schafott.net

move your ass and your mind will follow

Wähle den besten deutschen Film seit der Wende!

Veröffentlicht am | 18. 07. 2007 | 4 Kommentare

Seit einigen Jahren scheint zu funktionieren, was zuvor unmöglich war: Qualitativ hochwertige, deutsche Filme locken Zuschauer in die Kinos.

Doch welcher ist der beste? Das will Jay von leidartikel.de genauer wissen und kämpfte sich durch viele Filme, von “Alles auf Zucker” über “Sonnenallee” bis “Vaya con dios”. Von über 50 Werken wählte er die 15 Finalisten aus. User und eine Jury entscheiden ab sofort bis zum 31. August über den Sieger.

Doch damit die Entscheidung leichter fällt, hat Jay jeden Film kurz zusammengefasst. Also, geh auf zu leidartikel.de und vote für einen Film!

BlogDesk: Mehr Komfort beim Bloggen

Veröffentlicht am | 17. 07. 2007 | 1 Kommentar

Wenn ich blogge, will ich es gemütlich haben: Im Bett liegen, eine Apfelschorle und aktuelle Zeitungen in Reichweite. Doch nun soll ich auf der Benutzeroberfläche von Wordpress in die Tasten hauen? Nein, irgendwie gefällt mir das nicht, denn ich möchte auch offline schreiben. Natürlich gibt es die Möglichkeit den Beitrag in Word o.ä. zu schreiben, in die Wordpress-Oberfläche zu kopieren und dann hochzuladen. Doch das ist zu kompliziert. Eine Lösung ist BlogDesk.

BlogDesk kann alles. Texte können so leicht wie in word formatiert werden, trotzdem ist der Quelltext leicht zu verändern. Außerdem kann der Beitrag sofort hochgeladen werden – ohne Umweg über wordpress. Doch das absolute Highlight ist die Bildbearbeitung. Ohne auf ein weiteres Programm zugreifen zu müssen, können Fotos mit verschiedenen Rahmen und Größen verschönert werden.

Wer also – wie ich – mit der Wordpress-Oberfläche unzufrieden ist, sollte BlogDesk versuchen. Ich finde es klassse.

Download

Katholische Kirche: Ein Auslaufmodell

Veröffentlicht am | 11. 07. 2007 | 6 Kommentare

Papst Benedikt öffnete in seiner apostolischen Schreiben “Motu Proprio” das Tor für eine auf Latein gehaltene Messe. Dabei steht der Pfarrer am Hochaltar und murmelt die Lithurgie vor sich her. Natürlich heißt dies nicht, dass ab sofort die Gottesdienste auf Latein gehalten werden und die Zeit auf vor dem zweiten vatikanischen Konzil zurückgedreht wird. Natürlich betrifft diese Entscheidung nur ein paar Gläubige.

Aber “Motu Proprio” ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Welt der Theologen und Mitarbeiter im Vatikan kaum mehr mit dem alltäglichen Glauben zu tun hat. Ich komme aus einer Gegend mit flächendeckendem Katholizismus und überwiegend konservativen (meist CSU) Bürgermeistern, Ich komme aus dem frommen und tiefschwarzen Niederbayern. Dennoch schwindet auch hier langsam aber sicher der Einfluss der Kirche.

Die Menschen in Niederbayern waren jahrhundertelang sehr fromm, gingen jeden Sonntag kilometerweit in die nächste Kirche und das Kirchenjahr setzte neben den landwirtschaftlichen Feiern wie die Dreschersuppe dann Rahmen für Feste und Feiern. Der Namenstag war bis vor 50, 60 Jahre wichtiger als der Geburtstag. Nur durch die lateinische Sprache war es fast 2000 Jahre lang möglich, die Gläubigen auf Abstand zu halten, ihnen den Zugang zu theologischen Abhandlungen zu verwehren. Kurz, zusammen mit dem Monopol im Bildungswesen, konnte die Kirche ihre Anhänger ungebildet und den Glauben geheimnisvoll werden lassen. Bei der Wandlung von Wein in Blut und Brot in den Leib Christi, spricht der Priester die Worte: “Hoc est corpus”. Daraus entwickelte sich der Zauberspruch “Hokuspokus”.

Ich selbst kann mich erinnern, dass noch vor zehn Jahren die Kirchen voller waren und Kinder die Gottesdienste gestalteten. Und heute? Ein paar Alte sind in der Messe, doch sie werden natürlicherweise immer weniger. Nur an Ostern, Weihnachten und vor allem der Kommunion muss um einen Sitzplatz gekämpft werden, wobei die mit besonderem Ehrgeiz dabei sind, die sonst nie zu sehen sind.

Was ist das Problem der katholischen Kirche? Denn ich bin nicht der Ansicht, dass die Menschen nicht mehr glauben. Aber mit zunehmenden Bildungsgrad, Aufklärung und individuellerer Lebensgestaltung wächst Kritik an der offiziellen Linie der katholischen Kirche und an ihren weltfremden Zielen wie Keuschheit zur AIDS-Bekämpfung und der ablehnenden Haltung gegenüber Abtreibungen.

Es ist jedem liberal denkenden Menschen klar, dass die Kirche sich ändern muss um in der modernen Welt weiterhin als wichtige Moralinstanz zu gelten und ihre Gläubigen nicht zu verlieren. Doch mit den festgefahrenen Strukturen und weltfremden Geboten wie Keuschheit von Priestern wird die katholische Kirche zu einem Auslaufmodell in der westlichen Hemisphäre werden.

Mehr zum Thema bei onezblog.

Sotschi: Ein Komplott gegen mich?

Veröffentlicht am | 05. 07. 2007 | Noch kein Kommentar

Ich liebe Olympia. Seit meiner frühesten Kindheit sitze ich gebannt mit meinem Vater bzw. Opa vor dem Fernseher und fiebere bei Wettkämpfen mit – egal ob Leichtathletik, Tontaubenschießen oder Curling. Die Spannung wer der Beste sei, die Rivalität auf dem Medaillenspiegel und die Höchstleistungen faszinierten mich.

Altlanta 1996 waren die ersten Sommerspiele, die ich bewusst wahrnahm. Doch auch über Barcelona 1992, München 1972 und Montreal 1976 wusste ich Bescheid, weil mein Papa – ebenfalls olympiafanatisch – die dazugehörigen Bücher kaufte – Olympia wirkte so noch lange über die Wettkampfzeit hinaus. Ich war die Familienexpertin in Sportfragen und nebenbei begann meine politische Bildung. Denn ich wurde im frühen Alter auf den Kalten Krieg aufmerksam: Deutschland trat mit zwei Mannschaften an – als einziges Land. Diesen Betrug hatte mir mein Papa schleunigst zu erklären.

In den letzten Tagen wuchs in mir die Hoffnung tatsächlich einmal live bei olympischen Spielen dabei zu sein und in Salzburg mit Biathleten, Skispringern und Curlingspielern mitzufiebern. Und jetzt wird sich der Sportzirkus 2014 nicht in die schönen Alpen sondern ans schwarze Meer nach Sotschi begeben. Ist das etwa ein Komplott gegen mich?

Vernünftigere Gründe den Austragungsort kritisch zu betrachten bietet wirbelwebber.

Weitere Infos gibt’s auch bei krusenstern.

Ich will Sommer, verdammt nochmal

Veröffentlicht am | 05. 07. 2007 | Noch kein Kommentar

So ein Scheißwetter. Und erkältet bin ich auch noch – ist ja kein Wunder.

Deshalb freu ich mich schon wie ein Schneekönig Sonnenkönig endlich wieder bei strahlendem Sonnenschein unter einem Baum zu liegen und zu lesen oder Party zu machen und/oder zu trinken und/oder noch weitere vier Wochen mein Abitur zu feiern – und /oder im Freien!

Ich will Sommer, verdammt nochmal!

DSC 0077

Urlaubsdilemma

Veröffentlicht am | 04. 07. 2007 | 1 Kommentar

Nach jedem Urlaub das gleiche Dilemma: Ich komme entspannt nach Hause und bleibe dies auch bis ich den Berg von Süddeutscher Zeitung und ZEIT erblicke. Denn dieser muss in den nächsten Tagen abgearbeitet werden. Ich bringe es nämlich nich übers Herz eine Zeitung ungelesen in den Müll zu werfen.

Heute habe ich es geschafft: Sieben Ausgaben der SZ und eine ZEIT habe ich nachgeholt zu lesen. Naja, vielleicht nicht so gründlich wie normal, aber ich habe nun das Gefühl, nichts verpasst zu haben: Den EU-Gipfel, die Amtsübernahme Gordon Browns, Blairs neuen Job als Vorsitzender des Nahostquartetts und, natürlich nicht zu vergessen, das Haftende der Ms. Hilton.

abgeordnetenwatch.de: Was tut sich?

Veröffentlicht am | 03. 07. 2007 | 2 Kommentare

Vor einiger Zeit prüfte ich die Bundestagsabgeordneten aus den Wahlkreisen Deggendorf und Passau darauf, wie und ob sie überhaupt die Fragen auf abgeordnetenwatch.de beantworten.

Das Ergebnis war nicht gerade berauschend. Während sich Jella Tauchner und Max Stadler viel Mühe gaben auf wirklich gute Fragen zu antworten, haben Bruni Irber und Barthl Kalb dazu kaum eine Chance, weil Fragen fehlen. Andreas Scheuer dagegen hatte Fragen genug, die er jedoch allesamt ignorierte.

Wie sieht die Situation einen Monat später aus?

Nur bei Scheuer ist eine Veränderung eingetreten. Nachdem der Passauer bis Mitte Mai sämtliche Fragen ignorierte, obwohl dies bereits in Anfragen thematisiert wurde.

Sehr geehrter Herr Dr. Scheuer,

aus diesem Forum geht hervor, dass insgesamt sechs Fragen an Sie gestellt wurden, davon jedoch keine beantwortet wurde. Außerdem ist die weitere Fragestellung nach der Wahl geschlossen worden. Dies zeigt, wie ignorant Sie gegenüber den Wählern in Ihrem Wahlkreis sind. Desweiteren würde mich interessieren, welche selbständige Tätigkeit Sie ausüben.

Mit freundlichen Grüßen
R. Tham

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass ein Abgeordneter nicht tagtäglich durch das Web surft um schnellstmöglich sämtliche Fragen zu beantworten. Doch Politiker, die stets auf Außenwirkung bedacht sind, sollten ein natürliches Interesse an einer nominierten Seite des Grimme-Online-Preises sein.

Doch der Clou – und damit unterscheidet sich Abgeordnetenwatch.de von allen anderen Politikseiten im Internet – besteht darin, dass online Fragen gestellt werden können, die der oder die Abgeordnete dann online beantwortet. Das ist öffentlich einsehbar; auch wer selbst keine Fragen stellt, kann nachlesen, wie ernst ein Politiker die Bürgeranfragen nimmt, ob er sie abwimmelt oder sachgerecht beantwortet. Fast 125 000 Besucher und knapp 600 000 Seitenzugriffe im ersten Jahr belegen das rege Interesse an dieser Form des politischen Meinungsaustauschs. Täglich kommen etwa 900 weitere User hinzu. Auch Journalisten informieren sich inzwischen gern auf Abgeordnetenwatch.de. (Markierungen von mir)

Dies scheint nun auch Herr Dr. Scheuer begriffen zu haben. Denn plötzlich antwortete er (oder einer seiner Mitarbeiter) auf drei von fünf Fragen sehr ausführlich und vorbildlich. Dennoch wird aus einer Antwort deutlich, dass er abgeordnetenwatch.de als Plattform für den Kontakt zum Wähler nicht ernst nimmt.

Frage:

Sehr geehrter Herr Scheuer,

wieso beantworten Sie keine Fragen der Bürger?

Oder was machen Sie , dass Sie keine Zeit haben?

Antwort:

Sehr geehrter Herr Stamm,

vielen Dank für Ihre Frage bei abgeordnetenwatch.

Mich erreichen eine Vielzahl von Fragen aus dem Wahlkreis in meinem Berliner Büro und dem Wahlkreisbüro per Brief, Mail, Fax oder auch telefonisch. Die Kontaktdaten können der Internetseite des Deutschen Bundestages oder auch meiner Homepage entnommen werden.
Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass ich direkte Anfrage von Bürgerinnen und Bürgern vorrangig beantworte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Andreas Scheuer, MdB

Natürlich ist der direkte Kontakt zum Bürger für die Politiker wichtiger, aber auch Scheuer ist einer der “jungen Wilden” der CSU, die sich gerne im Glanz des Lederhosen-und-Laptop-Mythos sonnen. Aber im Zweifelsfall ist das bierselige Gröhlen im Bierzelt doch dankbarer.

“Summer of love” bei arte

Veröffentlicht am | 02. 07. 2007 | Noch kein Kommentar

Dieser Sommer steht bei arte ganz im Zeichen der Hippie-Bewegung. Über Wochen hinweg werden Zuschauern Filme, Dokumentationen und Konzerte geboten.

Hier kann das ganze Programm angesehen werden. Auf den ersten Blick habe ich schon einige Sachen gefunden, die ich unbedingt sehen möchte:

  • Die Reifeprüfung
  • High sein, frei sein, überall dabei sein
  • Gimme Shelter
  • Das Kind, die Kommune und der Guru
  • Flower Power Ost – Die Blumenkinder des Sozialismus
  • Summer of Love

Wie es aussieht, wird mein Fernsehkonsum wohl wieder drastisch zunehmen…

Interessant ist auch, dass arte eine interaktive Chronik anbieten will. Doch wir müssen uns wohl noch etwas gedulden, obwohl sie bereits seit gestern offiziell online sein sollte.

« go backkeep looking »