht 16,8 Prozent aller eingeschriebenen Studenten.
Mit den Noten, die die Regensburger Studierenden vergeben haben, kann sich unsere Universität sicherlich nicht schmücken und das Gesetz ist finanziell zugunsten der Universität ausgelegt. Mehr Transparenz und studentische Mitbestimmung wären erste Schritte zu höherer Zufriedenheit. Doch nicht nur die Hochschulleitung muss aktiver werden. Christoph Kittel von der AG Studiengebührenevaluation kritisiert auch seine Kommilitonen, die sich oft nicht dafür interessieren, was mit ihren Studiengebühren passiert. „An diesem Punkt sollte sich jeder einmal selbst fragen, ob ihm wirklich egal ist, was von seinem Geld, oder dem seiner Eltern, jedes halbe Jahr angeschafft wird oder auch nicht.“
Weiterführende Links:
Erschienen in: Lautschrift – Studierendenzeitung der Universität Regensburg


