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Si tacuisses, philosopha mansisses

Lesenswertes: Klatsch und Medien

Veröffentlicht am | 29. 10. 2008 | 5 Kommentare

  • Klatsch me if you can: Lindsey Lohan ist lesbisch, Jennifer Anistion schon wieder Single und Angelina Jolie die Übermutter des neuen Jahrtausends. Diese Informationen und v.a. die dazugehörigen Bilder sind das tägliche Brot im Boulevardjournalismus. Der Journalist Thorsten Dewi berichtet von seinen Erfahrungen mit der Yellow-Press.

In den Redaktionen sitzen keine Texter mehr, denn es gibt keine Geschichten zu erzählen. Es gibt nur noch Kontexter (…) Ein Bild muss im Heft verankert werden, es muss der Anschein erweckt werden, als habe es dort etwas zu sagen. Hat die junge Mutter eine Zigarette in der Hand? „Was tut sie sich an – und ihrem Kind?“. Ist der Ehemann nicht im Bild? „Böse Gerüchte – ist die große Liebe schon gestorben?“. Quillt der Hintern nicht mehr aus der Jeans? „Schock-Bilder! Hungert sie sich zu Tode?“.

 

  • Hans-Werner Sinn, Stefan Niggemeier oder Sybille Weischenberg? Was sind das für Leute, die uns in den Medien als Experten vorgestellt werden? Sind sie wirklich kompetent und ihre Medienpräsenz legitim? Lukas schreibt auf coffeeandtv über Experten.

2. Regensburger Bloggertreffen

Veröffentlicht am | 29. 10. 2008 | 3 Kommentare

Am 13. November findet das 2. Regensburger Bloggertreffen im "Chaplin" am Ostentor statt. Zugegeben, viel schreibe ich in letzter Zeit nicht. Denn studieren, Haushalt schmeissen und Party machen zollen ihren Tribut. Doch am 13. November bin ich mit Sicherheit dabei! Ich freue mich sehr darauf euch kennen zu lernen!

Baader-Meinhof-Komplex

Veröffentlicht am | 11. 10. 2008 | 2 Kommentare

Baader, Meinhof, RAF – in den letzten Wochen wiederholen sich zum Teil wieder die Diskussionen rund um Terrorismus in Deutschland. Der "Baader-Meinhof-Komplex" ist ein kurzweiliger, unterhaltsamer Spielfilm. Die Betonung liegt auf "Spiel". Überall betonte Produzent Eichinger zwar, dass der Film auf Fakten beruht, auf dem Buch von Stefan Aust. Ich bezweifle nicht, dass jede Patrone an der richtigen Stelle einschlägt und jede Haarsträne perfekt frisiert ist. Der Film lässt mich als Jahrgang 1988 wunderbar in die Mode und Lebenswelten der 60er und 70er Jahre eintauchen. Vor allem der Beginn mit der Demonstration gegen den Besuch des persischen Schahs und die Rede von Rudi Dutschke an der Berliner Universität sind eindrucksvoll. Die Stimmung der Studenten und ihre Motivation zur Revolte sind klar nachzuvollziehen.

Alle Fakten werden beachtet, die Anschläge nachgezeichnet, die Initiatoren  Baader, Meinhof und Ensslin vorgestellt. Die Anschläge detailgenau nachgezeichnet, Baader als Macho, Meinhof als die stille Denkerin und Ensslin als kaltblütige Möderin stilisert (obwohl kaltblütige Mörder natürlich alle waren).

Ich war mit meiner kleinen Schwester im Kino. Ich hätte nicht gewollt, dass sie sich den Film ohne Vorkenntnisse ansieht. Denn die Motive, warum sich diese kleine Gruppe von Menschen so radikalisierte und vor Gewalt nicht zurückschreckte, wird zu sehr übergangen. Bei Ulrike Meinhof gar konnte man gar das Gefühl haben, sie habe die ganze Sache (ein bisschen Schießen und Abenteuer) nur aus Langeweile und Unzufriedenheit in ihrer Ehe begonnen. 

Bravo, Kabel Deutschland!

Veröffentlicht am | 10. 10. 2008 | 3 Kommentare

Servicewüste Deutschland! Dass der Kunde in Deutschland sicherlich nicht Kunde ist, ist allgemein anerkannt. Jetzt musste ich mich das erste Mal mit dreister Kundenverarsche beschäftigen.

Ich wohne nun in Regensburg, habe eine Wohnung, doch Internet fehlt noch immer. Telefonanschluss brauche ich nicht, nur Internet. Kabel Deutschland ist dafür ein guter Anbieter. Vor einem Monat hab ich den Anschluss beantragt, inzwischen war die Firma, die die Anchlüsse legt, schon zweimal bei mir – doch Internet hab ich noch immer nicht. Wieso das? Nun, das erste Mal kam ein Auszubildender ganze drei Stunden zu spät, der das ganze irgendwie nicht gecheckt hat. Ist blöde, aber kann man nichts machen. Irgendwie ist das eine komplizierte Sache, die lange dauert und zwei Arbeiter benötigt. Schade, den nächsten Termin vereinbart.

Jetzt der Hammer. Die Männer kommen (pünktlich) gehen in den Keller, probieren ein bisschen rum, dann sagen sie: "Das geht nicht." Grund: Derselbe wie beim ersten Mal! Bitte? Deswegen sind sie ja da, weil das das erste Mal nicht funktioniert hat. Sie gehen. Und wohin? Sie setzen sich in ihr Auto unter unserem Fenster und schlagen die Zeit tot, der nächste Termin ist ja erst in drei Stunden. Mein Freund ruft die Hotline von Kabel Deutschland an, stellt sich neben das Auto und beschwert sich. Das Firmenauto war dann aber relativ schnell weg.

Bis wir Internet haben, hat es dann knapp zwei Monate gedauert. Bravo, Kabel Deutschland!

Entschuldigt meinen Ton, bin noch immer ziemlich angepisst.

Selbstreinigung – Fehlanzeige!

Veröffentlicht am | 04. 10. 2008 | 2 Kommentare

Wir haben es geschafft. Die Alleinherrschaft der CSU ist zu Ende. Was nun folgt ist schön anzuschauen für alle CSU-Gegner.  Speichellecker sind möglicherweise doch nicht das beste politische Führungspersonal für ein demokratisches Land. 

In den folgenden Wochen werden wohl die Sondierungsgespräche mit der FDP positiv verlaufen, eine Koalition geschmiedet und der Wahlspruch der freien Demokraten "Gelb ist der stärkste Kontrast zu schwarz" war schon am Wahlabend vergessen. Die FDP ist nach Jahrzehnten ohne Einfluss über Nacht im Paradies angekommen: Regierung und Macht sind ihrer! Viel werden die Gelben unter ihrem Vorsitzendem Martin Zeil der – im Verhältnis zur prozentual noch immer übermächtigen CSU – wohl im alltäglichen Geschäft nicht entgegensetzen zu können. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass bei Themen wie Rauchverbot, Datenschutz oder Versammlungsfreiheit Bayern nicht wieder die negative Vorreiterrolle spielen wird.

Doch bevor die Koalition geschmiedet wird, steht die Suche nach einem neuen Ministerpräsidenten bevor. Doch wer soll die CSU in diesen ungewohnten Zeiten führen? Die Unruhe ist groß zwischen Aschaffenburg und Garmisch-Patenkirchen, verwirrte CSUler, Machtkmäpfe um den Posten des Ministerpäsidenten, den aber nun wohl Horst Seehofer erklimmen wird. Erinnern wir uns an die letzte Woche: CSU ist am Ende, von Neuanfang war die Rede. Neuanfang? Mit Horst Seehofer, fast 60, seit Anfang der Neuziger Jahre auf verschiedenen Ministerposten und stellvetretender CSU-Vorsitzender? Eine Selbstreinigung der angestaubten Strukturen sieht anders aus. Im Grunde geht es weiter wie zuvor, selbes Personal, aber Koalitionsregierung.

Der wirkliche Generationssprung wird in fünf Jahren kommen. Den potenziellen Nachwuchs unter 50 Jahren, jene kritisierten aalglatten Karrierepolitiker, kommt diese Verzögerung nur zu Gute. Manfred Weber, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg oder Markus Söder können sich im Europaparlament, im Bundestag und auf dem ungeliebten Ministerposten Auslandserfahrung sammeln, bevor sie sich in fünf Jahren in die Höhle des Löwen, nach Bayern gegeben um dort ihre wirklichen Karriereziele zu erreichen.

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    • Helmut Kohl ist ein gesundheitliches Wrack;aber der einzige seiner Generation, der Weltgeschichte geschrieben hat http://tinyurl.com/yjad3w5 13 hrs ago
    • Bei moralischen Fragen, wende ich mich einfach an meinen Hausphilosophen. Da brauch ich nicht mal vor die Tür. Toll. 13 hrs ago
    • "Einfach nur gut zu sein, das scheint da längst nicht mehr gut genug": Generation Lebenslauf http://tinyurl.com/yjeezf2 #studium 14 hrs ago
    • So, die ersten Bia sind getrunken. Super Start in die Semesterferien. 2 days ago
    • schaue aus Prokrastinationszwecken Marienhof. Da spielt ja eine ganze Reige abgelegter Soapdarsteller mit. Man sieht sich ja immer zweimal 3 days ago
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