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Si tacuisses, philosophus mansisses

Tokio Hotel in China

Veröffentlicht am | 20. 02. 2008 |

Da sitz ich hier also hier im chinesischen Hinterland und will wissen, was los ist in der Welt. Also gehe auf die Seite der New York Times, erhoffe mir Informationen über den Zickenterror zwischen der Hillary und dem Barack. Und über Fidel, dem obsoleten Amischreck. Doch was sehe ich? Kreischende Mädchen, heiß auf Tokio Hotel.

The New York Times - Breaking News, World News & Multimedia

In deutschen Medien, vernachlässigt man die Bravo und andere Teeniezeitschriften, gibt es nur zwei Arten der Berichterstattung:

1. Es wird sich gewundert, wie zwei halbstarke Jungs mit ihren Bandkollegen einen solchen Erfolg haben können. Warum himmeln 15-jährige Mädchen einen androgynen Jungen an? Die Backstreet Boys waren dagegen ja richtige Kerle, sie hatten teilweise ja sogar schon Bartwuchs.

2. Tokio Hotel ist scheisse. Punkt. Aus. Ende, Gelände.

Determiniert auf dieses Schema, erwarte ich ähnliches im Artikel der NY Times. Doch was ist los? Was soll denn das? Trauen sich diese Halunken überm Ozean tatsächlich ohne zu berichten ohne die Band lächerlich zu machen. Es kommt noch härter: Sie loben den kleinen Bill auch noch.

But compared with Mr. Kaulitz, those band members (including his identical but very differently styled twin, Tom Kaulitz) couldn’t help but seem underwhelming. As they trudged, sometimes clumsily, through a short set, they seemed a lot less sophisticated than the skinny guy in front, who looks as if he has been honing his stage act since birth. If this concert was oddly delightful from start to finish, thank Bill Kaulitz, who should, with any luck, be thrilling and perplexing young Americans for the rest of the year.

Nichts zu spüren von “Kill Bill”. Aber: Kommt Zeit, kommt Rat.

Tokio Hotel als zweite bekannte deutsche Band neben Rammstein in den USA? Wie sollen wir unseren transnationalen Partnern jemals klar machen, dass es in Deutschland auch normale Bands gibt? Ganz ohne Hobbypyromanen und Stromschlagfrisuren.

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Kommentare

3 Kommentare zu “Tokio Hotel in China”

  1. DrNI
    schrieb am 21. .02. 2008 um 14:06

    Na da müssen wir halt unsere Scorpions mit einem Tanklaster voller Antifaltencreme bestechen und auf USA-Mission schicken! ;-)
    Übrigens, Dein Stylesheet klemmt.

  2. katha
    schrieb am 21. .02. 2008 um 17:10

    Ja,das wird uns nochts anderes ürig bleiben.
    danke für den hinweis mit dem stylesheet.


Trackbacks

  1. schafott.blog » Blog Archive » Tokio Hotel in China (2)

    [...] nichts mehr schocken. Vorgestern noch sorge ich mich ob der Berichterstattung ueber Tokio Hotel als Aufmacher in der Onlineausgabe der “New York Times”. Heute kann ich nur muede darueber laecheln. Denn es kommt noch schlimmer: Tokio Hotel nehmen China [...]

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Ich bin 20 Jahre alt und schreibe auf schafott.blog über alles, was mich interessiert. Das sind vor allem die Themen Politik und Medien. Mehr über mich kannst du hier erfahren.

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